Ralf's Fliegenfischlexikon

Letzte Aktualisierung: 26. Juni 2017

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Dieses Lexikon wurde in vielen Jahren Tätigkeit als Fachberater im Fliegenfischen und als Fliegenfischlehrer sowie in den tausenden Stunden am Wasser, auf einem Communicator der mich ständig begleitete entwickelt. Es beinhaltet derzeit über 600 Begriffe aus der Fliegenfischerei und wächst ständig weiter. Das Kopieren von Teilen oder dem gesamten Lexikon ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung vom Autor und nur zu privaten (nicht komerziellen Zwecken) gestattet.
Begriff Erklärung

A

Abdomen Hinterer Körperteil bei einer Insektenlarve oder Nymphe

Abendsprung
Zeit in den Abendstunden an Flüssen und Seen, in der ein sehr starker Insektenschlupf stattfindet und die Fische demenstsprechend aktiv auf der Wasseroberfläche fressen.
abwärts gerichtetetes Ör down turned eye

Meist bei Nassfliegen, Nymphen und Trockenfliegen. Beim abwärtsgerichteten Ör wird auch meist der Turleknoten verwendet da dieser dann im Winkel zwischen Schenkel und Ör liegt und nicht wie bei anderen Knoten ausserhalb des Örs. Auch die Zugrichtung und die Fliegenführung ist in diesem Fall optimaler.

Acetat-Floss
Ein spezielles Floss welches sich, mit Aceton behandelt, nachmodellieren und glätten läßt. Dadurch bekommt der Fliegen-, Nymphenkörper ein sehr realistisches, glasiges Aussehen. Die Oberschicht des Acetat.Flosses verschmelzt mit dem Aceton.
Aceton
Chemische, farblose Flüssigkeit welche zum nachbehandeln von, mit Acetat-Floss gebundene Fliegenkörper, verwendet wird. Vorsicht! Aceton hat viele negative Eigenschaften und ist äußerst giftig! Kontakt, einatmen und offenes Feuer unbedingt vermeiden! Aceton ist auch explosiv!
Adams Erfolgreiche Trockenfliege vor allem im Frühjahr.

Adams

Rezeptur und Bindeanleitung

Adhäsion Das aneinanderhaften zweier Stoffe. Beim Fliegenfischen Wasser und Flugschnur.
adult erwachsen, geschlüpftes Insekt, Lebensphase nach Eintritt der Geschlechtsreife bei Tieren

AFTMA American Fishing Tackle Manufactures Association

gemessen werden die ersten 9,15 (30 Fuß) der Flugschnur mit Ausnahme der vordersten 60 cm. Ausschlaggebend ist das Gewicht dieser 9,15 m langen Flugschnur welches in Grains (s.u. Grain) gemessen wird.

AFTMA-Tabelle

Klasse/Gewicht

1 = 3,9 g 3 = 6,5 g 5 = 9,1 g 7 = 12,0 g 9 = 15,6 g 11 = 21,4 g
2 = 5,2 g 4 = 7,8 g 6 = 10,4 g 8 = 13,6 g 10 = 18,2 g 12 = 24,7 g
AFTMA-Tabelle

Klasse/Fische

000 - 4 Friedfische, Äschen
5 - 6 Forellen, Saiblinge, kl. Salmoniden
7 - 8 Karpfen, Hecht, gr. Salmoniden
9 - 10 Lachse, Huchen
11 - 16 meist Zweihandruten, alle Großfische
Aimé Devaux französischer Fliegenbinder
Einer der Fliegenfischpioniere welche CDC-Fliegen (Cul de Canard, "Entenhintern") verwendeten.
Aktion Biegung einer Rute (Spitzenaktion, Semiparapolische und Parabolische Aktion):

Alexandra
Fliege, sie stammt von W.G.Turle und bekam den Namen von der Prinzessin Alexandra von Großbritanien. Sie war einige Zeit so erfolgreich daß sie sogar zeitweise verboten wurde.

Rezeptur und Bindeanleitung

Amadou
Schwamm zum trocknen von Fliegen. Er wächst vor allem auf Buchen und Birken. Im Volksmund wird er auch Zunderschwamm genannt. Seinen Namen hat er von der schnellen Entflammbarkeit. Er fängt schon beim auftreffen eines Funkens zu glimmen an.

amber bernsteinfarbig (ist auch die englische Bezeichnung für Bernstein).
Amsel Black Bird
Anadrom Fischarten die zum Laichen vom Meer ins Süßwasser ziehen. (Gegenteil: Katadrom)

Fischarten: Lachs, Meerforelle, Stör, Maifisch, Meerneunauge, Flußneunauge

Anhieb
Beim Fliegenfischen wird die Rute nur rasch angehoben aber nicht angeschlagen. Oft ist es nur ein dagegenhalten. Da 99 % der Fliegen beim Fliegenfischen ganz vorne genommen werden, würde bei einem starken Anhieb sofort der Haken ausschlitzen.
Anti-Revers-Rolle Bei der Anti-Revers-Rolle dreht sich der Kurbelgriff nicht mit dem Schnurabzug
Antron

Es ist wohl das meist verwendete und bekannteste Synthetik-Material das auf jedem Bindetisch zu finden ist. In der Regel kommt es in zahlreichen Farben als Dubbing in den Handel. Die Kunstfaser (Trilobal) hat viele Eigenschaften die für den Fliegenfischer maßgebend und äußerst wichtig sind. Für Trockenfliegen soll das Material kein Wasser aufnehmen und gute Schwimmeigenschaften aufweisen, es soll sich gut dosieren lassen und am Faden haften, die Struktur soll natürlichen Fellen ähnlich sein und soll sich gut mit anderen Dubbing-Materialien (auch natürlichen) mischen lassen. - All diese Eigenschaften weist Antron auf und macht es zum meistverwendeten und bekanntesten Dubbing. Zusätzliche Glitzereffekte sorgen auch unter Wasser für eine verführerische Reflexion der kaum ein Fisch wiederstehen kann. Antron wird für fast alle Fliegenarten verwendet: Trocken- und Nassfliegen, Nymphen, Landinsekten, Streamer. Es läßt sich sehr gut verarbeiten und ist eine der besten Alternativen zu natürlichem Fell.

Arthofer
Das Originalmuster ist von Norbert Eipeltauer. Ähnlich wie die Ritz D ist auch die Arthofer eine Nymphe die sanft zum Boden schwebt und ebenso sanft aufsteigt. Die Straußenfedern haben ein sehr schönes Spiel im Wasser denen kaum eine Forelle wiederstehen kann. Sie imitiert eine Eintagsfliegenlarve.

Arthofer

Rezeptur und Bindeanleitung

Arenbergscheibe Zielscheibe für den Castingsport

5 Ringen mit Außendurchmesser von 0,75 m, 1,35 m, 1,95 m, 2,55 m, 3,15 m;
Ringstärke beträgt 2 cm. Das Tuch ist grün, die Ringe weiß und der Zielkern schwarz (bei dem Wettbewerb im Bild links nicht ganz richtig).

Gewertet wird von der Mitte aus 10 – 8 – 6 – 4 – 2 Punkte.

Ahrenbergtuch

Arundinaria amabilis Fliegenrutenbambus (lateinischer Name)
Äschenregion Leitfisch Äsche

sandig bis steiniger Boden, bis etwa 15 Grad im Sommer,
Wasserpest, Wasserstern, flutender Hahnenfuß,
Egel, Schnecken, Stein-, Köcher-, Eintagsfliegen, Bachflohkrebse

Attractors Reizfliegen
Fliegen mit sehr auffälliger Silhouette. Gut sichtbar. Wulff, Bivisible . . .
aufwärts gerichtetes Ör up turned eye

wird hauptsächlich bei Lachsfliegen verwendet gelegentlich auch mal bei Trockenfliegen. Sinn und Zeck ist einfach den Abstand zwischen Hakenschenkel und Hakenspitze zu vergrößern. Die Zugrichtung wird aber dabei etwas verfälscht. Es bleibt dem Käufer vorbehalten wo er die Prioritäten setzt.

Augendrehreflex Zeigt die Lebensfähigkeit des Fisches an (bei jedem Fisch!).

Wird der Fisch zur Seite gedreht verändert beim lebensfähigen Fisch das Auge seine Lage. Bleibt das Auge starr ist der Fisch nicht mehr lebensfähig und darf so nicht mehr zurückgesetzt werden (auch nicht untermaßige!).

Auch bei der Betäubung des Fisches ist dies zu prüfen: Richtig betäubt wurde der Fisch erst wenn das Auge starr bleibt wenn nicht: Betäubungsschlag nochmal durchführen!

Aus-Wurf ungültiger Wurf beim Casting
Auskriecher Aus der Nymphenhaut schlüpfendes Insekt (Emerger)

B

Bachflohkrebs Shrimp

Rezeptur und Bindeanleitung

Backhand-Wurf Rückhandwurf

Er bietet sich immer dann an wenn (beim Rechtshänder) stromauf geworfen wird und die Strömung von rechts kommt, wenn rechts ein Hindernis (Baum, Strauch, Haus ect.) ist oder bei starkem Seitenwind von rechts.

Backing Nachschnur, Schnurreserve

Direkt auf die Rolle sollte grundsätzlich eine Nachschnur (engl. Backing) gespult werden. Dies ist in der Regel eine farbige, geflochtene Schnur die als Unterlage und Reserve-Schnur bei größeren Fischen dient. Die Flugschnur muß somit nicht direkt an den Rollenkern geknotet werden außerdem vergrößert sie den Rollenkern und wirkt somit wiederum dem Memory-Effekt entgegen. In der Schnurklasse 5/6 reicht eine Tragkraft von 20 lbs (9 kg). Zur Not kann auch eine handelsübliche geflochtene Schnur genommen werden.

Back Taper Bei der Flugschnur der Übergang von der Keule zur Runningline
badger dachsfarbig
Bait Köder
Balg Skalp, Neck, Cape

Federn des Hahnes oder der Henne aus der Nackenpartie (Manchmal auch Neck genannt). Meist etwas kürzer als bei Federn aus dem Rücken (Sattel, bzw. Saddle).

Ball eye nicht verjüngtes Ör
Barb
Widerhaken, sollte grundsätzlich eingedrückt sein! Bei den heutigen Möglichkeiten und Materialien ist ein Widerhaken total überflüssig und bringt nur Nachteile. S. barbless.

Barbenregion Leitfisch: Barbe
sandiger und kiesiger Grund,
bis 20 Grad im Sommer,
Egel, Schnecken, rote Zuckmückenlarve, roter Schlammröhrenwurm.
barbless widerhakenlos, ist selbstverständlich beim Fliegenfischen!


unten: mit Widerhaken, oben ohne Widerhaken

Widerhaken sind in heutiger Zeit mit verfeinerten Angeltechniken, und hochsensiblen Ruten völlig überflüßig. Leider werden fertige Fliegen am Markt großteils immer noch mit Widerhaken angeboten und dies obwohl in den meisten Fließgewässern Europas Widerhaken verboten sind.

Wer seine Fliegen selber bindet hat den großen Vorteil, gleich auf Schonhaken zu binden und muß sich keine Gedanken mehr um den Widerhaken machen.

Dem Fisch und dem Fliegenfischer bringt das arbeiten mit Schonhaken viele Vorteile:

  • Keine Lebensbedrohliche Verletzungen des Fisches sollte er sich befreien können.
  • Die Fliege im Ohr, im Kescher, in der Kleidung, im Gebüsch oder Baum oder sonst wo . . . läßt sich mühelos wieder entfernen.
  • Die Spitze bricht nicht so leicht wenn die Fliege auf Steinen oder hartem Untergrund landet bzw. hängen bleibt.
  • Der Haken sitzt besser da kein abstehender Widerhaken und auch Wulst beim Andrücken das Eindringen des Hakens blockiert.
  • Die Fliege verfängt sich nicht so leicht im Vorfach bei unsauberen Würfen oder starkem Wind.

u.v.m

Barteln Tastorgane:
Barteln Fische
1 Rutte
2 Schleie, Gründling
4 Karpfen, Barbe
6 Wels, Schmerle, Steinbeißer
8 Zwergwels
10 Schlammpeitzger
Beadhead Perlkopf, Goldkopf

Bekassine Snipe, (Sumpf)-Schnepfe
bend Hakenbogen

Rundbogen (round bend):

Der Bogen ist fast kreisrund. Diese Haken werden hauptsächlich bei kleinen Trocken-, Nass-Fliegen und Nymphen verwendet da sie auch die größte Öffnung haben, also den Abstand zwischen Hakenspitze und Hakenschenkel.

 

 

Sproat-Bogen (sproad bend):

Der Sproadbogen wurde entwickelt um dem Haken eine größere Festigkeit zu verleihen. Auch Sproadbogen-Haken werden wie Rundbogenhaken mehr für kleinere Fliegen verwendet.

 

 

Limerick-Bogen (limerick bend):

Der Limerick-Haken ist durch den oberen und unteren, stark ausgeprägten Winkel beim Bogen der stärkste Haken dafür hat er aber die kleinste Öffnung und ist aus diesem Grund eher für Streamer und auch Maifliegen geeignet. Maifliegen mit einem Extended-Body bekommen durch diese Art von Bogen eine schöne Krümmung nach oben.

Benthial Gewässerboden
Betäuben deadens

Lt. Tierschutzgesetz $4 und §12 der Tierschutz- Schlachtverordnung, TierSchlV muß ein Tier durch Blutentzug getötet werden. Dies darf aber nicht ohne eine vorhergehende Betäubung geschehen.

Die Betäubung der Fische geschieht durch einen oder mehrere(n) kräftige(n) Schlag/Schlägen mit einem entsprechenden Gegenstand auf den Kopf oberhalb der Augen. Bei richtiger Anwendung bleibt bei der Überprüfung des Augendrehreflexes (s. Augendrehreflex) das Auge starr. Ist dies nicht der Fall, so ist der Schlag zu wiederholen. Der Kopfschlag darf nur bei anschließendem Entbluten eingesetzt werden!

Der Fisch ist in der Regel nur betäubt und nicht wie oft (aus Angeberei, "da wo ich hin schlage . . .") behauptet wird, tod und wenn er so in den Eimer kommt droht ihm ein jämmerlicher Tod durch ersticken! Übrigens leidet bei so einem Verhalten auch die Fischqualität erheblich darunter.

Ausnahmen sind:

  • Plattfische: Sie werden ohne Betäubung durch einen schnellen Schnitt, der die Kehle und die Wirbelsäule durchtrennt getötet.
  • Aale: Auch sie werden ohne Betäubung durch einen, die Wirbelsäule durchtrennenden Stich dicht hinter dem Kopf und sofortiges Ausnehmen (einschl. Herz) getötet.
Biber Beaver
Biberfelle für gedubbte Trockenfliegen und Nymphenkörper
Bindeseide Thread
3/0 für Streamer, 6/0 Allround, 8/0 Superfein für kleine Fliegen ab Hakengröße 14 und kleiner, Kevlar: fester Faden zum binden von Rehhaarfliegen.

s.a. Materialkunde: Bindefäden, Garne und Drähte

Bindestock Kleiner "Schraubstock" der zum binden von Fliegen verwendet wird. Der Haken wird wie in einem Schraubstock zwischen zwei Backen eingeklemmt.

Biots verhornte Fibern an den schmalen Seiten von Schwungfedern. Sie werden vorwiegend zum Binden von Fühlern, Schwänzchen und Beinchen verwendet.

s.a. Materialkunde: Federn

Bisamratte Musk Rat
Bivisible "Zweifach Sichtbare", sehr fängige Palmerfliege, meist schwarz/weiß, Trockenfliege

Bivisible

Rezeptur und Bindeanleitung

Blank Rutenrohling
Bläßhuhn Coot
Bleidraht wird verwendet um Fliegen zu beschweren. Meist ist er erhältlich in den Stärken fein, mittel, stark.

s.a. Materialkunde: Bindefäden, Garne und Drähte

bloa, blae helles mittleres Grau
Block plane Hobel für den Rutenbauer (Gespliessten-Bauer)
blue dun grau / braun
Bobbin Spulenhalter, diese gibt es in der Regel in zwei Ausführungen:
a) mit Metallröhrchen, die meist billigere Version,
b) mit Keramikröhrchen,

Body Der dicke Teil (Keule) einer Flugschnur
Bodygills dehnungsfähiges Körpermaterial
aus dünnem Schaumgummiblatt und einem Flauschauftrag auf der Aussenseite
Bodythread gekreuselter Nylonfaden
sehr gut zum Hegenenymphen binden. Aus vielen Einzelfäden. Zieht sich unter Zug zusammen.
Bogenwurf Beim Ablegen der Flugschnur wird stromauf ein Schnurbogen gelegt. (s.a. Würfe)

Brachsenregion Leitfisch: Brachse
sandig, schlammiger Grund, über 20 Grad im Sommer,
üppige Vegetation,
Egel, Schnecken, Asseln
Brackwasserregion Salz- Süßwassermischung
Erhebliche Temparaturunterschiede zwischen Sommer und Winter.
Laugenblume,
Rote Zuckmückenlarve, Schlammröhrenwürmer, Krabben, Garnelen, Wattwürmer.
Bucktail Schwanz des Weisswedelhirsches, Haarfliege

Wird überwiegend für Hechtstreamer verwendet.

