Sbirolino-Fischen

Woher kommt Sbirolino- („Sbiro-“) fischen?

Das Wort Sbirolino sowie die Art zu fischen kommt aus Italien. Sbirolino heißt soviel wie „Probeller“. Das kommt durch die L-förmig angebrachten Köder die sich sehr schnell im Wasser drehen. Aber dazu später.

Ursprünglich wurde diese Methode für künstlich besetzte Forellenseen entwickelt. Heute gibt es kaum noch Gewässer wo man nicht “Sbiro-“ fischen kann. Ob man kleine Spinner oder Blinker auf Weite bringt oder in Grundnähe fischt oder mit Sbiros schleppt, "Sbirofischen" hat fast von allen Angelmethoden ein bisschen was übernommen. Ja, sogar mit künstlichen Fliegen läßt es sich mit dieser Angelart sehr erfolgreich fischen. Als Fliegenfischer ist für mich natürlich die Fliege der Köder Nr. 1. Erstens hab ich meist keine anderen Köder bei mir und zweitens läßt sich die Fliege weit über 100 m weit werfen, das ist beim Fliegenfischen noch nicht einmal Weltrekord!

Das Sbirolinofischen ist kein Posenfischen wie oft irrtümlich geglaubt wird. Das Sbirolino dient lediglich als Gewicht. Posenfischen wird es erst wenn ich z.B. mit Pilotkugeln als Pose arbeite (s. Pilotkugel) In erster Linie ist Sbirofischen eine aktive Angelart. Ich werfe aus und hole langsam ein. Aber auch auf Grund, ähnlich wie beim Karpfenfischen mit Antitangle-Montage, läßt sich mit Sbiro fischen.

Sbirorute

Welche Fischarten werden mit Sbiro gefangen?

Forellen, Saiblinge, Barsche, Hecht, Zander, Schleien, Meerforellen, Makrelen, Hornhecht usw. Also Ihr seht, es gibt fast keinen Fisch den ich nicht mit Sbiro fangen könnte, zumindest in unseren Regionen.

Wo liegen die Vorteile beim Sbirofischen?

Fischen auf weite Distanz. Ich hab schon mal von Weiten über 150 m gelesen. Obs stimmt? Ich habs ehrlich gesagt noch nicht geschafft. Aber über 100 m sind schon drin. Interessant wird Sbirofischen immer dann, wenn man sehr leichte und kleine Köder (Fliegen, Mepps, kl. Twister, Maden...) weit hinaustransportieren muß.

Ein weiterer Vorteil ist die sehr einfache Montage. Sbiro mit dem Plastikröhrchen zuerst auf die Hauptschnur (keine Stopperperle o. Ä.!), dann eine Gummiperle auf die Hauptschnur und einen Dreifachwirbel angeknotet. Jetzt noch das Vorfach mit dem entsprechenden Köder und schon kann es los gehen.

Mit sinkenden Sbiros lassen sich Gewässer in allen Tiefen durchsuchen und Fische gut finden.

Vielseitige Köderwahl (s. Köder). Es gibt fast nichts was man nicht hinhängen könnte. Vom Forellenteig über Fliegen bis Blinker ist alles möglich.

Die Ausrüstung:

Rute:

Sbirorute

Länge
zwischen 3,50 m und 5,00 m,

Aktion:
parabolisch um die Köder gefühlvoll zu führen und für einen sanften Drill,

Spitze:
für die manchmal etwas schwierigere Bißerkennung ist eine weiche Spitze erforderlich., Wurfgewicht: 1g – 50 g. In der Regel 20 g oder 40 g.

Auf dem Markt gibt es schon sehr gute Ruten welche all diese Eigenschaften besitzen, auch spezielle Sbiro-Ruten.

Rolle:

Die Rolle ist wie beim normalen Angeln abhängig vom Zielfisch, vom Gewicht des Sbiros und vor allem welche Schnur ich verwende. Z.B.: Bei Forellen, 0,16 – 0,18 er Monofile mit max. 15 g Sbiro, hier reicht eine kleine Stationärrolle. Bei einer Hechtmontage natürlich dementsprechend größer. Da ich mit Sbiros weit über 100 m werfen kann, ergibt sich schon das Fassungsvermögen der Rolle. Also 150 m solltens dann schon mindestens sein.