Buhne Im Fluß eingebauter Steindamm
Bunny Eine der erprobtesten und erfolgreichsten Hechtfliegen.

Bunny

Rezeptur und Bindeanleitung

Butt Ende beim Vorfach oder bei der Rute das Unter- oder Handteil

C

Caddis amerikanisch: erwachsene Köcherfliege (s. Sedge)

Köcherfliege (Sedge, Caddis)

Rezeptur und Bindeanleitung

Cahill Dan Fliegenbinder aus Port Jerwvis, New York. Seine bekannteste Fliege: Light Cahill
Calw Tail Schwanz vom Kalb
Für Schwänze und Flügel von Trockenfliegen. Nicht die krausen Haare am Schwanzende verwenden!

Capercaillie Auerhuhn
Cape Nackenfedern, Skalp, Neck, Balg

Federn des Hahnes oder der Henne aus der Nackenpartie (Manchmal auch Neck genannt). Meist etwas kürzer als bei Federn aus dem Rücken (Sattel, bzw. Saddle).

Casting

Wettkampfdisziplinen

Herren: Disziplin 1 Fliege Ziel
Disziplin 2 Fliege Weit Einhand
Disziplin 3 Gewicht Präzision
Disziplin 4 Gewicht Ziel
Disziplin 5 Gewicht Weit Einhand
Disziplin 6 Fliege Weit Zweihand
Disziplin 7 Gewicht Weit Zweihand
Disziplin 8 Multi Ziel
Disziplin 9 Multi Weit Zweihand
Damen: Disziplin 1 Fliege Ziel
Disziplin 2 Fliege Weit Einhand
Disziplin 3 Gewicht Präzision
Disziplin 4 Gewicht Ziel
Disziplin 5 Gewicht Weit Einhand
Disziplin 8 Multi Ziel
Disziplin 9 Multi Weit Zweihand
Jungen: Disziplin 1 Fliege Ziel
Disziplin 2 Fliege Weit Einhand
Disziplin 3 Gewicht Präzision
Disziplin 4 Gewicht Ziel
Disziplin 5 Gewicht Weit Einhand
Mädchen: Disziplin 1 Fliege Ziel
Disziplin 2 Fliege Weit Einhand
Disziplin 3 Gewicht Präzision
Disziplin 4 Gewicht Ziel
Disziplin 5 Gewicht Weit Einhand

Quelle: ICSF (Internationale Castingsport Föderation)

Castingsportregeln Castingsport.de
catch & release
fangen und freilassen

Mittlerweilen leider sehr umstrittenes Thema das die Anglerschaft in drei "Lager" teilt:
Den reinen Releaser der alles zurücksetzt, den Fischer der alle Fische mitnimmt welche maßig sind und den selektiven Fischer der von Fall zu Fall entscheidet.

s.a. Sachbericht: Fangen und zurücksetzen

CDC Cul de Canard ("Entenhintern"), Entenbürzelfedern

Vom französischen ins Deutsche übersetzt bedeutet CDC (Cul de Canard) soviel wie "Entenhintern". Genau genommen ist es der weiche Flaum der ringförmig um die Bürzeldrüse bei der Ente angeordnet ist. Mit dem Fett der Entenbürzeldrüse imprägnieren sich die Enten ihr Gefieder.

CDC-Fliegen sind meist sehr einfach zu binden und auch am Wasser einfach zu handhaben. Sie haben hervorragende Schwimmeigenschaften und sind mit wenigen Leerwürfen wieder trocken. CDC-Fliegen nicht einfetten!

s.a. Charles Bickel, Maximilien Joset, Louis Veya

Charles Bickel
Schweizer Fliegenbinder
Zusammen mit Maximilien Joset und Louis Veya gilt Charles Bickel zu einer Fliegenfischer- und Fliegenbinde-Gruppe aus dem Schweizer Jura welche die ersten CDC-Fliegen gebunden hatten (um 1920) "Mouches de Vallorbe"
Cheeks Wangenfedern
Chenille franz.: Raupe (ein mit, in der Regel, Polyesterfasern versponnener Faden)

Im französischen bedeutet Chenille - Raupe und bei näherer Betrachtung hat dieser Faden auch Ähnlichkeit damit. Er besteht aus einem Faden in den kurze Kunstfäden eingesponnen sind welche gleichmäßig zur Seite wegstehen. Man bekommt es in allen denkbaren Farben und Stärken.

Eine berühmte, mit Chenille gebundene Fliege ist die Montana.

Clinchknoten
Clinch- oder Klammerknoten

Einer der einfachsten Fischerknoten. Er wird immer dann verwendet wenn es darum geht einen Kunstköder, Fliege, Wirbel oder Blei mit Ör an die Schnur zu binden.

Clinchknoten

coating
Das Äussere einer Flugschnur, die Ummantelung. Sie bestimmt die Schnurdichte und damit die Schwimm-, Sinkfähigkeit der Flugschnur.

Eine Fliegenschnur hat immer einen Mantel (coating) und eine Seele (core).

Der Mantel (coating) besteht in der Regel aus Kunststoff (PVC) in dem kleine Lufteinschlüsse (bei Schwimmschnur) oder Metallpartikel (bei Sinkschnüren) eingeschlossen sind. Die Dicke und die Art der Metallpartikel entscheiden über die Sinkgeschwindigkeit.

Cock Hahn
Cone Heads Spitz zulaufende Bleibeschwerungen für Köpfe aus Messing, Blei, Tungsten und auch Plastik.

core Kern oder "die Seele" einer Flugschnur.

Die Seele (core) ist in der Regel ein Dacron-Geflecht (ähnlich einer geflochtenen Schnur) oder manchmal (bei preiswerteren Schnüren oder Transparenten Schnüren) monofil. Eine Monofile Seele hat einige Nachteile. Sie kringelt leichter und ist sehr starr (wiederspenstig). Im Gegensatz hat eine geflochtene Seele eine höhere Tragkraft und ist wesentlich elastischer.

Crest Schopffeder des Goldfasans
Crow Krähe
Crystal Hair, Flashabou gekräuseltes , flaches, glänzend, gltzerndes Nylonhaar
Culm Bambusstange (Rohling von Gespliessten)
Cutter Mark Kennzeichnung des Bambusfällers, (Einritzung) am Bambus
Czech Nymphing
Von tschechischen Fliegenfischern in den 80-er Jahren entwickelte Art des Fliegenfischens, speziell mit schweren Nymphen. Mit oft etwas längeren Ruten als beim "normalen" Fliegenfischen wird die Nymphe stromauf gelegt. Die Rutenspitze folgt der Nymphe flußabwärts, dabei ist lediglich das Vorfach im Wasser. Die Flugschnur befindet sich in der Regel ausserhalb des Wassers. Gefischt wird unter der Rutenspitze. Interessant finde ich diese Art zu fischen besonders bei starken Strömungen wo das menden der Schnur kaum noch möglich ist.

D

Daddy Long Leg Schnaken-Imitation

Rezeptur und Bindeanleitung

Dapping
Eine, hauptsächlich in Irland angewendete Methode des Fliegenfischens vom Boot aus. Die Fliege wird mit dem Wind ausgebracht. Es wird mit sehr langen Ruten (bis 4 m) gefischt Als Schnur wird eine sehr leichte und kurze Schwimmschnur (ca. 10 m) verwendet die vom Wind hinausgetragen wird. Die Fliege wird durch heben und senken der Rute immer wieder auf dem Wasser abgelegt.
Damsel engl.: Kleinlibelle
Daumenhaltung
Immer wenn es darum geht mit schweren Ruten, schweren Streamern evtl. noch mit Stahlvorfach und/oder gegen den Wind zu werfen, ist die Daumenhaltung angesagt. Sie bringt wesentlich mehr Druck auf die Rute als die Zeigefingerhaltung. Auch Kinder greifen aus diesem Grund lieber mit dem Daumen und bevorzugen auch den englischen oder amerikanischen Wurfstiel.

Daunen, Dunen, Flaum
Daunen haben weiche Strahlen und sitzen zwischen den Schwungfedern oder umhüllen den Körper eines Jungvogels welcher noch keine Schwungfedern hat. Sie sind die feine "Unterwolle bzw. Unterkleid" deren Äste nicht, wie bei den Schwungfedern, miteinender verhakt sind. Sie besitzen nur einen schlaffen oder gar keinen Kiel wodurch sie leicht und sehr flauschig sind. In erster Linie dienen sie der Wärmedämmung und sind somit die wichtigste Isolierschicht, sowohl bei den Alt- wie auch bei den Jungvögeln. Diese Leichtigkeit und Elastizität macht sich natürlich der Fliegenbinder auch wieder zu Nutzen. Ähnlich wie Maraboufedern pulsieren Daunenfedern im Wasser äußerst verführerisch. Also ruhig auch mal Daunen-Federn verwenden!
Dead Drift Natürliche Abdrift der Fliege in der Strömung.
Deckfedern
Deckfedern haben mehrere Aufgaben. So bewirkt das dachziegelartige System übereinander liegender Deckfedern dass alle Lücken zwischen den Schwungfedern geschlossen sind. Desweiteren schützen diese Federn die darunter liegenden Schwungfedern und Dunen vor Kälte und Nässe. Sie geben auch dem Vogel sein eigenes aerodynamisches Profil. Deckfedern verhaken sich meist nicht wie das bei den Schwung- und Steuerfedern der Fall ist. Sie sind kleiner und auch weicher und bestehen meist nur noch aus einem schwachen Kiel und dem Flaum. Aber auch das sind für den Fliegenbinder brauchbare Eigenschaften. Viele Trockenfliegen werden gerade aus diesen, oft sehr schön gezeichneten Deckfedern, gebunden wie z.B. die Mrs. Simson aus den Deckfedern des Fasans.

Deer Hirsch
delta wing geteilte Flachflügel
Denier, DEN, den Alte Maßeinheit für Fadenstärken

Gemessen, besser gesagt gewogen, werden 9.000 m des Fadens und das Gewicht in Gramm ergibt die Denierzahl. Beispiel: bei einem Faden der Stärke 70 Denier oder auch 70 DEN bedeutet dies dass 9.000 m dieses Fadens 70 Gramm wiegen. Je stärker der Faden desto höher die DEN-Zahl.

Die neuere Bezeichnungen für Denier ist dTex. Bei dieser Bezeichnung werden 10.000 m zu Grunde gelegt (s.a. unter dTex).

s.a. Materialkunde: Bindefäden

Diaphragms Scheidewände an der Innenseite des Knotens eines Bambus

Bevor aus dem Bambus eine Gespliesste wird müssen diese Scheidewände ("Septa") entfernt werden.

Diamantfasan Lady Amherst Pheasant
Dohle Jackdaw
down wing flacher Flügel
Dragon engl.: Großlibelle
dreggen furchen, Fliege zieht Furchen auf der Wasseroberfläche.
Dry Fly, dryfly s. Trockenfliege
DT DT Double Taper, beidseitig verjüngte Flugschnur

DT

Ihr Vorteil liegt nicht wie oft beschrieben in der Wendbarkeit (damit verlagere ich nur das Problem einer verbrauchten Schnur nach hinten) sondern in der ruhigeren und geradlinigeren Schnurführung und dem weicherem Aufsetzen beim Ablegen der Schnur.

dTex DTEX oder dtex

neu Maßeinheit bei Bindefäden (Fadenstärke). Beispiel: ein Bindefaden der Stärke 80 dTex bedeutet dass 10.000 m dieses Fadens 80 Gramm wiegen. Dies Angaben finden sich oft auf der Fadenspule.

dubbing
Tätigkeit, bei welcher ein Faden mit (Dubbing-)Wachs bestrichen wird an den dann Flusen aus Tierhaar oder auch synthetischem Haar (Dubbing) angeheftet werden.

Dubbing Fellflusen, synthetisches oder natürliches Tierhaar. (s.a. dubbing)

Tipp: vermischen von verschiedenen Farben, oder Materialien ergibt interessante Effekte. Vermischen in einem Glas Wasser, sieben und auf Küchenkrepp trocknen!

Dubbing Brushes schon fertige Dubbingstränge (Fäden mit angeklebten Fell- oder Synthetikflusen)
Dubbing-Nadel

Ein äußerst einfaches aber vielseitiges Werkzeug. Mit ihr wird das Dubbingmaterial aus der Verpackung gezupft - das Dubbing aufgelockert - Hechelfibern ausgerichtet - Lack aufgetragen - verklebte Hakenöhre durchgestossen - Flügelsegmente geteilt - und viele andere Tätigkeiten für die ein Finger zu kurz oder zu dick ist.

Dubbing-Wachs Spezielles Wachs mit welchem das Dubbing-Material an den Faden gehaftet wird. Meist in lippenstiftähnlichem Behälter.

Das Wachsen von Bindefäden hat mehrere Vorteile:

  • a) Das Dubbingmaterial haftet besser am Faden,
  • b) der Faden wird vor schneller Verrottung geschützt,
  • c) man benötigt weniger Fadenwindungen,
  • d) erhöht die Schwimmfähigkeit der Fliege.
Duck Hausente
dun engl.: blaß, verblichen, grau
Dun
lat. Subimago
noch nicht fortpflanzungsfähige, frisch geschlüpfte Fliege. Erstes Schlupfstadium bei Eintagsfliegen.
Die Dun ist noch nicht geschlechtsreif und muß sich erst noch einmal häuten um das Endstadium zu erreichen. Dies geschieht innerhalb weniger Tage. Nach der Häutung ist das Insekt voll entwickelt sowie paarungs- und geschlechtsreif.
Reihenfolge: Dun - Spinner - Spent

E

Eintagsfliege

Insektengruppe: Ephemeroptera
Gattungen: Baetis - lutheri
Baetis - penthaphlebodes
Baetis - alpinus
Baetis - scambus
Baetis - vernus

Lebenszyklus: Nymphe - Dun - Spinner - Spent:

Die Larve (Nymphe) der Eintagsfliege lebt 1-2 Jahre im Wasser.

Um sich in das Stadium eines Fluginsektes zu verwandeln läßt sie sich in der Regel an die Wasseroberfläche treiben (Emerger) um aus der Nymphenhaut zu schlüpfen.
Frisch geschlüpft trocknet die Eintagsfliege (Dun) ihre Flügel und läßt sich dabei ganz kurz auf dem Wasser treiben. Die Dun ist noch nicht geschlechtsreif und muß sich erst noch einmal häuten um das Endstadium zu erreichen. Dies geschieht innerhalb eines oder weniger Tage.

Nach der Häutung ist das Insekt voll entwickelt sowie paarungs- und geschlechtsreif. Ihr Gesamtaussehen ist jetzt feiner, die Flügel sind durchsichtig klar und die Körperfarbe in der Regel dunkler. Die Eintagsfliegen (Spinner) beginnen sich nun in der Luft und unmittelbarer Nähe zum Gewässer zu paaren.

Das Weibchen legt ihre Eier ab. Dafür tupft sie mit ihrem Hinterlaib aufs Wasser und streift das Eierpäckchen ab. Die Eier sinken auf den Grund und bleiben dort 1 - 2 Jahre. Nach der Eiablage stirbt das Weibchen und fällt mit ausgebreiteten Flügeln aufs Wasser (Spent).