Schnur:

Ob ich nun eine geflochtene oder monofile nehme ist erstmal nebensächlich. Beides ist möglich! Ich persönlich bevorzuge monofile Schnüre. Auf die Vor- und Nachteile einzugehen würde hier aber zu weit führen. Wichtig ist, dass Schnur und Wurfgewicht zusammen passen. Nur zur Veranschaulichung: Würd ich an eine 0,16 er monofile einen 40 g Sbiro hinhängen würde der zwar weit fliegen aber irgendwann ohne Schnur weils dann knallt! Umgedreht erreiche ich kaum die gewünschte Weite wenn ich einen 2g-Sbiro an eine 0,25-er Schnur hänge.

In der Regel verwendet man 0,16 – 0,25 er monofile Schnüre oder 0,06 – 0,15 er geflochtene je nach Größe des zu erwartenden Fisches und der Gewässerbeschaffenheit.

Die Montage:

SbiromontageKöder: künstl. Fliegen, Teig, Twister, Maden, Mebbs, Gummi-Spaghetti u.v.m.Vorfach: In der Regel werden mit einigen, oben beschriebenen Ausnahmen, Vorfächer mit 1,20 m gefischt. Wie beim Fliegenfischen verwende ich auch beim Sbirofischen Fluorocarbonschnüre. Sie haben sich bei mir in tausenden Stunden am Wasser und vielen Tests bewährt.Vorfach: In der Regel werden mit einigen, oben beschriebenen Ausnahmen, Vorfächer mit 1,20 m gefischt. Wie beim Fliegenfischen verwende ich auch beim Sbirofischen Fluorocarbonschnüre. Sie haben sich bei mir in tausenden Stunden am Wasser und vielen Tests bewährt.Dreifachwirbel: Dieser ist wichtig damit es nicht zu einer Schnurverdrallung kommt.Die Gummiperle (nicht Glasperle!) schützt den Knoten beim Wurf vor dem schweren Sbirolino. Sbirolino: Sie sind die Namensgeber dieser schönen Angelart. Sbirolinos gibt es, schwimmend, sinkend und halb(langsam)sinkendHauptschnur: Das Bild zeigt eine Montage für Salmoniden mit einer 0,18-er Hauptschnur. Die Hauptschnur richtet sich nach dem Zielfisch. Für größere Fisch wird natürlich eine stärkere Schnur verwendet.Die Rolle ist wie beim normalen Angeln abhängig vom Zielfisch, vom Gewicht des Sbiros und vor allem welche Schnur ich verwende. Z.B.: Bei Forellen, 0,16 ? 0,18 er Monofile mit max. 15 g Sbiro, hier reicht eine kleine Stationärrolle. Bei einer Hechtmontage natürlich dem entsprechend größer. Da ich mit Sbiros weit über 100 m werfen kann, ergibt sich schon das Fassungsvermögen der Rolle. Also 150 m solltens dann schon mindestens sein.Rute: Länge zwischen 3,50 und 5 m mit einer weichen Spitze für die Bisserkennung.
Die abgebildete Montage ist gedacht bis etwa zur Forellengröße. Für Hecht und größere Fische das Ganze größer nehmen (Hecht: Stahlvorfach!)

Als erstes wird der Sbirolino mit dem Gewicht nach vorne (also Richtung Köder) und dem Schnurlaufröhrchen nach hinten (Richtung Rutenspitze) auf die Hauptschnur gefädelt (ohne Schnurstopper, Perlen oder Sonstiges!). Der Sbiro muß frei auf der Hauptschnur laufen.

Dann erst folgt eine Gummiperle die den Knoten schützt.

Anschließend wird ein Dreifachwirbel (ich wiederhole nochmal: wichtig gegen Schnurverdrallung!) mit Karabiner mit dem üblichen Knoten (Klammer-, Clinch- oder Grinnerknoten) montiert.

Als nächstes wird das Vorfach (80 cm – 200 cm) mit Schlaufe in den Karabiner eingehängt und zum Schluß der Köder montiert. Am besten probiert man das Laufverhalten des Köders erst am Ufer aus. Gerade bei Teigen kann man sehr viel mit der Form des Köders spielen.

Zugprobe nicht vergessen!!

Die in der Abbildung gezeigte Montage ist hauptsächlich gedacht bis zur Forellengröße. Fischt man auf Hecht oder andere größere Fische so gelten natürlich die selben Regeln wie bei anderen Angelarten (Hecht: Stahlvorfach!), stärkere Rute, Rolle, Schnur, Vorfach!

Zubehör:

Die vielen Möglichkeiten beim Sbirofischen und die Riesenauswahl an Ködern erfordert auch das entsprechende Zubehör.

Die wichtigsten Utensilien möchte ich hier einmal kurz vorstellen (die Reihenfolge entspricht nicht der Wichtigkeit!):

Sbirolino Was brauch ich allesVorfach: In der Regel werden mit einigen, oben beschriebenen Ausnahmen, Vorfächer mit 1,20 m gefischt. Wie beim Fliegenfischen verwende ich auch beim Sbirofischen Fluorocarbonschnüre.Gummitwister: Ich verwende gerne winzig kleine Gummitwister einfach auf einen Fliegenhaken gesteckt. Wichtig auch hier daß die Hakenspitze frei bleibt.Künstliche Maden: Wenn es mit natürlichen Ködern auf Forellen geht ist sicher die Made der Köder Nr. 1. Vor allem Bienenmaden in L-Form angeködert sind für die Salmoniden unwiderstehlich.Künstlicher Tauwurm: Für künstliche Würmer gilt das Selbe wie schon unter Spaghetti beschrieben.Spaghetti: In Abhängigkeit der Hakengröße könne diese Gummiwürmer zugeschnitten werden. Durch ihre Signalfarben sind sie sehr fängig und üben einen besonderen Reiz auf die Fische aus.Bleie mit Bodenabstandshalter: Diese Schleppbleie verursachen nicht so leicht Hänger und graben sich durch ihre Biegung und den Bodenabstandshaltern nicht so leicht in den Boden.Schleppblei (Slimblei): Diese Bleie sind silikonummantelt für ein sehr feinfühliges Schleppen. Man fischt mit leichten Ruten und sehr sensiblen Spitzen Hauptschnur höchstens 0,16 mm.Schleppblei: Durch die spezielle Körperform werden bei diesem Schleppblei Hänger in Grundnähe reduziert. Das Blei gleitet über Hindernisse hinweg.Muddler-Minnow: Sie sind meine Favoriten beim Sbirofischen.Fliegen: Als Fliegenfischer sind beim Sbirofischen natürlich Fliegen mein Hauptköder. Je nachdem wo die Fische stehen (Grund, Mittelwasser, Wasseroberfläche) verwende ich Nymphen, Nassfliegen, Trockenfliegen oder Streamer oft mit dem entgegengesetzten Sbiro.Schlepppose: Sie erzeugen nur geringe Wellen an der Wasseroberfläche. Ausserdem setzen sie beim Biß dem Fisch wenig Wiederstand entgegen.Dreifachwirbel: Aufgrund der weiten Würfe und der Rotation der Köder im Wasser ist dieses Utensil unbedingt erforderlich! Ohne ihn würde es durch das ständige Werfen und Einholen des Köders unweigerlich zu Schnurverdrallungen kommen.Haken: Haken werden beim Sbirofischen verwendet wie Sie es von anderen Angelarten her kennen. Teighaken (s. Bild), Wurmhaken, usw.Antitangelblei: Sie sind besonders geeignet für mittlere bis weite Entfernungen. Kleine Größen sind zum Schleppen in tieferen Gewässern gedacht und die Großen zum "verhedderungsfreien" Fischen mit "aufgepoppten" Ködern.Blinker: Wer kennt das Problem nicht vom Spinnfischen. Leichteste und kleinste Mepps/Blinker sollen möglichst weit geworfen werden. Mit einer Sbirorute sind Würfe bis weit über die 100-Metergrenze möglich.Sbirolino: Sie sind die Namensgeber dieser schönen Angelart. Sbirolinos gibt es, schwimmend, sinkend und halb(langsam)sinkend.Ghost: Ghosts sind sehr beliebte Gewichte beim Schleppen da sie unter Wasser fast unsichtbar sind. Sie laufen etwa bei 1 - 2 m Tiefe.Rugby: Im Gegensatz zum Sbirolino hat der Rugby kein Schnurführungsstäbchen. Er wird hauptsächlich bei sehr scheuen Fischen mit Bienenmaden oder Spaghettis eingesetzt.Teig: Schwimmteige sind von der Forellenfischerei kaum noch wegzudenken und sie sind auch sehr erfolgreich. Vor allem die Farben gelb und grün.Einfädler: Ein unverzichtbares Werkzeug um, vor allem bei nasser Schnur, den Sbirolino auf die Hauptschnur aufzufädeln.Pilotkugel: Trotzdem Sbiros keine Posen sind ist doch manchmal für die Bißerkennung eine Sichthilfe notwendig. Dies erfolgt mit einer sogenannten Pilotkugel