Eine neue Eintagsfliegen-Generation steht wieder am Anfang.

s.a. Metamorphose

einstrippen Schnur einholen
Elk Elch, Wapidi

Die lange Mähne des Elchs verwende ich gerne für die langen Schwänzchen der Maifliege. Sie geben den Maifliegenimitaten nicht nur ein realistisches Aussehen sondern stabilisieren sie auch durch die Steifheit der Haare im unteren Drittel. An den Spitzen sind sie sehr weich was wiederum bei Streamerschwingen ein großer Vorteil ist. Auch bei Fühlern und Beinchen geben sie diesen ein zartes Spiel im Wasser. Das Fell des Elchs wird hauptsächlich für seine gleichnamige Fliege verwendet, der Elchhaarcaddis, einer sehr fängigen Köcherfliegenimitation.

Emerger Auskriecher, schlüpfende Subimago

Ein, aus der Nymphenhaut schlüpfendes Fluginsekt. Genau genommen das Stadium an dem ein schlüpfendes Insekt auf der Wasseroberfläche liegt und die Hülle unter der Wasseroberfläche.

Enamel Äußerste Schicht des Bambus
Entomologie Insektenkunde
entschuppen Welche Fische müssen entschuppt werden (Fische mit großen Schuppen):
  • Weißfische
  • Hecht
  • Barsch
  • Renke
  • Äsche

Nicht entschuppt werden müssen:

  • Waller (hat keine Schuppen)
  • Aal
  • Schleie
  • Forelle
  • Saibling

Entschuppen geht am besten bevor der Fisch ausgenommen wird!

Beim Entschuppen wird der Fisch flach auf den Tisch gelegt, am Kopf fest gehalten und der Entschupper oder der Messerrücken vom Schwanz in Richtung Kopf geführt.

Achtung: die Schuppen fliegen gerne durch die ganze Küche! Um dies zu vermeiden kann man den Fisch in einer Wanne mit Wasser oder im Spülbecken unter Wasser schuppen. Auch unter einem Handtuch geht es.

Extended Body über den Hakenbogen hinaus verlängerter Körper (Maifliege oder Daddy-long-leg . . )

Maifliege 01 (Spent) Maifliege 02 Daddy-long-leg

Eye Ör

F

Farbauslöschung Selektive Farbauslöschung ( Farbfilterungsgesetz )

In zunehmender Wassertiefe verschwinden bestimmte Farben bzw. werden ausgelöscht:

Rot nach ca. 5 Metern
Orange nach ca. 15 Metern
Gelb nach ca. 30 Metern
Grün nach ca. 40 Metern
Blau nach ca. 50 Metern
Schwarz nach ca. 70 Metern

Die Werte beziehen sich auf klares, sichtiges Wasser bei schönem Wetter. Bei bedecktem Himmel, Regen und/oder trübem Wasser beschleunigt sich dieser Prozess und so können die Farben bereits schon nach 5 Metern verschwinden.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Farben bleiben fluoriszierende Farben entsprechend länger sichtbar.

Farbbezeichnungen

Farben beim Fliegenbinden:

Farbe Beschreibung
amber bernsteinfarben
badger grau (dachsfarben)
blue dun helles graublau
canary bunt (Kanarienvogel)
chartreuse helles, fluoreszierendes grün
cinnamon braun (zimtfarben)
cream dunkles weiß
dun grau (light=hell, dark=dunkel)
furnace flammig (meist brauntöne mit dunklen Flammen)
ginger ingwerfarben (helles braun)
grizzly schwarz gebändert, schwarze Querstreifen
highlander helles moosähnliches grün
hot leuchtend (orange, rot . . .)
kingfisher blau (königsblau)
magenta pink (leicht ins rote gehend)
natural naturfarben (braun, oliv . . .)
navy dunkles blau
purple lila
rusty rotbraun
salmon lachsfarben
shrimp helles, mattes orange
silver doctor helles blau
tan leicht gebräunt
Feather Federn

Federn

s.a. Materialkunde: Federn

Ferrule Hülsen von Bambusruten (Gespliessten), weibliche Hülse: innen, männliche Hülse: aussen
Fighting Butt Fighting Butt
Fine wire dünner Hakenschenkel
Fittchew Iltis
Flaming Bevor Bambus für eine Gespliesste verarbeitet wird, wird es im offenen Feuer gehärtet bis er die gewünschte Farbe hat
flat eye gerades Ör

s.a. Materialkunde: Haken

Flats Große Untiefen im Meer in der Nähe der Küste.
Flechtvorfächer Braided tapered Leaders
Flex seal Klarlack, bleibt auch nach dem Aushärten flexibel.
Fliege-Weit Weitwurfdisziplin beim Casting:
Rute: Einhand-Fliegenrute, Höchstlänge 3,00 m.

Rolle: Beliebig Rolle. Die Rolle muss an der Rute und die Schnur an der Rolle befestigt sein. Die Rolle muss die gesamte Schnur inklusive Vorfach und Nachschnur fassen.

Schnur: Beliebige Flugschnüre jedoch zugelassen von der ICSF. Schnüre mit Metalleinlage oder metallähnlichen Einlagen sind nicht zugelassen.
(VII; IX 2g).

Vorfach: Mindestlänge 1,80 m, max. Länge 3,00 m (IX 2b)

Fliege: wie bei Disziplin 1 Fliege-Ziel

Podest: wie bei Disziplin 1 Fliege-Ziel

Bahnaufbau: Wurfsektor rechtwinklig von der Mitte des Podestrandes gemessen; Bahnbreite bei 50 m Entfernung 25 m.

Würfe: Sollte ein Fliegenwurf bei den Nasswürfen, durch schlechte Verhältnisse des Bodens, des Grases oder des Tuchs hängen bleiben, ist es im Ermessen des internationalen Kampfrichters, den fraglichen Wurf wiederholen zu lassen (IX 1, 2a,c,e,h,i,j,k 3; 4b,c).

Zeit: 6 min. ( IX 3a,c 4d;XIII a, c; XXV c)

Wertung: Der weiteste Wurf für die Einzelwertung, die zwei weitesten Würfe für den Mehrkampf. 1 m = 1 Punkt (XI 3)

Sonstiges: Die Schnur kann während des Werfens des vorherigen Werfers neben der Bahn ausgezogen werden. (IX 1; 2a,d, 3), die Fliege muss außerhalb der Wurfbahnen abgelegt werden. Entsprechend der Wurftechnik bei den Fliege-Weit-Disziplinen muss die Schnur während des Rück- und Vorschwunges in ihrer gesamten Länge in der Luft geführt werden. (IX 1; 2a,d, 3).

Weltrekord Damen Name Land Meter Ort
Fliege-Weit Einhand Julie Chutna Tschechien 57,98 Pretoria 1996
Weltrekord Herren
Fliege-Weit Einhand Jan Luxa Tschechien 71,75 Nove Zamky 2001
Fliege-Weit Zweihand Josef Luxa Tschechien 90,95 Tallinn 2012
Jugend weiblich
Fliege-Weit Einhand Petra Varkockova Tschechien 52,59 Wien 2002
Jugend männlich
Fliege-Weit Einhand Mateusz Targosz Polen 61,56 Malmö 2005

Fliege-Ziel
Zielwurfdiziplin beim Casting:

Rute: Gewöhnliche Einhand-Fliegenrute bis 3,00 m Länge, handelsübliche Beringung oder Führungen.

Rolle: Handelsübliche oder selbstgebaute Fliegenrollen, die den handelsüblichen entsprechen. Die Rolle muss an der Rute und die Schnur an der Rolle befestigt sein.
Die Rolle muss die gesamte Schnur inklusive Vorfach fassen.

Schnur: Von der ICSF zugelassene Fliegenschnüre, mit einer Mindestlänge von 13,5 m in einem Stück. Nachschnur frei. Schnüre mit Metalleinlage oder metallähnlichen Einlagen sind nicht zugelassen. (VII, IX 2f). Die Ergänzung der Flugschnurspitze darf nur durch gleiches Material im gleichen Farbton erfolgen.

Vorfach:

Mindestlänge 1,80 m (IX 2b). Das Vorfach muss aus einem anderen Material als die Fliegeschnur bestehen. Die Spitze des Vorfachs besteht aus einer monofilen Schnur und darf eine Mindestlänge von 30cm nicht unterschreiten und einen maximalen Durchmesser von 0,45 mm nicht übersteigen. Farbe: gut sichtbar z.B. gelb, orange, neongrün o. ä., nicht transparent.

Fliege: Übliche Turnierfliege, Hakengröße Nr.10, ohne Haken.
Durchmesser der Fliege 16 - 20 mm, in den Farben weiß, gelb und rot Die Fliegen dürfen nicht verändert werden. Vor dem Start zeigt der Werfer die Fliege dem Kampfrichter, der entscheidet, ob die Fliege korrekt ist.
Fliegen können bei Abriss unbeschränkt ersetzt werden. (IX 3a).
Fliegen dürfen nicht verändert werden.

Podest: Größe: 1,50 m lang, 1,20 m breit, Höhe: 0,50 m.

Ziel: 5 Schalen, Durchmesser 0,60 m aus Kunststoff oder Metall, Randhöhe 3 cm.

Farbe der Schalen: dunkel – z.B. schwarz, grün, blau oder braun, die mit Wasser gefüllt werden.

Bahnaufbau: Schale Nr. 1 links vom Werfer 8 m vom oberen, vorderen Podestrandes entfernt.
Schale Nr. 5 rechts vom Werfer 13 m vom oberen, vorderen Podestrandes entfernt.
Schalen Nr. 2, 3 und 4 liegen in einer Linie zwischen Schale 1 und 5. Das Podest steht vor der Schale Nr. 3. Die Entfernungen der Scheiben werden von der Mitte des oberen, vorderen Podestrandes aus bis zum Mittelpunkt der Scheibe gemessen. Die Abstände von Schalenmitte zu Schalenmitte betragen 1,80 m.
Vor den Schalen liegt ein Tuch, das mit Nägeln oder Ähnlichem am Boden befestigt ist. Die Maße des Tuchs betragen 9,00 x 1,00 m. Farbe: Blau oder grün, keine hellen Farben.

Trockenwürfe: Am Start steht der Werfer mit der Fliege in der Hand. Die Flugschnur muss auf Rutenlänge eingerollt sein (Vorfach nicht inbegriffen). Die Fliegenschnur darf nicht von der Rolle hängen. Ist die Fliegenschnur nicht auf Rutenlänge eingerollt, wird der Werfer vom Kampfrichter ermahnt, dies zu korrigieren. Nach zweimaliger vergeblicher Aufforderung erfolgt eine Disqualifikation für diese Disziplin.
Es erfolgen die Trockenwürfe, je Schale ein Wurf in der Reihenfolge: Schale 3-1-4-2-5-3-1-4-2-5. Zwischen jedem Wurf muss mindestens ein Leer- oder Luftwurf erfolgen. Die Flugschnur darf bei den Trockenwürfen nur während der Wurfbewegung verlängert oder verkürzt werden. Falsche Verlängerung oder Verkürzung zählt für den nächsten Wurf und der nächste Wurf wird mit 0 Punkten bewertet. Berührt die Fliege bei den Luftwürfen das Tuch vor den Schalen oder das Wasser in den Schalen, wird dies jeweils mit 0 Punkten bewertet.

Nasswürfe: Nach Beendigung der Trockenwürfe zieht der Werfer die Schnur ohne Luftwürfe auf die Höhe der ersten Schale zurück, dann erfolgen die Nasswürfe in zwei Durchgängen je Schale ein Wurf, in der Reihenfolge 1-2-3-4-5-1-2-3-4-5.
Während des Durchganges darf kein Leer- oder Luftwurf erfolgen. Die Schnur darf zum Verkürzen nur zwischen den Schalen 5 und 1 zurückgezogen werden.

Würfe: Sollte ein Fliegenwurf bei den Nasswürfen, durch schlechte Verhältnisse des Bodens, des Grases oder des Tuchs hängen bleiben, ist es im Ermessen des internationalen Kampfrichters, den fraglichen Wurf wiederholen zu lassen (IX 1, 2a,c,e,h,i,j,k 3; 4b,c).

Zeit: 5 Minuten 30 Sekunden (IX 3a,c, 4d; XIII a, c; XXV c)

Wertung: Ein Treffer 5 Punkte, Höchstpunktzahl 100 (IX 4; XI 1).
Der Innenrand einer Schale gilt als ein Treffer.

Sonstiges: Der Werfer muss bei den Trocken- und Nasswürfen mit mindestens einem Fuß am vorderen Podestrand stehen. (IX 2i,j).

fliegenfischen engl.: flyfishing, ital.: mosca presando
Fliegenfischmontage Komplette Fliegenfischmontage:


einfach aufs Bild klicken

Fliegenwahl
helles Wasser dunkle Fliege
dunkles Wasser helle Fliege
schnelles Wasser buschige Fliegen
langsames Wasser feine Fliegen
klares Wasser naturfarbene Fliegen (braun, oliv ...), kleine Hecheln
trübes Wasser grelle, knallige Farben, große Hecheln
tiefes Wasser große Fliegen
seichtes Wasser kleine Fliegen

Vor der Fliegenwahl steht aber immer die eigene Beobachtung! s.a. Die Fliege

Fließgewässer engl.: Flowaters
Floss engl.: für Florettseide
feine nebeneinanderliegende Fäden aus Seide (kunst oder echt)

Stark glänzende Seide (Flockseide) welche überwiegend für Körper angewendet wird.

Kunstseide: Floss meist billiger und robuster.

Floss aus Acetatseide: Ist in Aceton löslich. Nach dem Anbinden mit Aceton behandelt kann die Form verändert werden. Der Körper wird dann glatt und transparent.

Flosse, Flossen Fin, Fins
floating schwimmend
Fluffy Lead Bleidraht im Wollkleid
Flugschnur Flightstring
Flugschnur - Profil DT (doppelt verjüngt) = beidseitig verjüngte Flugschnur

WF (Keulenschnur) = Spitze 60 bis ca. 100 cm, dann folgen 3 - 10 m langsam verdickt und danach zur Basis hin ca. 17 m verjüngt. In Ausnahmefällen auch 10-20m Keulen.

ST (Schusskopf) = ca. 9 - 15 m erschwerte Schnur ähnlich der Keulenschnur jedoch mit noch stärkerer Keule und noch dünnerer Nachschnur (Runingline)

Fluorcarbon Unsichtbare Schnur

+ geringe Sichtbarkeit, 1,40 Lichtbrechung
+ höheres spezifisches Gewicht daher etwas schnelleres absinken
+ abriebfester als Nylon
+ keine Wasseraufnahme, höhere Knotenfestigkeit
+ Sicherung mit Sekundenkleber möglich (bei Nylon nicht!)
+ unempfindlich gegen UV-Strahlen

Quelle: Fliegenfischer 142/2001

Fly Head Cement Fliegenlack auf Wasserbasis
setzt weniger schädliche Dämpfe am Bindetisch frei. Umweltschonend!
Flyrod Fliegenrute
Foam Schaumstoff (Polycelon-Matte) oder auch Moosgummi
foot ft, 1 ft = 30,5 cm
Forellenregion Leitfisch: Forelle

steiniger Grund, Temparatur unter 10 Grad,
Brunnkresse, Quellmoos,
Stein-, Eintags-, Köcherfliegen, Bachflohkrebse

Forellenstreamer
Forellen sind Raubfische. Folgedessen wird von Fliegenbindern auch versucht Futterfischchen nachzubilden welche zwar keine Fliegen sind aber im weitesten Sinne unter den Begriff Fliegen fallen.

Rezeptur und Bindeanleitung

forged geschmiedet
Fox Fuchs
Fratnik CDC-Fliege

Rezeptur und Bindeanleitung

bedeutendste CDC-Fliege, nicht fetten, nur Leerwürfe zum trocknen! Überwiegend im Sommer. Eine meiner Lieblingsfliegen!

s. a. Marjan Fratnik

Front Taper Die Spitze einer Flugschnur (je nach Art 1 - 8 m)
Marjan Fratnik Slowenischer Fliegenbinder
Berühmt: Fratnik, F-Fly oder FFF (s. oben)
Full flex durchgehende parabolische Aktion

Full Wells Griff unterstützt die Daumenhaltung. Mit einigen Ausnahmen meist ab der Schnurklasse #7.

Fur Rohpelz
Fuß 1 fuß = 30,48 cm

G

Gamsfell

Das Gamshaar ist im Vergleich zum Rehhaar länger und ähnelt in seiner Struktur dem Rentier. Verarbeitet wird es genauso. Mit Gamshaar lassen sich auch fast alle Rehhaarsedges binden. Da sich Gamshaar im Wasser noch enger zusammenschließt und verdichtet als Rehhaar, bekommen die Caddis ein noch realistischeres Aussehen. Gamshaar läßt sich aber auch gut (gerade wegen ihrer Länge) zu Hechtstreamer verarbeiten. Auch für Koppenimitationen ist es hervorragend geeignet.

Gape Hakenöffnung

Gebetsroither Hans Geboren am: 03. Februar 1903 als sechstes Kind einer Gmundner Schuhmacherfamilie,
Gestorben am: 13. Dezember 1986 im Alter von 83 Jahren.

Begründer des gleichnamigen oder "österreichischen" Wurfstils. Er unterscheidet sich zu den anderen Wurfstilen (s.a. Wurfstile) vor allem durch:

- das Werfen aus der Schulter heraus und nicht aus dem Handgelenk,
- das Ziehen der Schnur "unten durch und oben drüber"
- Zeigefingerhaltung

Gespliesste Rute Splitcane, Fliegenrute aus Bambus

Rute aus der Länge nach gespleissten und wieder verklebten Tonkin- (Bambus-)rohren.

gerades Ör ring eye

Wird in der Regel für Streamerhaken verwendet. Warum gerade bei Streamerhaken ein gerades Ör verwendet wird kann ich nicht sagen. Ich denke mal dass es damit zusammenhängt dass bei Streamern oft sehr voluminöse Materialien wie Rehhaar, Bucktail usw. verwendet werden und/oder eine bessere Führung schwerer Fliegen ermöglicht wird aber sicher bin ich mir dabei nicht.

Gewässergüte
I

unbelastet bis gering belastet
Strudelwürmer, Steinfliege, Lidmücke

I-II gering belastet
Eintagsfliegen, Hakenkäfer
II mäßig belastet
Bachflohkrebs, Mützenschnecke
II-III kritisch belastet
Wasserassel
III stark verschmutzt
Wasserasseln, Egel
III-IV sehr stark verschmutzt
rote Zuckmückenlarve, Schlammröhrenwürmer
IV übermäßig verschmutzt
Bakterien, Geißeltierchen, Wimpertierchen
Gills Kiemen
ginger ingwerfarbig
Goat Ziege
golden Pheasant Goldfasan
Goose Gans
Grain Maßeinheit für AFTMA-Klassen, 1 Grain = 0,065 Gramm
Grannen
Grannen sind die langen Haare im oberen Teil des Felles welche je nach Härte und Jahreszeit (Winter/Sommer) für Flügel (Rehhaarsedge oder -caddis), Schwänzchen, Körper aber auch in einer speziellen Technik um den Haken gewickelt werden (Mäuse, Muddler oder irresistible Fliegen).
Grayfox Graufuchs
Green Highlander

Eine der bekanntesten Lachsfliegen der Welt
1880 von Mr. Grant gebunden

Tipp: klasse Fliege auch zum Zanderfischen!

Rezeptur:

- schwarzer Bindefaden 3/0
- ovales Silbertinsel
- gelbes Floss
- Fibern des Goldfasanschopfes
- Krickenten oder Brautentenfedern
- schwarze Straußenfiber
- grüne Seehundwolle
- Hecheln Green Highlander
- gelbe Hechelfibern als Beinchen
- Goldfasan-Tippetfedern
- gelbe und grüne Schwanenfeder
- grau gesprenkelte Truthahnfeder
- schwarz-/weiß gebänderte Krickentenfeder
- bronze Mallardfeder

Grils einjähriger Lachs
Grinnerknoten Grinner- oder Uniknoten

Ein äußerst einfacher und vielseitiger Knoten mit sehr hoher Tragkraft.

Grinnerknoten

grizzly schwarz-weiß gebändert
Grouse Moorhuhn
Guinea fowl Perlhuhn
Gumpe / Kolke
Kesselartige Mulden oder Becken am Grund von Bächen und Flüßen. Meist hinter Felsen, Wehren, steilen Ufern oder Aussenkurven. Diese tiefen Stellen sind beim Fliegenfischen immer für Überaschungen gut.

H

Haaraufstoßer Hairstacker
Die Haare werden erst von Flusen gesäubert und dann mit der Spitze nach unten in den Haaraufstoßer gefüllt. Durch leichtes Aufstoßen auf einem glatten Untergrund werden die Haare alle auf eine Ebene gebracht. Das Kupferröhrchen wird mit den Haaren seitlich wieder herausgenommen und das Haarbüschel kann bündig entnommen werden.

Hackle Hechel: Federn vom Nacken (Balg, Skalp, Neck, Cape), Rücken (Sattel, Saddle) oder Po (Schlappen) des Hahns bzw. der Henne.

Hahnenhechel sind steifer und bleiben länger trocken als Hennenhechel und werden deshalb hauptsächlich für Trockenfliegen verwendet.

Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen sind Hennenhechel weicher und saugen sich auch schnell mit Wasser voll womit ihre Bestimmung schon vorprogrammiert ist. Sie werden vorwiegend für Nymphen und Nassfliegen eingesetzt.

Hahnenbalg Hals-, Nackenfedern des Hahns zum binden von Hecheln für Trockenfliegen.

Halfhitch Zwischenknoten / Sicherungsknoten beim Fliegenbinden

Halfhitch von Hand:

Halfhitch mit Tool:

Dieser Knoten ist nur als Sicherungsknoten gedacht! Für den Abschluss wird der Whipfinish verwendet. (s. unter Whipfinish)

Half Hitch Tool Gerät zum schnellen Binden von einfachen Bindeknoten (Half hitch). Geht aber meist nach ein bisschen Übung mit der Hand schneller.
Hare Hase
Haul Zugunterstützung der Schnurhand um die Schnur zu beschleunigen.
Heavyweight dicker Hakenschenkel
Heat Treating Das Erhitzen von Bambus zum trocknen und härten in speziellem Ofen
Hechelklemme zum Festhalten von Hechelfedern und anderen Bindematerialien.

Hechelklemmen sind kleine praktische, pinzettenartige Klemmen zum Greifen von Hechelfedern oder anderen feinen Materialien. Die Klemmbacken sind häufig mit Silikon überzogen.

Hechelprüfer Hilft bei der Zuordnung der Hecheln zum Haken.

Hechelschoner Schützt die Hecheln beim Abschlussknoten dass sie nicht mit eingebunden werden.

Hen Henne
Hennenbalg
Im Gegensatz zum Hahnenbalg sind die Federn der Henne sehr weich und flaumbehaftet. Das bedeutet dass sie mehr Wasser aufnehmen und dadurch schneller sinken.
Hering kleiner blanker Haken
Heron Fischreiher
Heuschreck Heuschreckimitation

Heuschreck

Rezeptur und Bindeanleitung

Hexe Äschenfliege:
- rotes Schwänzchen (Wollfaden)
- Pfaugras
- Hahnenhechel (grizzly)
siehe auch Red Tag (bei ihr wird eine braune Hechel verwendet) und Zulu (schwarze Hechel).
Hirsch Deer

Die Struktur des Hirschfelles ist gröber als beim Rehhaar und auch etwas steifer. Aber dieser Umstand ist wieder ideal für flachliegende, nach hinten gebundene Flügel, Schwänzchen oder auch Haarschwingen bei größeren Streamern. Auch Hirschhaar wird in vielen Natur- und leuchtenden Farben angeboten.

honey honigfarbig
Hooks Haken:

Schonhaken (im linken Bild oben)

Widerhaken sind in heutiger Zeit mit verfeinerten Angeltechniken, und hochsensiblen Ruten völlig überflüßig.

Trockenfliegenhaken (Dry Fly)

Leichte Haken aus dünnem Stahl.

Nassfliegenhaken (Wet Fly)

Starkdrahtige Haken damit sie schneller absinken.

Nymphenhaken

Auch hier ist ein schnelles absinken erwünscht und somit starkdrahtige Haken.

Streamerhaken

Für Forellen- und Hechtstreamer.

Verhältnis Haken zum Vorfach:

Hakengröße Vorfachspitze
18 - 20 0,10 - 0,12
14 - 16 0,12 - 0,16
10 - 12 0,14 - 0,18
6 - 8 0,16 - 0,22
1 - 4 0,22 - 0,30
1/0 - 5/0 0,30 - 0,50

I

Ice-Dubbing
Ein äußerst vielseitig und universell einsetzbares Syntheticmaterial. Angeboten wird es sowohl in grellen, glitzernden Farben als auch in dezenten Naturfarben. Ice-Dubbing läßt sich direkt an den Faden andubben aber genauso mit einer Schlaufe verarbeiten. Man kann es auch sehr schön mit anderem Dubbing (natur oder synthetisch) mischen und erhält dadurch eine riesen Palette an zusätzlichen Farben und Effekten. Ein schönes Material welches dem Fliegenbinder einen großen Gestaltungsspielraum verschafft.
Ichthyologie Wissenschaft der Fische.
Imago fortpflanzungsfähige Fliege
zweites Schlupfstadium bei Eintagsfliegen --> Spinner
inch Zoll, 1 zoll = 2,54 cm
Innards Innereien
Insektengruppen
Eintagsfliege
(Ephemeroptera)
Köcherfliege
(Trichoptera)
Steinfliege
(Plecoptera)
Eintagsfliege (Flügelstellung nach oben gerichtet) Köcherfliege (Flügelstellung wie ein Dach über dem Körper) Steinfliege (Flügelstellung flach über dem Körper)
Eintagsfliege (Flügelstellung nach oben gerichtet) Eintagsfliege (Flügelstellung nach oben gerichtet) Eintagsfliege (Flügelstellung nach oben gerichtet)
intermediate Flugschnur oder Vorfach liegt sehr tief im oder unter dem Oberflächenfilm des Wassers.
iron blue dun eisenblaue Eintagsfliegen
Islandschaf Icelandsheep

Die feinen, langen und besonders weichen Haare des Islandschafs geben Hechtstreamern ein ganz besonderes Volumen und Spiel im Wasser. Die oft knallige Färbung des Islandschaffelles verleiht den damit gebundenen Fliegen fast schon einen fluorioszierende Ausstrahlung. Auf Hecht oder auch auf Salmoniden bei kleinen Forellenstreamern in sehr trüben Gewässern, wirken diese Farben, wenn dann noch ein/zwei Kristal-Flash-Stränge eingebunden werden, unwiederstehlich.

J

Jagdfasan Ring neck Pheasant
Jay Eichelhäher

Jungle Cock Dschungelhahn, in der Liste der gefährdeten Tierarten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens

Federn mit Augen aus der Nackenpartie des Hahns, schwer zu bekommen und teuer!

Als Ersatz kann man auch Halsfedern vom Star nehmen und die Augen aufmalen oder bedruckte Kunststofffolien (Waidgerecht!).

K

Kalb (Calf)

Kalb hat sehr feine, gerade Haare welche sich gut verarbeiten lassen. Man kann sie sogar im Gegensatz zu vielen anderen Fellen leicht zuschneiden ohne dass sie brechen. Da sie auch kaum auftragen, sind sie ideal für schlanke Nymphen, Trockenfliegen und Streamer. Bei Parachut-Fliegen geben die knalligen Farben und die gekräuselten Haare gute Sichthilfen.

Kalmar, Sven Weitwurfweltmeister aus Norwegen
hat als erster die magische Grenze von 50 m mit einer DT 7 geworfen.
Kaninchen (Rabbid)

Vom Kaninchenfell werden meist Streifen geschnitten welche dann in allen Farben als Zonkerstrips in den Handel kommen. Zonkerstrips gibt es in verschiedenen Breiten und auch als "Crosscut" also quergeschnitten. Quergeschnitten werden sie, ähnlich wie ein Hechelkranz versetzt um den Hakenschenkel gewickelt. Ein klassischer Zonkerstreamer ist der Bunny welcher nach hinten meist einen Kaninchenfellstreifen hat und einen Kragen mit einem sogenannten Crosscut-Zonkerstrip. Aber auch kleinere Forellen- und Barschstreamer werden damit gebunden.

Katadrom (absteigend) Fischarten die zum Laichen vom Süßwasser ins Meer ziehen. (Gegenteil: Anadrom).

Arten: Aal, Wollhandkrabbe

Kebari Tenkara-Fliege (s.a. Sakasa Kebari), Sakasa Kebari heißt soviel wie: verkehrt herum gebundene Fliege (Sakasa: umgekehrt, Kebari: Hechel oder Fell auf Haken)

Tenkara-Fliege

Rezeptur und Bindeanleitung

Kehrwasser ruhige Rückströmung am Ufer entlang.
Kelt Lachs, der gerade abgelaicht hat.
Kiemen Stark durchblutetes Atmungsorgan der Fische. Entzieht Sauerstoff und gibt Kohlendioxyd ab.
Kiemenrundschnitt
Beim Kiemenrundschnitt und Kiemenschnitt wird die Arterie welche vom Herz zu den Kiemen führt durchtrennt. Es kommt zum raschen Ausbluten was nicht nur den §4 der Schlachtverordnung (Tierschutzgesetz) entspricht sondern auch die Fleischqualität erhöht.

Die Vorteile des Kiemen(rund)schnittes und des Kiemenschnittes gegenüber dem Herzstich liegen darin, daß die Hauptarterie leichter und sicherer gefunden wird wie das Herz, daß die Gallenblase nicht verletzt wird (sie liegt nicht weit vom Herzen entfernt) und dass daß Blut nicht gestaut wird. Ausserdem wird die Haut zwischen Kiemen und Körper getrennt und erleichtert später die Entnahme der Kiemen. Der Hauptvorteil liegt natürlich darin dass bei ordnungsgemäßer Anwendung der Fisch wirklich tod ist und nicht unnötig leiden muß.

Funktioniert nur bei Salmoniden (bei Cypriniden Kiemenschnitt verwenden)!

  1. Betäubung!
  2. Kiemendeckel anheben
  3. Mit scharfem, spitzem Messer hinter dem letzten Kiemenbogen oben ansetzen, bis zum gegenüberliegenden Kiemendeckel durchstechen und dem Kiemenbogen folgend (entgegen dem Uhrzeigersinn) Richtung 6 Uhr schneiden. Dabei wird die Herz-/Kiemenarterie durchtrennt. Ebenso wird die weiße Verbindungshaut zwischen Körper und Kiemenraum durchtrennt

Nach der Schlachtverordnung / Tierschutzgesetz ist durch den Kiemenrundschnitt (Ausbluten) bei vorheriger Betäubung des Fisches kein Anlaß der Tierquälerei gegeben.

Durch den Kiemenrundschnitt lassen sich auch die Kiemen leichter entfernen.

Kiemenschnitt Bei Cypriniden ist der Kiemenrundschnitt nicht möglich da bei diesen die Schlundknochen den durchgehenden Schnitt verhindern.
  1. Betäubung!
  2. Kiemendeckel anheben
  3. Wenn man sich eine Uhr vorstellt wird das Messer hinter dem Kiemendeckel bei etwa 7 Uhr angesetzt (entgegen dem Uhrzeigersinn) in Richtung 6 Uhr geschnitten. Dabei wird die Herz-/Kiemenarterie durchtrennt.

Nach der Schlachtverordnung / Tierschutzgesetz ist durch den Kiemenrundschnitt (Ausbluten) bei vorheriger Betäubung des Fisches kein Anlaß der Tierquälerei gegeben.

Klammerknoten
Einer der einfachsten Fischerknoten. Er wird immer dann verwendet wenn es darum geht einen Kunstköder, Fliege, Wirbel oder Blei mit Ör an die Schnur zu binden.

Clinchknoten

S. a. Clinchknoten.

klump wing aufrechter Flügel.
Knoten, Verbindungen
Verbindung Knoten Bemerkung
Rolle / Backing halber Grinner- oder Uniknoten direkt auf die Achse
Backing / Flugschnur halber Grinner- oder Uniknoten für höhere Schnurklassen ab #9 Loop und Sekundenkleber verwenden
Flugschnur / Vorfach entweder halber Grinner- oder Uniknoten oder spezielle Loops verwenden Loops sind Schläuche mit einer Schlaufe die über die Flugschnur gezogen werden. Das Vorfach kann somit schneller über die Schlaufe gewechselt werden. Bei Zug zieht sich der Schlauch zusammen.

s. Schlaufenverbindung

Vorfach / Fliege halber Grinner- oder Uniknoten,

Clinch- oder Klammerknoten,

bei Trockenfliegen Turleknoten,

Microsnaps (Fliege muß nur eingehängt werden),

bei großen Streamern auch kleine Wirbel möglich.