Pilotkugeln
01 Pilotkugeln

Trotzdem Sbiros keine Posen sind ist doch manchmal für die Bißerkennung eine Sichthilfe notwendig. Dies erfolgt mit einer sogenannten Pilotkugel. Einfach ausgedrückt ist sie nichts anderes als eine Styropor-Auftriebskugel wie sie auch bei anderen Angelarten verwendet wird. Sie wird einfach auf das Vorfach aufgefädelt und dient somit als Sichthilfe ähnlich einer Pose. Ausserdem läßt sich über die Pilotkugel sehr gut die zu fischende Tiefe einstellen. Arbeitet man mit Pilotkugel dann das Vorfach etwas länger nehmen (bis 3 m).

Einfädler 02 Einfädler

Ein unverzichtbares Werkzeug um, vor allem bei nasser Schnur, den Sbirolino auf die Hauptschnur aufzufädeln. Verwendet man geflochtene Schnüre geht es nicht mehr ohne Einfädler. Den Einfädler bekommt man meist in einem entsprechenden Plastikröhrchen.

Schwimmteig

Schwimmteig zum Blatt geformt

03 Teig

Schwimmteige sind von der Forellenfischerei kaum noch wegzudenken und sie sind auch sehr erfolgreich. Vor allem die Farben gelb und grün. Gelb für trübes Wasser und grün für klares Wasser. Wichtiger wie die Farbe ist die Form des Köders. Ich geb dem Teig gerne die Form eines Blattes wodurch er sich sehr schnell dreht und einen zusätzlichen Reiz vor allem auf Forellen ausübt. Ein Schwimmteig läßt sich aber auch gut mit einem sinkenden Sbiro auf Grund fischen, ähnlich wie beim Karpfenfischen auf Grund.

Ebenso kann man einen sinkenden Teig mit einem schwimmenden Sbiro anbieten. Der Teig (natürlich mit Haken) sinkt dann ins Mittelwasser und lockt die Fische die sich gerade dort aufhalten (ähnlich dem Posenfischen).

Rugby 04 Rugby

Im Gegensatz zum Sbirolino hat der Rugby kein Schnurführungsstäbchen. Er wird hauptsächlich bei sehr scheuen Fischen und mit Bienenmaden oder Spaghettis eingesetzt.

Fischt man mit Rugbys sollte das Vorfach nicht zu lange sein. Hier reichen maximal 1m. Dadurch sind auch sehr vorsichtige Bisse zu erkennen.

Ghost 05 Ghost

Ghosts sind sehr beliebte Gewichte beim Schleppen da sie unter Wasser fast unsichtbar sind. Sie laufen etwa bei 1 - 2 m Tiefe.

Montiert werden sie wie der Sbirolino. Einfach auf die Hauptschnur fädeln, eine Gummiperle dran und wieder den Dreifachwirbel.

Sbirolino 06 Sbirolino

Sie sind die Namensgeber dieser schönen Angelart. Sbirolinos gibt es, schwimmend, sinkend und halb(langsam)sinkend. Bei den sinkenden Sbiros sind meist zwei Gewichtsangaben. Die erste Zahl ist das Wurfgewicht des Sbiros und die zweite Zahl das Gewicht welches der Sbiro unter Wasser hat. Meist 1/5 des Wurfgewichtes. Bei klarem Wasser möglichst transparente Sbiros verwenden!

Blinker 07 Blinker

Wer kennt das Problem nicht vom Spinnfischen. Leichteste und kleinste Mepps/Blinker sollen möglichst weit geworfen werden. Mit einer Sbirorute sind Würfe bis weit über die 100-Metergrenze möglich. Die Fängigkeit von diesen kleinen Blinkern ist unumstritten. Versucht doch mal kleine Blinker mit Einzelhaken! Ihr werdet überrascht sein.