Grinner:
+ leicht durchführbar,
+ Spiel (bei Streamern),
+ hohe Tragkraft,
+ verschiebbar,
+ bei unterschiedlichen Schnüren

Clinch-, Klammerknoten:
+ bekannt von anderen Angelarten,
+ leicht anzuwenden
- Trockenfliege liegt nicht stabil
- Schlechte Führung bei Trockenfliege

Turleknoten:
+ Knoten liegt auf Hakenschenkel auf
+ liegt stabiler auf dem Wasser
+ bessere Führung der Trockenfliege

Microsnaps:
+ bequem (bei schlechten Augen)

Köcherfliegen Trichoptera

Sie kommen mit einer geringeren Wassergüte zurecht als z.B. Eintags- und Steinfliege. Ihre Behausung baut sie aus winzigen Steinchen, Holz oder aus Watteähnlichem Gebilde (bei der Philopotamus (Bild)) zusammen.
Man erkennt sie am besten an ihrer dachartigen Flügelstellung über den gesamten Körper.

Die Nachbildung:

Köcherfliegenlarve

Köcherfliegenlarven bauen ihr Häuschen selbst aus verschiedenen Materialien wie Steinchen, Sand und Holzstückchen. Die Philopotamus und einige andere Arten betten ihre Larven in watteähnliche Gebilde.

Köhler Seelachs
Kolke / Gumpe Kesselartige Mulden oder Becken am Grund von Bächen und Flüßen. Meist hinter Felsen, Wehren, steilen Ufern oder Aussenkurven. Diese tiefen Stellen sind beim Fliegenfischen immer für Überaschungen gut.
konkav nach innen gewölbt
konvex nach aussen gewölbt
Krieger Mel ein International anerkannter Fliegenfischlehrer und Buchautor: "Die Quintessenz des Fliegenwerfens". Mel Krieger verstarb am 07. Oktober 2008
künstliche Fliegen

Insektenimitationen. Das Schaubild zeigt welche Fliege wo gefischt wird.

Nymphe: beschwerte Reizfliege, wird in Grundnähe gefischtNymphe: Eintagsfliegenlarve, wird in Grundnähe gefischtNymphe: Steinfliegenlarve, wird in Grundnähe gefischtBachflohkrebs, wird in Grundnähe gefischtStreamer: beschwerter Forellenstreamer, wird in Grundnähe und im Mittelwasser gefischtStreamer: Woolly-Bugger, wird in Grundnähe und im Mittelwasser gefischtNymphe, Aufsteiger: Arthofer, wird in Grundnähe und im Mittelwasser gefischtNymphe, Aufsteiger: Arthofer, wird in Grundnähe und im Mittelwasser gefischtNymphe, Aufsteiger: Fasanenschwanznymphe (Pheasant Tail), wird in Grundnähe und im Mittelwasser gefischtNymphe, Aufsteiger: Fasanenschwanznymphe (Pheasant Tail), wird in Grundnähe und im Mittelwasser gefischtNymphe, Aufsteiger: Ritz-D, wird in Grundnähe und im Mittelwasser gefischtNymphe, Aufsteiger: Ritz-D, wird in Grundnähe und im Mittelwasser gefischtNassfliege: Märzbraune, wird im Mittelwasser gefischtTrockenfliege: Tenkarafliege (Sakasa Kebari), wird auf der Wasseroberfläche gefischtTrockenfliege: Steinfliege, wird auf der Wasseroberfläche gefischtTrockenfliege: Maifliege Weibchen nach der Eiablage, wird auf der Wasseroberfläche gefischtTrockenfliege: Emerger, Auskriecher, wird auf der Wasseroberfläche gefischtTrockenfliege: Maifliege, wird auf der Wasseroberfläche gefischtTrockenfliege: Köcherfliege, wird auf der Wasseroberfläche gefischtTrockenfliege: Eintagsfliege, wird auf der Wasseroberfläche gefischt

Kype Laichhaken beim Lachs

L

Landinsekten Auch sie sind fliegenfischtechnisch interessant. Zu ihnen zählen:
Heuschrecken (Bach durch eine frisch gemähte Wiese)
Ameisen (Bach der durch einen Wald fließt)
Käfer (in den Spätsommermonaten)
Raupen (Sommer bis Spätherbst)

Heuschreck Ameise Käfer Raupe (Woolly-Bugger)

Large Arbor Reel Großkernrolle

Großkernrolle (Large Arbor) Kleinkernrolle

Im Bild links: Großkernrolle, rechts zum Vergleich: Kleinkernrolle

lb, lbs englisches Pfund: 1 lb = 453,59 g
Leader Vorfach
Lee Wulff amerikanischer Fliegenbinder
verwendet hauptsächlich Tierhaar (Royal Wulff)
Leerwurf Rückwärts- und Vorwärtswürfe ohne Wasserberührung um die Schnur zu verlängern oder auch um die Trockenfliege zu trocknen.
Leisenring Lift
Beim schräg-stromab fischen wird die Nassfliege oder Nymphe in Richtung des gegenüberliegenden Ufers geworfen dann läßt man sie auf die eigene Uferseite herumschwingen (Wett fly swing) und hebt die Rute leicht an. Ein kurzer Zug oder Festhalten an der Schnur kann das aufsteigen der Nassfliege oder Nymphe noch verstärken.
Light Cahill Light Cahill

Rezeptur und Bindeanleitung

Erstmals gebunden von Daniel Cahill in einer Zeit in der die "Gespließte" gerade mal 20 Jahre alt war (um 1880). Die ideale Trockenfliege in dunklen Gewässerzonen. Sie ist der Repräsentant für alle hellen Eintagsfliegen und in den großen Haken sogar auch für Maifliegen.

Lilian Ein Begriff aus dem Tenkara-Fischen

Eine kurze, etwa 4 cm langer Geflechtschnur an der Spitze einer Tenkararute. An ihr wird die eigentliche Flugschnur befestigt.

Lilian Lilian

Line mending to ment, Schnur verbessern. Bogen gegen die Strömung legen.
Littoral Der ufernahe Bereich
Long Belly Line WF - Flugschnur mit 12-15 m Keule
Loop Schlaufe
Loop on Junction Schlaufenverbindung

loop wing Schlaufenflügel
Louis Veya Schweizer Fliegenbinder
Zusammen mit Maximilien Joset und Charles Bickel gilt Louis Veya zu einer Fliegenfischer- und Fliegenbinde-Gruppe aus dem Schweizer Jura welche die ersten CDC-Fliegen gebunden hatten (um 1942)
Lure Köder, in England wird der Ausdruck auch für Streamer verwendet.
Lurex synthetischer Kunststoffstreifen aus Folie geschnitten

M

Mäander Flusskurve
Maifliege

Mayfly

Maifliege Original Maifliege Nachbildung
Das Original
Die Nachbildung

Sie ist die klassische Vertreterin und bei den Fliegenfischern wohl die bekannteste unter den Eintagsfliegen. S. a. unter Eintagsfliege.

Rezeptur und Bindeanleitung

Magpie Elster
Mallard, Mallerd Stockente

Federn von der Stockente bzw. Erpel (=Mallard) werden gerne als Dachflügel z.B. bei Lachsfliegen eingesetzt. Aber auch die Schwung- und Schulterfedern lassen sich gut zu Fahnenflügel verarbeiten.

Mallard drake Stockentenerpel
Marabou
flauschige Körperfedern (heute) vom Oberschenkel des Truthahns. Spielen im Wasser sehr schön. Werden häufig für Hechtstreamer eingesetzt, aber auch andere Fliegen.

Mittlerweilen stammen diese Federn nicht mehr vom schutzwürdigen Marabu sondern vom Truthahn und zwar die weißen Unterfedern vom Stoß.

Marchbrown Märzbraune
Normalerweise eine Frühjahrsfliege aber auch eine der besten Ganzjahresnassfliegen. (Bachforellen, Saiblinge). Sollte in keiner Fliegenbox fehlen.

Märzbraune

Rezeptur und Bindeanleitung

Marlin Größter schwerttragender Fisch
Materialklemme Zum festhalten von Seitenfibern wenn man mit Federn arbeitet, Fellhaare usw.

Maximilien Joset Schweizer Fliegenbinder (CDC-Fliegen)
Zusammen mit Louis Veya und Charles Bickel gilt Maximilien Joset zu einer Fliegenfischer- und Fliegenbinde-Gruppe aus dem Schweizer Jura welche die ersten CDC-Fliegen gebunden hatten.
Mel Krieger Ein International anerkannter Fliegenfischlehrer und Buchautor: "Die Quintessenz des Fliegenwerfens". Mel Krieger verstarb am 07. Oktober 2008
Memory-Effekt Kringeln der Schnur Für dieses Kringeln gibt es verschiedene Gründe:
1. Die Seele (core) der Schnur, also der Kern ist eine monofile Schnur. Diese neigt besonders bei Kälte leichter zum Kringeln als eine Schnur mit einer gefochtenen Schnur als Seele.
2. Die Schnur wurde zu streng aufgespult.
3. Der Spulendurchmesser ist zu klein (Kleinkernspule). Evtl. mehr Backing unterlegen aber noch Spielraum auf der Rolle lassen.
4. Schnur evtl. zu lange gelagert.
5. Schnur auf der Rolle in zu warmen Raum oder Heizungsnähe aufbewahrt.
Durch die Wärme wird die Schnr weicher und merkt sich so leichter die Form auf der Rolle (Memory).

Bei den herkömmlichen Schnüren reicht es in der Regel die Schnur Meter für Meter zu strecken und sie mit einem Pflegemittel zu bearbeiten. Bei längerer unbenutzter Lagerung am besten von der Rolle nehmen und lose in einen Schuhkarton legen.

menden, mending the Line Schnur verbessern, Bogen gegen die Strömung legen.
Metamorphose Bei Insekten: Die Entwicklung vom Ei zum geschlechtsreifen Insekt. Verwandlung und Lebenszyklus am Beispiel einer Eintagsfliege (Maifliege):

Das Weibchen stirbt nach der Eiablage und treibt mit ausgebreiteten Flügel auf der Wasseroberfläche (Spent).Etwa 12 Tage nach der Eiablage schlüpfen die Larven (Nymphen). Immer wieder wird das zu eng gewordene Kleid abgestreift und ersetzt (Häutung). Das ganze passiert ca. 15 mal bevor dann die Nymphe nach oben zur Wasseroberfläche steigt (Emerger) wo dann die Flügelscheide platzt und die Flügel frei werden. Das Larvenstadium dauert je nach Art ca. 1 - 3 Jahre.Die Fliege hat zwar jetzt ihre Flügel, ist aber noch nicht geschlechtsreif. In diesem Stadium bezeichnet man sie als Subimago oder Dun. In diesem Stadium sind sie noch keine guten Flieger aber es reicht bis zum Uferbewuchs.Bei ihrer letzten Häutung entledigt sich die Eintagsfliege ihres Jugendkleides und wird erwachsen (adult). In der Fachsprache heißt sie von hier ab Imago (Spinner). Ab dem Subimagostadium wird nicht mehr gefressen. Ab dem Imagostadium dient die restliche Zeit ihres Lebens nur noch der Fortpflanzung.Die erwachsene (adulte) Eintagsfliege bereitet sich auf ihren Hochzeitsflug vor. Der Kreis schließt sich wieder.Eintagsfliege (Ephemeroptera)Das Weibchen fliegt auf's Wasser um die ca. 2.000 befruchteten Eier abzulegen. Die Eier bleiben an Steinen oder Unterwasserpflanzen haften.Die Paarung erfolgt in der Luft. Dabei fliegen die Männchen ca. 10 m hoch um sich dann langsam, mit ausgebreiteten Flügel und abgespreitzten Schwänzchen wieder absinken zu lassen. Die Weibchen fliegen in den Schwarm und werden sofort von den Männchen noch in der Luft begattet. Die Männchen sterben kurz nach der Paarung. Die Paarung selbst dauert zwischen ein paar Sekunden bis einige Minuten.

mid flex mittlere Aktion (semiparabolisch)

Midge Mücke
Milch Samen der männlichen Fische
Mink Nerz
Mole Maulwurf
Montana Steinfliegen-, Libellenlarvenimitation

Rezeptur und Bindeanleitung

Moose Elch
Mosquito Eintagsfliegenimitation

Mosquito

Rezeptur und Bindeanleitung

Muddler Hirschhaare
Mungo

Die steifen, gestreiften langen Deckhaare des Mungo eignen sich sehr gut für viele Fliegen und Nymphen bis hin zu kleinen Forellenstreamern. Sind es bei der Maifliege z. B. die langen Schwänzchen oder bei den Köcherfliegen die Fühler oder gar die nach hinten gebundenen Flügel bis hin zu Parachutfliegen welchen sie durch ihre hell/dunkel gestreiften Farbschattierungen ein realistisches Aussehen verschaffen.

N

Nahrungskette in 1000 kg Algen leben 100 kg Zooplankton ==> davon ernähren sich 10 kg Friedfische ==> aus ihnen entstehen 1 kg Raubfische.
Nassfliege
engl.: Wet Fly oder wetfly. Sie wird in der Regel im oberen Drittel bzw, im Mittelwasser gefischt. Erkennbar ist sie meist an den nach hinten gebundenen Flügeln. Sie ist im Gegensatz zur Trockenfliege eher schlank, mit dickdrahtigem Haken und mit wasseraufnehmenden Materialien gebunden.

Märzbraune Alexandra . . .

Nerz

Nerzfelle stammen heute fast ausschließlich aus streng kontrollierten Zuchtbetrieben. Der wildlebende Europäische Nerz ist durch die Bundesartenschutzverordnung streng geschützt. Das feinfasrige aber doch noch steife Haar läßt sich sehr gut zu Dubbingmaterial verarbeiten. Von weißgrau bis zum glänzenden schwarz erhält man Nerze in den schönsten Naturfarben. Einsetzbar sind sind sie für mittlere Trockenfliegen in den Hakengrößen 10 - 14.

Node Blattknoten zwischen Bambussegmenten
Nottinghamrolle Achsrolle ohne Übersetzung.
Nottinghamstil
Wurfstil bei dem direkt von der Rolle geworfen wird. Die Schnur wird nicht vorher von der Rolle abgezogen. Dazu sind Rollen notwendig welche die Bremse komplett ausschalten können oder sich zumindest sehr fein einstellen lassen.
Nutria Sumpfbiber
Nymphe Sie imitiert eine Fliegenlarve. Wird in der Regel in Grundnähe oder als Aufsteiger auch im Mittelwasser angeboten.

Ritz D Arthofer Hasenohrnymphe Pfaugrasnymphe Fasanenschwanznymphe . . .

O

Ostrich Strauss
Owl Eule

P

Palmer Hecheln über die ganze Körperlänge (Hakenschenkel) gebunden.

Bivisible Tricolore

Parabolic Rutenaktion mit einer ausgeglichenen Biegung von oben nach unten.

Parachut-Fliege Fallschirmfliege
Parachutgalgen Bindestockzusatz zum binden von Parachutfliegen. Der Federzug dient zum spannen von Materialien.
Parachut Cast
Fallschirmwurf
damit serviert man stromab und kann viel Schnur locker aufs Wasser legen. Die Strömung streckt das Vorfach und die Fliege treibt dann mit der Strömung in der selben Geschwindigkeit.
Paraloop
Bindetechnik bei der ein Hechelkranz auf dem Hakenschenkel nach oben gewunden wird und dann nach vorne in Richtung Ör geklappt wird. Siehe Beispiel einer Adams-Paraloop:

Paraloop

Bindetechnik

Parr Junge Forellen und Lachse
Partridge Rebhuhn

Vom Rebhuhn sind fast alle Federn verwertbar. Sowohl Schwanzfedern wie auch Brust- und Rückenfedern finden in vielen Nassfliegen und Nymphen Verwendung (z.B. Märzbraune). Am besten man hat einen ganzen Balg im Bindekoffer

Peacock Pfau
Peacock Pfaugrasnymphe, sehr einfache fängige Äschenfliege

Rezeptur und Bindeanleitung

Perlhuhn Guinea Fowl

Diese herrlich gepunkteten Schwung- und Deckfedern des Perlhuhns sind nicht immer leicht zu bekommen. Ich kann mich an Jahre erinnern da waren sie spurlos vom Markt verschwunden. Heute sind sie wieder eher zu bekommen und ich verwende sie meistens für die Arthofer, eine sehr erfolgreiche Nymphe von Norbert Eipeltauer. Die sehr schön spielenden Straußenfedern mit dem Kupfertorax und den besagten Perlhuhnfedern geben eine im Wasser förmlich schwebende Nymphe ab, welcher kaum ein Fisch wiederstehen kann.