Antitangleblei 08 Antitangleblei

Sie sind besonders geeignet für mittlere bis weite Entfernungen.

Kleine Größen sind zum Schleppen in tieferen Gewässern gedacht und die Großen zum "verhedderungsfreien" Fischen mit "aufgepoppten" Ködern.

Haken 09 Haken

Haken werden beim Sbirofischen verwendet wie Sie es von anderen Angelarten her kennen. Teighaken (s. Bild), Wurmhaken, usw.

Werden die Haken mit Vorfach gekauft, darauf achten dass die Vorfachstärke unter der Hauptschnur liegt und mit einigen Ausnahmen möglichst lange Vorfächer (1,20 - 2,00 m) verwendet werden.

Dreifachwirbel 10 Dreifachwirbel

Aufgrund der weiten Würfe und der Rotation der Köder im Wasser ist dieses Utensil unbedingt erforderlich! Ohne ihn würde es durch das ständige Werfen und Einholen des Köders unweigerlich zu Schnurverdrallungen kommen.

Schlepppose 11 Schlepppose

Sie erzeugen nur geringe Wellen an der Wasseroberfläche. Ausserdem setzen sie beim Biß dem Fisch wenig Wiederstand entgegen. Sie werden einfach oben und unten mit Gummis an der Hauptschnur befestigt. Unterhalb der Pose wird ein Slimblei (s. weiter unten) besfestigt und danach eine Gummiperle und der Dreifachwirbel.
Kleiner Tipp für Fliegenbinder: Aus dem Kiel von Pfaufedern läßt sich gut eine ähnliche Schlepppose erstellen!

Fliegen 12 Fliegen

Als Fliegenfischer sind beim Sbirofischen natürlich Fliegen mein Hauptköder. Je nachdem wo die Fische stehen (Grund, Mittelwasser, Wasseroberfläche) verwende ich Nymphen, Nassfliegen, Trockenfliegen oder Streamer oft mit dem entgegengesetzten Sbiro. D.h. in Grundnähe mit sinkendem Sbiro und sehr stark schwimmenden Fliegen (Rehhaar) welche dann etwas auftreiben und mit der Unterwasserströmung spielen oder mit schwimmenden Sbiro und bleibeschwerten Nymphen.

Muddler-Minnow 13 Muddler-Minnow

Sie sind meine Favoriten beim Sbirofischen. Wie unter Fliegen (weiter oben) schon beschrieben verwende ich Muddlers gerne mit den entgegengesetzten Sbiros. Komme ich von oben (schwimmender Sbiro) nehme ich den Goldkopf-Muddler (nicht wenn die Fische an der Wasseroberfläche sind!) und in Grundnähe den schwimmenden Muddler (im Bild unten).
Gerade beim Fischen mit Fliegen ist es sehr wichtig so langsam wie möglich einzuholen, evtl. mit leicht zitternden Bewegungen!

Schleppblei 14 Schleppblei

Durch die spezielle Körperform werden bei diesem Schleppblei Hänger in Grundnähe reduziert. Das Blei gleitet über Hindernisse hinweg.

Schleppblei (Slimblei) 15 Schleppblei (Slimblei)

Diese Bleie sind silikonummantelt für ein sehr feinfühliges Schleppen. Man fischt mit leichten Ruten und sehr sensiblen Spitzen Hauptschnur höchstens 0,16 mm. Vorfachlänge etwa 80 - 100 cm.

Bleie mit Bodenabstandshalter 16 Bleie mit Bodenabstandshalter

Diese Schleppbleie verursachen nicht so leicht Hänger und graben sich durch ihre Biegung und den Bodenabstandshaltern nicht so leicht in den Boden.

Spaghetti 17 Spaghetti

In Abhängigkeit der Hakengröße könne diese Gummiwürmer zugeschnitten werden. Durch ihre Signalfarben sind sie sehr fängig und üben einen besonderen Reiz auf die Fische aus. Am besten werden sie in L-Form auf den Haken gesteckt. Die Spitze sollte dabei frei sein.

Künstlicher Tauwurm 18 Künstlicher Tauwurm

Für künstliche Würmer gilt das Selbe wie schon unter Spaghetti beschrieben. Selbstverständlich kann auch mit lebenden Würmern gefischt werden. Aber warum sollte ich ein Tier töten um ein anderes zu fangen? Die künstlichen Köder sind heute schon so ähnlich und fängig dass sich meiner Meinung nach keine Notwendigkeit mehr ergibt mit lebenden Ködern zu fischen.