Pfaugras, Peacock Lange Seitenfibern aus den Schmuckfedern des Pfaus.
Tipp: Äschen fahren auf, mit Pfaugras gebundene Fliegen richtig ab!

ph-Wert
sauer
<<<<<< 7 >>>>>>
alkalisch
kalkarm kalkreich
Pile Cast Die Rute wird beim Service abrupt gestoppt, bevor die Schnur gänzlich ausgerollt ist. Dadurch klappt die Spitze nach unten ein. Die Nymphe trifft aufs Wasser auf und taucht am senkrecht nachfolgenden Vorfach sofort ab. Die Rute deutlich anheben!
Pitzenbauer Ringerl

Vorfachring

Ein kleines, leichtes und schwimmfähiges Ringerl das keine Nahtstelle hat (gestanzt). Es wird meist verwendet um die Spitze des Vorfaches variabel zu halten.
+ schnelles auswechseln der Vorfachspitze,
+ Sollbruchstelle am Ringerl,
+ Verbindung von Monofil und Fluorcarbon möglich, (bei Knoten würde das Fluorcarbon das Monofile durchschneiden).
+ rationell weil die Spitze von der Rolle genommen werden kann welche meist preisgünstiger ist als ein komplettes konisches Vorfach.
Pheasant Fasan
Pheasant Tail Fasanenschwanz, auch Bezeichnung einer sehr fängigen, mit Fasanenschwanz gebundenen Nymphe (Pheasant Tail Nymph).

Pheasant Tail Nymphe Fasanenschwanznymphe

Rezeptur und Bindeanleitung

Pocket Water
Ausgespülte Vertiefungen vor, hinter und zwischen einer Ansammlung von Steinen. Kurze Würfe, hohe Rute und so wenig wie möglich Schnur auf dem Wasser!
Point Hakenspitze

Polarisationsbrille
Polarisierungsbrille, Polbrille

Was bringt eine Polarisationsbrille (Polbrille)? Wo liegen ihre Vor- und Nachteile? Welche Form ist für mich ideal? Welche Farbe ist besser? Welche Möglichkeiten hab ich als Brillenträger? Was hat es mit UVA, UVB und UVC auf sich? Usw.

Dies soll kein wissenschaftlicher Bericht über die Funktion des Auges sein sondern eine kleine Entscheidungshilfe beim Kauf von Polbrillen.

Wasser kann die durch Reflexion schädigenden Strahlen aufs 180-fache verstärken. Das dass nicht gerade gut für das menschliche Auge ist spürt jeder der schon mal längere Zeit in die Spiegelung des Wassers geschaut hat. Mit tränenden Augen bis zu starken Kopfschmerzen reagiert der Mensch auf diese Strahlen. Dagegen kann eine Polbrille schützen und hat auch noch viele zusätzliche Vorteile für Angler und vor allem für Fliegenfischer.

Schutz der Augen vor der Fliege!

Bei Wind oder Wurffehlern kann die Fliege oder ein Streamer außer Kontrolle geraten und wie ein Geschoß wirken. Messungen haben ergeben dass bei einem optimalen Doppelzug die Fliege eine Geschwindigkeit von bis zu 120 km / Std. erreichen kann.

Brechen der Lichtreflexe auf der Wasseroberfläche!

Dadurch können Fische besser gesehen werden. Steine, tiefere Stellen, Wurzeln oder sonstige Dinge am Grund werden beim Waten schneller erfasst. Strömungen sind besser zu lesen. Aber nicht nur die Fische werden besser gesehen auch die fliegende Schnur beim Zielen und die platzierte/treibende Fliege.

Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen!

UVC-Strahlen werden bereits durch die Erdatmosphäre absorbiert und sind nicht das Problem. UVB-Strahlen werden von der nicht durch Polbrillen geschützten Hornhaut aufgenommen und können diese kurzfristig schädigen. Jedoch ist eine gesunde Hornhaut in der Lage sich innerhalb von 2 Tagen zu regenerieren. UVA-Strahlen schädigen die Augenlinse die sich nicht so leicht oder gar nicht mehr regenerieren kann. Gute Polbrillen schützen sowohl vor UVA- wie auch vor UVB-Strahlen. Bei höherpreisigen Brillen ab ca. 80,- € bis weit über 100 %.

Welche Farbe für die Gläser?

Die Augen der Menschen sind sehr unterschiedlich in ihrer Empfindlichkeit. Ebenso haben unsere Angelplätze verschiedene Lichtverhältnisse (z.B. Meer = dunkleres Glas / Bach mit dichtem Bewuchs = helleres Glas). Meine Augen sind sehr Lichtempfindlich so dass mir gelbe Gläser nicht viel bringen. Ich bevorzuge aus diesem Grund eher dunklere Gläser und nehme dafür den Nachteil in kauf, dass ich beim Fliegenfischen in den dunklen Bereichen meine Brille abnehmen muss. Welche Auswirkung haben nun die einzelnen Farben:

Gelb (Lichtverhältnis: schwaches Tageslicht):

Gelbe Gläser kann man sich vorstellen wie Lichtverstärker (Beispiel: fahrt durch einen Tunnel). Darin liegt auch ihr Vorteil. In der Dämmerung oder bei noch vorhandenem Restlicht (Abendsprung) ist sie die ideale Brille.

Braun (Lichtverhältnis: helles Sonnenlicht)

Einsatz bei hoher Lichtempfindlichkeit und starkem Sonnenlicht. Die beste Farbe bei kontrastreicher Wiedergabe. Sie deckt die meisten Lichtverhältnisse ab.

Kupfer (Lichtverhältnis: normales Tageslicht):

Allroundfarbe welche die unterschiedlichsten Lichtverhältnisse noch sehr gut abdeckt. Kontrastgebung und Klarsicht sind bei Kupfer noch sehr gut. Kupfer wirkt auch beruhigend für die Augen.

Amber (Bernsteinfarben) (Lichtverhältnis: helles bis schwaches Tageslicht):

Deckt ähnlich wie braun sehr viele Lichtverhältnisse ab und verstärkt ebenso den Kontrast. Ist vor allem bei wechselnden Wetterverhältnissen und auch in unseren bayrischen Gewässern hervorragend geeignet.

Grau (Lichtverhältnis: dunkleres grau bei hellem Sonnenlicht, helleres grau bei schwachem Tageslicht:

Sie eignet sich vor allem bei sehr starkem Licht wie es häufig am Meer der Fall ist. Auch diese Farbe ist bei sehr hoher Lichtempfindlichkeit zu empfehlen. Vor allem wenn das Grau etwas dunkler ausfällt.

Blau, grün (Lichtverhältnis: sehr grelles Tageslicht und starkes Glitzern):

Wird meist im Salzwasser für die Sichtfischerei eingesetzt um auch in weiter Entfernung die gut getarnten Fische auszumachen (z.B. Karibik). Ideal auch für die Hochseefischerei.

Rosa/Pink (Lichtverhältnis: bei schlechten Lichtverhältnissen):

Einsatz bei Regen, Nebel oder Dunst.

Brillenform, Modell und Bauart:

Normale, gerade Brillenform:

Reicht meiner Meinung nach für Angler und Outdoor nicht aus da Licht von oben und von der Seite einfallen kann.

Gewölbte Brillenform:

Die modisch, gewölbten Brillenformen sind besonders bei jungen Anglern beliebt. Sie haben den Vorteil dass sie, auch dadurch dass sie eng anliegen, vor oben und seitlich einfallendem Licht schützen.

Anpassungsbrillen:

Die Gläser dieser Brillen haben die Fähigkeit, ihre Farbe nach Stärke der UV-Strahlen anzupassen. Je intensiver der Lichteinfall um so dunkler werden sie. Ich hatte diese Funktion früher an meiner normalen Brille. Hatte aber immer das Gefühl dass der Anpassungsprozess zu lange dauerte.

Maßgefertigte Brillen:

Die Brille wird exakt nach eigenen Angaben der Sehstärke in der bevorzugten Farbe der Gläser gefertigt. Nachteil ist dass ich zwei Brillen brauche und bei Veränderung der Sehstärke jedes Mal zwei Brillen kaufen muss. Der Preis: ab ca. 300,- €.

Brillen mit Wechselgläser:

Bei diesen Brillen wird ein Set von Gläsern (grau, braun und gelb) mitgeliefert die jederzeit gewechselt werden können. Das Glas wird nur in den Rahmen gesteckt. Bei gleich bleibenden Lichtverhältnissen bestimmt eine interessante Lösung. Aber wann hat die ein Fliegenfischer? Der Preis fängt bei ca. 150,- € an.

Aufsteckbrillen:

Für Brillenträger werden Polbrillen angeboten die mittels eines Clips auf die normale Sehbrille aufgesteckt werden. Kleiner Vorteil: die Gläser lassen sich meist hochklappen. Nachteil: Leider halten sie nicht so gut auf der Brille und schützen auch nicht vor seitlich einfallendem Licht. Preis zwischen 30,- und 50,- €.

Polbrillen für Brillenträger (so genannte „Fitovers“):

Diese Brille kann über der normalen Brille getragen werden. Meist werden diese Brillen in verschiedenen Größen angeboten. In jedem Fall haben sie einen Seitenschutz vor Lichteinfall. Vorteil ist auch dass ich diese Brille auch weiter verwenden kann wenn sich meine Sehschärfe ändert. Ich finde diese Brillen genial empfehle aber, dass man sie unbedingt mit der bereits vorhandenen Sehbrille ausprobiert.

Brillen mit integrierten Vergrößerungsgläsern:

In diesen Brillen sind im unteren Teil Vergrößerungslinsen eingeschliffen oder eingearbeitet mit meist 2,5-facher Vergrößerung. Preis zwischen 50,- und 150,- €. Ich hab sie noch nicht getestet aber ich glaube mich würde dass eher stören.

Gläser:

Kunststoffgläser:

Ihr größter und nicht unbedeutender Vorteil ist dass sie sehr leicht und fast unzerbrechlich sind. Nachteil: sie verkratzen leicht, und können sich bei Hitze verfärben oder sogar verformen.

Glas:

Der Vorteil von Glas liegt eindeutig in der natürlichen Klarsicht und der Kontrastgebung. Außerdem ist Glas kratzfester als Kunststoff. Nachteil: Gewicht und leichte Zerbrechlichkeit.

Noch ein Tipp am Schluss:

Brillen verschwinden sehr gern in den Fluten! Ein Brillenband kostet gerade mal 2,- € oder wird sogar kostenlos mitgeliefert. Damit wird die Brille einfach um den Hals gehängt.

Polyacrylnitril
Das bekannteste Dubbing aus Polyacrylnitril ist Seal-Ex-Dubbing. Schon die englische Bezeichnung weist darauf hin dass dieses Dubbing das Robbenfell-Dubbing ersetzen soll und das tut es auch. Polyacrylnitril-Fasern sind wie Seal-Haare steif und transparent, lassen sich aber wesentlich leichter verarbeiten da sie dünner sind. Eingesetzt wird dieses Material hauptsächlich für Nymphen, Nassfliegen und Streamer. Da sich dieses Dubbing leicht vollsaugt, ist es für Trockenfliegen nicht geeignet.
Polycelon Hochschwimmendes, elastisches Schaumstoffmaterial für tragende Körper.
Hervoragende Schwimmeigenschaft.
Polyleader Mit Kunststoff überzogenes Vorfach.
Polypropylen
Polypropylen ist ein unbedenklicher synthetischer Kunststoff welcher sogar für Anwendungen im Lebensmittelbereich geeignet ist. Dubbingmaterial aus Polypropylen ist wasserabweisend. Seine Fasern können je nach Feinheitsgrad viele natürliche Felle ersetzen. Polypropylendubbing läßt sich gut mit anderem, natürlichen und synthetischen, Dubbing mischen. Auch als Garn und Antron-Garn wird Polypropylen angeboten. Dann wird diese hochschwimmende Faser meist für Trockenfliegen eingesetzt z.B. knallig gefärbt als Parachut-Sichthilfe aber auch für Körper. Eine weitere Eigenschaft von Polypropylen ist, dass es leichter ist als Wasser und dadurch natürlich sehr gut schimmt.
Pool Gumpe / Kolke
Stromauf Gumpe überwerfen und Nymphe in die Gumpe treiben lassen oder abgestoppte Würfe verwenden (Parachute).
Popper Fliegen, welche eine große Bugwelle erzeugen.

Bindeanleitung

Priest engl. Fischbetäuber
Puddle Cast
Österreichischer Fallschirmwurf. Hier bricht die Schnur kontrolliert zusammen und fällt locker aufs Wasser.

Q

Quill Fibern
Quinnat Eingebürgerter pazifischer Lachs in Neuseeland

R

Rabbid Kaninchen
Rebhuhn Partridge

Eine preiswerte Möglichkeit für Rebhuhnfedern ist ein Rebhuhnrupf. Die feinen Fibern kann man wie einen Hechelkranz um den Hakenschenkel winden. Ein klassischer Vertreter von Fliegen welche auf diese Art gebunden werden ist die Softhackles. Das Spiel dieser Federspitzen ist unter Wasser unbeschreiblich imitieren sie doch sehr realitätsnah die filigranen Beinchen von Insektenlarven wie z. B. bei der Märzbraunen. Wer einen ganzen Rebhuhnbalg erwirbt, ist natürlich noch besser dran. Aus ihm lassen sich viele Nassfliegen und Nymphen binden und dadurch dass die Federn einzeln gut Entnehmbar sind, ist der Bindetisch zumindest in dieser Hinsicht aufgeräumt.

Für kleine Nassfliegen mit nach hinten gebundenen Flügel ähnlich der Märzbraunen eignen sich die Schwanzfedern des Rebhuhns optimal. Auch für Schwänzchen werden die kurzen Steuerfedern des Rebhuhns verwendet. Einen Versuch ist es wert, einzelne Fibern der Rebhuhn-Schwanzfeder als Körper um den Hakenschenkel zu wickeln und mit feinem Kupferdraht zu rippen ähnlich wie bei einer Fasanenschwanz-Nymphe. Ihr werdet staunen.

Reach Cast mehr oder minder extremes zur Seite legen der Schnur wärend des Vorschwungs. s.a. Bogenwurf
Rear Taper Die hintere Verjüngung des Keulenteils einer Flugschnur
Red Tag Äschenfliege (aber auch andere Salmoniden mögen sie):
siehe auch Hexe (bei ihr wird eine grizzly Hechel verwendet)

Red Tag

Rezeptur und Bindeanleitung

Redfox Rotfuchs
Reh Roe, Deer

Dass Material für alle Rehhaar-Caddis, Muddler, Mäuse und irresistible Fliegen. Ich möchte sogar behaupten dass es das meist eingesetzte Fliegenbindematerial ist. In der Regel wird es vom Rücken, manchmal auch vom Bauch des Wildes gewonnen. Auf dem Markt wird es als Winter- oder Sommerhaar in allen erdenklichen Farben angeboten wobei ich mit der Naturfarbe am liebsten arbeite. Das Winterhaar ist hohl und in seiner Struktur und Farbe ausgereifter wie das Sommerhaar. Dadurch ist es aber auch etwas schwerer zu verarbeiten und bricht leicht. Das Sommerhaar ist weicher und somit für die Verarbeitung geschmeidiger, schwimmt dafür aber nicht so gut wie das Winterhaar.

ring eye gerades Ör

s.a. Materialkunde: Haken

Ritz Charles C. Schweizer Hotelier, Fliegenfischer und Buchautor. Sein berühmtestes Werk: "Erlebtes Fliegenfischen" gilt heute noch als "Bibel" des Fliegenfischens.
Ritz D Eine der bekanntesten und äußerst fängigen Fliege von Charles C. Ritz

Ritz D

Rezeptur und Bindeanleitung

River Fluß
Roe deer Reh
Roebuck Rehbock
Roehair
Rehhaar
Winterhaar ist besser da stabiler, ausgereifter und farblich besser durchgezeichnet. Sommerhaar ist weicher und dadurch besser zu verarbeiten. Die Schwimmeigenschaft beim Sommerhaar ist nicht so hoch.

Role, Reel Rolle
Rollwurf Wurf bei dem die Schnur nach vorne oder zur Seite über das Wasser abrollt.
Idealer Wurf wenn nach hinten kein Platz zum werfen ist!

Runningline Schussschnur (Nachschnur), dünne Flugschnur, auch hinterer (dünner) Teil der Flugschnur oder separat zwischen Backing und Schusskopf.
Runs schnelle, gleichmäßig fließende Fluß-/Bachpartie, in der Regel da wo das Wasser eingeengt wird.

S

Sakasa Kebari Tenkara-Fliege (s.a. Kebari), Sakasa Kebari heißt soviel wie: verkehrt herum gebundene Fliege (Sakasa: umgekehrt, Kebari: Hechel oder Fell auf Haken)

Tenkara-Fliege

Rezeptur und Bindeanleitung

Salmonfly Lachsfliege
Salmoniden Lachsartige Fische: Lachse, Forellen, Saiblinge, Huchen, Äschen. Erkennbar an der Fettflosse
Sattel Saddle

Federn aus dem Rücken des Hahns oder der Henne. Diese Federn sind meist länger als die vom Balg (Skalp) und werden meist für Streamer verwendet.

SBV, Säurebindungsvermögen
SBV < 0,5 ertragsarm
SBV 0,5-1,5 mäßig fruchtbar
SBV > 1,5 fruchtbar
SBV > 3,5 sehr fruchtbar
Schlaufenknoten
Dieser sehr einfach zu bindende Knoten findet immer dann Verwendung wenn zwei Schnüre mit Schlaufen bzw. Loops miteinander verbunden werden sollen. Im Beispiel verwendete ich der besseren Sicht wegen eine dünne Rebschnur doch beim Fliegenfischen wird damit meist ein Vorfach oder Backing mit der Flugschnur verbunden.
1.Schritt
2. Schritt
Schlaufenknoten Schlaufenknoten
3. Schritt
4. Schritt
Schlaufenknoten Schlaufenknoten
Schlaufenverbindung Loop on Junction s. Schlaufenverbindung

Schnurklasse s. AFTMA
Schonhaken Barbless Hook
Haken ohne Widerhaken oder mit eingedrücktem Widerhaken (im Bild oben).
Für Fliegenfischer selbstverständlich!

Widerhaken sind in heutiger Zeit mit verfeinerten Angeltechniken, und hochsensiblen Ruten völlig überflüßig. Leider werden fertige Fliegen am Markt großteils immer noch mit Widerhaken angeboten und dies obwohl in den meisten Fließgewässern Europas Widerhaken verboten sind.

Wer seine Fliegen selber bindet hat den großen Vorteil, gleich auf Schonhaken zu binden und muß sich keine Gedanken mehr um den Widerhaken machen.

Dem Fisch und dem Fliegenfischer bringt das Arbeiten mit Schonhaken vieleVorteile: Keine Lebensbedrohliche Verletzungen des Fisches sollte er sich befreien können - Die Fliege im Ohr, im Kescher, in der Kleidung, im Gebüsch oder Baum oder sonst wo . . . läßt sich mühelos wieder entfernen - u.v.m

s.a. Materialkunde: Haken

Schusskopf
(Shooting Taper) Aufbau einer Schusskopfmontage:

Direkt an die Rolle wird mit einem halben Grinner-Knoten das Backing an der Rolle fixiert. Der Grinner-Knoten ist fast in jedem guten Knotenbuch zu finden. Ab der 8-er Schnurklasse verwende ich ein 30 lbs - Backing (ca. 15 kg Tragkraft). Zur Not kann man auch eine geflochtene Schnur nehmen.

Als nächstes kommt die Running-Line. Zur Verbindung zwischen Backing und Running-Line nehm ich ebenfalls den Grinner-Knoten. Manche nehmen als Running-Line eine Monofile Schnur wovon ich aber abraten würde. Erstens läßt sie sich schwer in der Hand führen und zweitens kringelt sie fürchterlich. Running-Lines die es zu kaufen gibt sind in der Regel um die 30 m lang. Haben aber eine bessere Reibung (also schießen besser durch die Ringe).

Nun zum eigentlichen Schusskopf. Er ist in der Regel zwischen 8 und 11 m.
In Ausnahmefällen auch mal 4 m und bei Zweihandruten bis zu 14 m.

Eingesetzt werden Schussköpfe immer dann wenn es um Weiten oder gegen den Wind geht, erfordern aber sehr gutes werferisches Können.

Es gibt sie in unterschiedlichen Sinkgeschwindigkeiten welche wiederum in verschiedenen Gewässern zum Einsatz kommen. Manche müssen erst durch einkürzen an die jeweilige Schnurklasse angepasst werden. Das steht aber dann auf der Packung. Wenn ich Schussköpfe verwende, nehm ich im Sommer meist schwimmende da meine Gewässer meist recht seicht sind. Im Herbst und Winter sowie in tieferen Gewässern sind sinkende Schussköpfe besser.

Schwimmende Schussköpfe lassen sich wesentlich besser handeln als sinkende!

Für die Verbindung zwischen Running-Line und Schusskopf gibt es spezielle Loops. Z.B. von Roman Moser, Rudi Heger oder Vision. Kauft man einen Schusskopf so wird meist das Gewicht in Grains angegeben. 1 Grain = 0,065 Gramm.

Schnurklasse/Gewicht in Grain:

Schnurklasse
1
2
3
4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
15
Grain 60 80 100 120 140 160 185 210 240 280 330 380 430 480 530
Schusskopf Kürzen
Kürzung ohne Gewichtsreduzierung: von der Vorfachseite her
Kürzung mit deutlicher Gewichtsreduzierung: vom dicken Ende her
Schwungfedern
Die Schwungfedern bilden die Flügeltragflächen und sind die größten Federn des Flügels. Die Fibern der einzelnen Feder sind so gebaut dass sie sich, wie bei einem Reißverschluß ineinander verhaken können wenn der Vogel den Flügel nach unten schlägt und die einzelnen Federn so dreht dass sie eine geschlossene Fläche bilden. Wird im Gegenzug der Flügel nach oben bewegt und die einzelnen Federn wieder gedreht, öffnen sich diese Haken und der Flügel wird wieder luftdurchlässig. Die Eigenschaft des Verhakens der einzelnen Fibern nutzen Fliegenbinder, wenn sie aus einer Feder Segmente für einen realistischen Köcherfliegenflügel ("was für ein Wort!") heraustrennen. Diesen Zusammenhalt der Fibern kann man auch noch verstärken, indem man die Rückseite mit wasserfestem Sprühkleber bearbeitet. Aber zurück zur Gefiederkunde. Die Schwungfedern auf den Aussenseiten sind breiter als die Schwungfedern der Innenseiten. Schwungfedern unterteilen sich in:

Handschwingen:

das sind die äußersten großen Federn an den Flügeln am vordersten Glied der Flügel. Von Innen nach Aussen werden sie immer spitziger. Es sind auch die längsten und stärksten Federn des Flügels. Die am weitesten entfernte Handschwinge besteht oft nur noch aus kurzen, breiten Fibern den sogenanten Horngrannen. Man kennt sie auch unter dem Namen Biots (Gänse- oder Truthahnbiots) - dazu aber später.

Armschwingen:

stammen aus dem Mittelteil des Flügels und sind auch kürzer und weniger steif als Handschwingen. Sie sind auch breiter als Handschwingen und ebenso zum Fliegenbinden hervorragend geeignet. Armschwingen sitzen wie ihr Name schon sagt am Unter- und Oberarm des Flügelskeletts.

Federn

Sculpin Mühlkoppe

Seal Seehund
Sebago gepunkteter, silberner Binnenlachs
Sedge engl., erwachsene Köcherfliege (s.a. Caddis)

Original Nachbildungen
Köcherfliege (Sedge, Caddis) Köcherfliege (Sedge, Caddis) Köcherfliege (Sedge, Caddis) Köcherfliege (Sedge, Caddis)

Rezeptur und Bindeanleitung

Shank Hakenschenkel

Shockabsorber
Teil eines Vorfachs mit sehr dehnbarer Kraftübertragung um abrupte Schläge eines kampfstarken Fisches zu absorbieren (abzufedern).
Sidecast Seitenwurf

Silver Doctor Berühmte Lachsfliege

Rezeptur:

Faden rot oder schwarz, 6/0
Körper ovales Silbertinsel, am Ende: rotes und gelbes Floss
Schwanz Goldfasan-Tippets
Rippung ovales Silbertinsel
Hechel blaue Hahnenhechel, darüber Perlhuhnhechel
Flügel rotes Bucktail, gelbes Bucktail, darüber grizzly Hechelfedern
Kopf aus rotem oder schwarzem Hauptfaden
Silver Pheasant Silberfasan
sinking Sinkend
Sink Tip Sinkende Spitze bei der Flugschnur, in der Regel 3-6 m.
Skalp Balg

Federn des Hahnes oder der Henne aus der Nackenpartie (Manchmal auch Neck genannt). Kürzer als die vom Rücken (Sattel, bzw. Saddle)

s.a. Materialkunde: Bälge

Skin Rohfell
SLF SLF (Synthetic Living Fiber):

In der modernen Fliegenbinderei findet diese Kunstfaser immer mehr Bedeutung. So ist es z.B. ein vollwertiger Ersatz für das Robbenfell (Seal) und viele andere Felle. Die vielseitige Verwendbarkeit ist auf die besondere, glänzende und durchscheinende Struktur dieser Faser zurückzuführen. Durch das wasserabweisende Material und die Farbenvielfalt in der es auf dem Markt angeboten wird ist es in allen Etagen des Wassers einsetzbar. Ob Trockenfliegen, Nassfliegen, Aufsteiger oder Nymphen in Grundnähe - mit SLF gebundene Fliegen in knalligen Farben sind für die Fische im Meer ebenso unwiderstehlich wie Fliegen in dezenten Naturfarben in unseren klaren, alpinen Gebirgsbächen. Das Spiel der feinen Fibern im Wasser erweckt die Fliege zum Leben. SLF ist ausserdem leicht zu verarbeiten. Es haftet sehr gut am Bindefaden, läßt sich für Beinchen schön auszupfen oder sogar ausbürsten was der Fliege eine zusätzliche Attraktivität verleiht.

Spearpoint Hakenspitze
Spent tote Fliege (spent = verbraucht, erschöpft).

Maifliege (Spent) Original Maifliege (Spent) Nachbildung

Das Weibchen legt ihre Eier ab. Dafür tupft sie mit ihrem Hinterlaib aufs Wasser und streift das Eierpäckchen ab. Die Eier sinken auf den Grund und bleiben dort 1 - 3 Jahre. Nach der Eiablage stirbt das Weibchen und fällt mit ausgebreiteten Flügeln aufs Wasser.

Reihenfolge: Dun - Spinner - Spent

s.a. Metamorphose

spent wing Ausgebreitete Flügel
Spey Cast Single Spey Cast, Double Spey Cast
Bei diesen Würfen handelt es sich weitgehend um einen "umgelenkten Rollwurf" der in Abhängigkeit der Windrichtung und der Strömung (in Fließgewässern) ausgeführt wird.
Mit diesen Würfen lassen sich auch elegant Richtungsänderungen vornehmen (auch mit der Einhandrute!).
Spider engl., Spinne
Spinner lat. Imago = fertiges Insekt

fortpflanzungsfähige Fliege. Zweites Schlupfstadium bei Eintagsfliege.

Nach der letzten Häutung ist das Insekt voll entwickelt und paarungs- und geschlechtsreif. Ihr Gesamtaussehen ist jetzt feiner (Hochzeitskleid), die Flügel sind durchsichtig klar und die Körperfarbe in der Regel dunkler. Der Spinner beginnt sich nun in der Luft und unmittelbarer Nähe zum Gewässer zu paaren (Hochzeitstanz, Schwarmflug).

Reihenfolge: Dun - Spinner - Spent

s.a. Metamorphose

Splitcane Gespließte Rute
Ruten aus gespließtem Tonkinrohr. Aus sechs dreieckigen Spleißen wird in der Regel eine "Gespließte" hergestellt.
Springer Dropper, Seitenstück am Vorfach mit einer weiteren Fliege.
Sprock Köcherfliegenlarve

Squirrel Eichhörnchen
ST Shooting Taper, s.a. Schusskopf (Früher wurde diese Abkürzung für Single-Taper verwendet)

Shooting Taper (Schusskopf)

Stack Mending Stromabwärts mit schnellen laufenden Bewegungen Schnur nachfüttern.
Starling Star
Steelhead Meerwandernde Regenbogenforelle an der Westküste Nordamerikas.
Steinfliegen Plecoptera

Steinfliegenlarve, Perla Burmeisteriana

Für ihre Entwicklung benötigen Steinfliegen 1 - 2 Jahre (je nach Größe). Entgegen der Eintagsfliege haben diese jedoch nur ein beflügeltes Erwachsenenstadium.

Steinfliegennymphen lieben schnelles, sauerstoffreiches Wasser und Kies-/Steinböden. (im Bild rechts oben eine Perla Burmeisteriana)

Steinfliegen sind Indikator für sauberes Wasser der Güteklasse I - II! Bei einer verschmutzung des Wassers sind sie die ersten die verschwinden.

Steinfliegen sind meist sehr flugfaul. Sie bleiben in der Regel in der Gegend in der sie über Ufersteine und -pflanzen nachts aus dem Wasser kriechen.

Stillborns schlüpfende Eintagsfliegen
an der Oberfläche schlüpfende Eintagsfliegen denen es nicht gelingt, ihr Nymphenhaut abzustreifen.
Stoat Hermelin
Stockente Mallard

Stockente Deckfedern werden gerne als Flanken für Koppen-Imitationen genommen. Die fein gezeichneten Federn erinnern aber auch an unsere Königin der Fliegen, an die Maifliege. Damit ergibt sich noch eine weitere attraktive Einsatzmöglichkeit. Die Flügel der Maifliege werden mit dieser Feder sehr gut imitiert und führen, zur Freude des Fliegenfischers, bei den Fischen häufig zur Verwechslung zwischen echter und künstlicher Fliege.

Stoßfeder, Fasanenstoßfeder
Als Stoß wird in der Jägersprache der Schwanz des Federwilds bezeichnet. Die Länge des Stoßes im Verhältnis zur Form der Schwingen erlaubt Rückschlüsse auf die Flugweise eines Vogels. Vögel mit langen Schwanzfedern und kurzen Schwungfedern sind meist sehr gute und wendige Kurzstreckenflieger (z. B. Sperber oder Häher), kurze Schwanzfedern und schmale Schwingen deuten wiederum auf schnelle Vögel im Luftraum hin (z. B. Falken oder Schwalben). Stoß- bzw. Schwanzfedern werden auch Steuerfedern genannt nach ihrer Funktion. Sie sind für die Flugsteuerung verantwortlich. Im Gegensatz zu den Schwungfedern sind die Schwanzfedern eher symmetrisch aufgebaut. Aber auch Zier- und Signalaufgaben haben die Schwanzfedern vor allem bei Männchen in der Paarungszeit. Klassisches Merkmal ist das Radschlagen bei einem Pfau. Mit der Schönheit dieser Federn kann aber nicht nur das Weibchen etwas anfangen sondern auch der Fliegenbinder. Pfaufedern sollten auf keinem Bindetische fehlen.

Strauß Ostrich

Schon bei der Perlhuhnfeder hab ich die berühmteste Nymphe erwähnt welche mit Straßenfedern gebunden wird, die Arthofer. Sowohl für das Schwänzchen als auch für den Körper verwende ich diese Feder. Meist nehme ich zwei bis drei Fibern zusammen. Es wird empfohlen diese feinen Fibern mit Rippungsdraht zu stabilisieren aber das geht immer auf Kosten des schönen Spiels unter Wasser. Aus diesem Grund lasse ich die Rippung weg und riskiere damit aber eine Verletzung oder Zerstörung der Fliege durch die scharfen Zähne unserer Salmoniden. Dann wird halt eine Neue gebunden.