Künstliche Maden 19 Künstliche Maden

Wenn es mit natürlichen Ködern auf Forellen geht ist sicher die Made der Köder Nr. 1. Vor allem Bienenmaden in L-Form angeködert sind für die Salmoniden unwiderstehlich. Mittlerweilen gibt es aber auch hier schon sehr gute künstliche Nachbildungen welche das Fischen mit natürlichen Ködern überflüßig machen.

Gummitwister 20 Gummitwister

Ich verwende gerne winzig kleine Gummitwister einfach auf einen Fliegenhaken gesteckt. Wichtig auch hier daß die Hakenspitze frei bleibt.

Übrigens: Der "Renner" auf Barsche!

(Fluorcarbon-) Vorfach 21 (Fluorocarbon-)Vorfach

In der Regel werden mit einigen, oben beschriebenen Ausnahmen, Vorfächer mit 1,20 m gefischt. Wie beim Fliegenfischen verwende ich auch beim Sbirofischen Fluorocarbonschnüre. Sie haben sich bei mir in tausenden Stunden am Wasser und vielen Tests bewährt.

Vorfachstärke immer kleiner als die Schnurstärke!

Auswerfen:

Vorsicht!!! Wenn man das erste mal mit Sbiros wirft erschrickt man über seine neu erworbene Wurfweite. Also langsam anfangen, vor allem wenn am anderen Ufer Bäume sind!!!

Geht man an die Grenze, Schnur / Gewicht (z.B. 0,16 er / 15 g Sbiro) ran, ist es enorm wichtig, beim Wurf mit der Rute leicht mitzugehen (Beschleunigung erst bei etwa 12-Uhr-Stellung der Rute). Also keinen ruckartigen Wurf! Sonst knallts! Nähert sich der Köder dem Wasser, wird der Wurf mit dem Finger an der Schnur sanft abgebremst.

Führung:

Wasseroberfläche und schwimmender Sbiro: Hier reicht es, den Köder (z.B. Trockenfliege) auszuwerfen, die Schnur leicht zu spannen und den Köder liegen zu lassen. Man kann ab und zu mit der Rute einen kleinen Ruck machen um Bewegung (Ringe) in den Köder zu bringen.

Mittelwasser und sinkender Sbiro: Der Köder wird langsam (Zeitlupentempo, manchmal muß man sich direkt dazu zwingen) eingeholt. Die Lauftiefe richtet sich nach der Einholgeschwindigkeit (d.h. schnell einholen = flache Führung, langsam einholen = tiefe Führung). Zählt man nun die Sekunden zwischen dem Auftreffen des Köders auf dem Wasser und dem ersten Biß, weiß ich ungefähr in welcher Tiefe die Fische stehen und kann mich daran orientieren.

Am Grund: Hier kann ich genauso verfahren wie beim Karpfen angeln mit Grundmontage. Im Prinzip ist es auch nichts anderes. Auswerfen, absinken lassen und warten. Hab ich einen auftreibenden Köder (z.B. schwimmender Muddler, Schwimmteig . . .) dann spielt dieser sehr schön knapp über dem Grund mit der Unterwasserströmung.

Verschiedene Köderführungen: Ich kann immer wieder die Richtung beim Einholen ändern. Rute leicht anheben und wieder senken, das gleiche passiert dann mit dem Köder oder kurze, ruckartige Bewegungen mit der Rute ausführen.

Bei der Köderführung leg ich für die Bisserkennung ganz gern, ähnlich wie beim Fliegenfischen, den Zeigefinger an die Rute.

Biß, Anhieb und Drill:

Über die Rutenspitze oder an der Schnur ist der Biß ganz gut zu erkennen. Er muß sehr schnell mit einem kurzen aber kräftigen Anschlag quittiert werden (Grund: weiche Rutenspitze und Weite). Der Drill ist ähnlich wie bei anderen Angelarten nur durch die weiche Rutenspitze vielleicht etwas feinfühliger.

Jetzt hoff ich, dass ich den einen oder anderen fürs Sbirofischen begeistern konnte.
Es ist eine schöne Angelart bei der man ähnlich wie beim Spinn- oder Fliegenfischen mit wenig Ausrüstung sehr viel erreichen kann.