Streamer
Sie imitieren kleine Fische. Auf kleine Haken gebunden werden sie für Salmoniden eingesetzt und bei großen Haken auf Hecht, Huchen und andere große Raubfische.
Woolly-Bugger Fischchen Hechtstreamer
Forellenstreamer Hecht- und Huchenstreamer
Strecker letzte Fliege am Vorfach bei Verwendung von Springern
Strip strike Anhieb mit der Zweihandrute

Der Anhieb wird nicht durch heben der Rute durchgeführt sondern bei gesenkter Rute durch einen kräftigen Zug mit beiden Händen am Körper vorbei.

Stromaufwärts fischen 1. In der Regel steht die Forelle mit dem Kopf flußaufwärts. Der Fisch wird besser gehakt.

2. Das Problem des Furchens ist geringer.

3. Nymphen sinken schneller und tiefer ab.

siehe hierzu auch meinen Bericht Fliegenführung.

Strömungskante Grenze zwischen schneller und langsamer Strömung in einem Pool oder einer Stromschnelle.
Subimago Erstes Schlupfstadium bei Eintagsfliegen (Dun)

s.a. Metamorphose

Swan Höckerschwan
Switch Cast schneller Rollwurf

Die Schnur wird so stark beschleunigt, daß sie bis auf ein kurzes Stück vom Wasser abhebt. Durch ein kurzes Aufsetzen des Vorfaches links oder rechts vom Werfer kann sich die Rute aufladen und der Werfer kann zum Vorschwung übergehen.

T

Tailing Loop Die Schnüre überkreuzen sich und die Fliege verfängt sich. Unsauberer Wurf.
Take wenn der Fisch die Fliege nimmt.
tan Übergang von beige zu braun (Farbbezeichnung beim Fliegen binden).
Taper engl., konisch zulaufend
tapered eye verjüngtes Ör

Das Ör ist an seinem Ende verjüngt. Der Vorteil ist gerade bei sehr kleinen Haken ein leichteres Einfädeln der Schnur.

Teal Krickente
Teasen Einen Fisch solange ärgern bis er aus Wut oder anderen Reflexen nach der Fliege schnappt.
Tenkara
Japanisch: "Vom Himmel schwebend"

Eine aus dem 9. Jahrhundert vor Christus stammende japanische Art des Fliegenfischens. Gefischt wird mit ca. 3 - 4 m langen Ruten, ohne Rolle und entweder mit einer 3-4m langen Traditional-Line ähnlich einer geflochtenen Schnur oder mit einer 10-15 m langen Level-Line ähnlich einer Runningline.

Eine interessante und erfolgversprechende Ergänzung zum ultraleichten Fliegenfischen. Für weitere Informationen einfach auf's Bild klicken.

Tenkara-Fliege Zum Tenkarafischen gibt es natürlich auch entsprechende Fliegen. S.a. Sakasa Kebari

Karakteristisch für Tenkara-Fliegen sind ihre Hechelspitzen welche nicht nach hinten sondern nach Vorne in Richtung Ör zeigen. Ebenso einfach wie das Tenkarafischen sind auch die Fliegen zu binden.

Thin Skin
Eine (Latex-)Folie welche hauptsächlich als Rückenpanzer zum Binden von Bachflohkrebsen, Libellenlarven, Flügelscheiden u.a. verwendet wird. Im Handel gibt es sie in verschiedenen Farben und Mustern.
Thorax Brustteil bei einer Larve (Nymphe)
Thread Bindefaden, je größer die Zahl vor dem Schrägstrich um so feiner der Faden. Z.B. 6/0 ist dicker und stärker als 8/0

s.a. Bericht Materialkunde: Bindefäden

Threader Einfädler

Eine preiswerte und praktische Hilfe um den Faden durch das Röhrchen des Spulenhalters zu bringen.

Tinsel Dünne, glänzende Fäden aus Metall oder Plastik. Es wird meist für die Rippung verwendet. Im Handel: gold, silber kupfer . . ., flach oder oval.

Tip flex Spitzenaktion

Tippet Spitze des Vorfaches
tippets Kragenfedern des Goldfasans
Topping Deckfeder
Tricolore Dreifarbige Fliege meist in den Farben schwarz, braun und weiß gebunden

Tricolore

Rezeptur und Bindeanleitung

Trockenfliege
engl. Dry Fly, dryfly. Sie ist voluminös und aus wasserabstossenden Materialien gebunden. Der Haken ist dünndrahtig.

Sie wird an der Wasseroberfläche angeboten. Innerhalb des Fliegenfischens gilt das fischen mit der Trockenfliege als "Königsdiziplin". Es ist die schönste und anspruchvollste Art beim Fliegenfischen.

Einige Beispiele:
Mosquito Red Tag Tricolore Adams Bivisible
Von links nach Rechts: Mosquito, Red-Tag, Tricolore, Adams, Bivisible

Trolling Eine Fliege oder einen anderen Köder mit dem Boot ziehen.
Truthahn Turkey

Seine Federn verwende ich gerne für meine Eigenkreation einer Heuschrecke. Aber auch für andere Fliegen wie z. B. Köcherfliegen nehm ich diese schön gezeichneten Federn mal gestreift wie in unserm Bild oder gesprenkelt. Sollte man keine Schwungfedern bekommen, eignen sich auch Stoßfedern. Auch sie haben eine schön Zeichnung. Im Gegensatz zu den leicht spitz verlaufenden Schwungfedern sind die Stoßfedern des Truthahns am Ende fast gerade abgeschnitten. Um die ohnehin schon fest verhakten Fibern zusätzlich zu stabilisieren, sprühe ich sie auf der Rückseite mit einem wasserfesten Sprühkleber ein und schneide sie mir dann so zurecht wie ich sie brauche.

TT Triangle Taper (Triangle Line), die Verjüngung gleicht einem langgestreckten Dreieck. Gut für ein sanftes ablegen der Schnur und bei Rollwürfen.

Tube, Slipstream Röhrchen für Tubenfliegen
Ideal sind Hartnylonschläuche von etwa 1,5 mm Außen- und etwa 0,5 mm Innendurchmesser.
Tuck Cast
Die Rute wird beim Service abruppt gestoppt, bevor die Schnur gänzlich ausgerollt ist. Dadurch klappt die Spitze nach unten ein. Die Nymphe trifft aufs Wasser auf und taucht am senkrecht nachfolgenden Vorfach sofort ab. Die Rute deutlich anheben.
Tungsten engl. Bezeichnung für Wolfram.
Ein ungiftiges Metall, das mit 18 g/cm2 etwa um die Hälfte schwerer ist wie Blei (11,9 g/cm2). Wolfram wird von der Natur besser abgebaut wie Blei.
Turkey Truthahn
Turleknoten Turleknoten

Turleknoten

Twister, Dubbingtwister
Ein kleines Hilfsgerät um Dubbingstränge selbst zu erzeugen. Zwei Federarme halten die Schlaufe stramm. Zwischen die Stränge wird das Dubbingmaterial gelegt und mit den Fingern wird durch schnelles Drehen das Dubbing verzwirlt.

U

Uniknoten Ein äußerst einfacher und vielseitiger Knoten auch Grinnerknoten genannt.

Uniknoten

S. a. Grinnerknoten.

Unterwolle
Bei Tieren der Haar- bzw. Flaumteil direkt auf der Haut. Er dient der Wärmeisolierung. Die Haare sind sehr flauschig und weich, haben meist einen hohen Fettgehalt und eignen sich vor allem als Dubbingmaterial. Durch die weiche Beschaffenheit läßt sich Unterwolle sehr gut verarbeiten.
Up eye Aufwärts gerichtetes Ör

s.a. Materialkunde: Haken

Urethane-Kleber Wasserdichtes Klebesystem für Gummi, Neopren, Segeltuch und atmungsaktive Wathosen.

Reparatur von Wathosen:

Undichte Stellen suchen und reparieren:

Es ist nicht ganz einfach kleine undichte Stellen zu finden. Dafür gibt es aber eine kleine Hilfe: Ich verwende eine kleine, alte leere Pumpsprühflasche (z.B. Sagrotan), fülle diese mit 100-%-igem Isopropyl-Alkohol und besprühe die Innenfläche der Wathose an der vermuteten undichten Stelle. Die Löcher werden sichtbar (verfärben sich dunkel). Jetzt kann ich an dieser Stelle erst einmal eine Folie unterlegen damit beim Auftragen des Klebers nicht die Seiten zusammenkleben. Nun nur noch die Stelle mit dem Urethankleber einstreichen und mind. 12 Stunden trocknen lassen. Bitte darauf achten dass die Hose auf einer ebenen Untergrund liegt! Die undichte Stelle kann ruhig noch vom Alkohol benetzt sein. Danach die Folie entfernen.

Sowohl für Neopren als auch für atmungsaktive Wathosen verwende ich Aquasure, Aquaseal, Stormsure oder ähnliche Urethankleber. Bei atmungsaktiven Wathosen immer beide Seiten reparieren da sonst nach wie vor Wasser in die einzelnen Membrane eindringt.

Vor dem Auftragen des Klebers muß die beschädigte Stelle mit Alkohol gereinigt werden. Rückseite mit einem wieder ablösbaren Klebestreifen absichern. Das Loch und ca. 1 cm über den Rand hinaus mit Kleber auffüllen und mind. 12 Std. (über Nacht) trocknen lassen. Dann erst dass Sicherungs-Klebeband ablösen.

Achtung: Der ausgehärtete Kleber ist bei Nässe rutschig (bei großflächiger Anwendung im Sohlenbereich)! In diesem Fall kann man vor der Aushärtung etwas Sand aufstreuen.

USD Upside Down - Fliege

Die Fliege wird zweimal verkehrt herum gebunden. Zum Einen wird der Kopf der Fliege am Hakenbogen gebunden und zum Anderen wird der Haken verkehrt herum eingespannt so dass die Hakenspitze oben ist. Auch die Flügel liegen auf der Innenseite des Hakenschenkels.

USD-Maifliege

Rezeptur und Bindeanleitung

V

Valsesiana
Eine in Europa ursprüngliche Art des Fliegenfischens aus einer Zeit, in der es noch keine Rollen gab. Wie der Name schon sagt, stammt diese Art mit der Fliege zu fischen aus Val Sesia, einem Tal, unterhalb des Monte Rosa im Piemont (Norditalien). Am ehesten ist diese Art mit dem japanischen Tenkara zu vergleichen deren Wurzeln bis in die Zeit vor Christus zurückgehen. Erste Aufzeichnungen und Wandmalereien im Piemont sind aus dem Jahr 1730. Die Italiener fischten allerdings mit einer Zuckerrohrrute und einer, aus Rosshaar geflochtenen Schnur, an deren Ende bis zu 5 Fliegen gebunden wurden. Heute sind es aber höchtens noch 3. "Pesca alla Valsesiana" heißt diese Methode zu fischen. So wie im Norden Japans ist auch in Val Sesia das Haupteinsatzgebiet schmale, klare Gebirgsbäche mit Gumpen und Rinnen und der Zielfisch dessen Bewohner, Forellen und Saiblinge. Die Fliege ist ebenso einfach wie die Sakasa Kebari vom Tenkarafischen. Auch bei ihr stehen die Hecheln über das Ör hinaus. Spezialisten binden diese Fliege ohne Bindestock und Geräte, einfach in der Hand. Man braucht auch nur einen Haken, Bindefaden und eine Hechel. Das war's auch schon.

Interessant ist auch dass sich beide Methoden, Tenkara und Pesca alla Valsesiana unabhängig voneinander entwickelten trotz der riesen Entfernung zwischen Japan und Italien.

Vice Bindestock

Vorfach Das Vorfach ist eines der wichtigsten Bestandteile der Fliegenmontage was von vielen Fliegenfischern gerne unterschätzt wird. Es ist vor allem für einen ruhigen Wurfablauf und eine exakte Präsentation verantwortlich. Es soll die Kraft über die Flugschnur bis in die Vorfachspitze und zur Fliege übertragen.

Vorfacharten:

Geflochtene Vorfächer:

Strapazierfähige Vorfächer mit guten Streckeigenschaften. Als Spitze können über ein Ringerl (Pitzenbauer Ringerl) Nylon oder Fluorcarbon-Schnüre angeknotet werden, sind aber unelastisch.

Meist werden sie in Kombination zu Sinkschnüren und Sinktips verwendet.

Konisch knotenlose Vorfächer:

Dies sind knotenlos verjüngte Vorfächer, meist aus Nylon oder Fluorcarbon hergestellt und werden in Längen von 2,70 m - 4,80 m angeboten.

Sie besitzen sehr gute Abrolleigenschaften auch bei starkem Wind. Je nach Einsatzgebiet gibt es sie als:

schwimmend (floating)
leicht einsinkend (intermidiate)
langsam sinkend (slow sink)
schnell sinkend (fast sink)
sehr schnell sinkend (super fast sink)
extra schnell sinkend (extra super fast sink)

Geknotete Vorfächer:

Auf diese möchte ich hier nicht näher eingehen. Dies würde den Rahmen sprengen. Es gibt fast in jedem Fliegenfischbuch gute Beispiele zum selber machen für alle möglichen Situationen am Wasser.

Länge:

"Ideal wäre die längste Vorfachspitze die sich noch gut kontrollieren läßt"

Diese Aussage von Altmeister Ritz hat immer noch Gültigkeit.

Dem Fliegenfischerneuling möchte ich folgendes raten:
Vorfachlänge nicht kürzer als Rutenlänge

Vor- und Nachteile:

längeres Vorfach:
+ mehr Bisse zu erwarten
+ bei heiklen und selektiven Fischen
+ bei kleinen Fliegen
+ im freien, ruhigeren Wasser
-- wirft sich schlechter

kürzeres Vorfach:
+ wirft sich besser
+ bei starkem Wind
+ kleine Gewässer
+ buschige Gewässer
+ beim schnellen servieren
-- weniger Bisse zu erwarten

Stärke der Spitzen:

Der Durchmesser der Vorfachspitze muß in einem vernünftigen Verhältnis zur Fliege sein. Er ist abhängig von der Größe und dem Gewicht der Fliege.

Hakengröße Vorfachspitze
18 - 20 0,10 - 0,12
14 - 16 0,12 - 0,16
10 - 12 0,14 - 0,18
6 - 8 0,16 - 0,22
1 - 4 0,22 - 0,30
1/0 - 5/0 0,30 - 0,50

Auch die Aktion der Rute spielt eine Rolle. So kann man bei einer parabolischen Aktion eher dünnere Vorfächer verwenden wie bei einer mittleren oder Spitzenaktion.

Vorfachglätter Vorfachstrecker, er wird verwendet um ein kringelndes Vorfach wieder zu glätten (streckken). Das Vorfach wird zwischen den beiden Gummiplatten gelegt und vorsichtig mehrmals durchgezogen. Achtung: es darf dabei nicht zu warm werden, also nicht zu schnell durchziehen und auch nicht zu fest zusammendrücken! Die beste Methode ist meiner Meinung nach, das Vorfach mehrmals zwischen den warmen Fingern durchzuziehen. Da spürt man schnell wenn es zu warm wird.

Vorfachstärken
9x 0,08 mm 1,0 kg
Die Bezeichnung x ist eine alte Vorfacheinteilung und stammt noch von früher: Getrocknete Darmstücke des Seidenwurms wurden durch Diamantstaub gezogen um ihren Durchmesser zu reduzieren. 2x wurde zweimal durchgezogen, 3x dreimal usw.
8x 0,10 mm 1,4 kg
7x 0,12 mm 1,8 kg
6x 0,14 mm 2,2 kg
5x 0,16 mm 3,0 kg
4x 0,18 mm 3,6 kg
3x 0,21 mm 4,2 kg
2x 0,24 mm 5,1 kg
1x 0,26 mm 6,4 kg
0x 0,28 mm 6,5 kg
01x 0,33 mm 7,2 kg
02x 0,36 mm 8,8 kg
03x 0,39 mm 10,2 kg

W

Wasser physikalisch
0 Grad Eis
100 Grad Wasserdampf
4 Grad größte Dichte und höchstes Gewicht
Wasserzug
Man läßt erstmal die Fliege stromabwärts treiben, dann legt man die Schnur aus dem Handgelenk heraus unter Ausnützung der Adhesion (Rute ladet sich beim Abheben auf) wieder gegen die Strömung. Dies ist vor allem bei kleinen Bächen vorteilhaft bei denen Büsche wie ein Dach über dem Wasser hängen.

Waten Regeln, Tipps und Tricks

Waten kann Spaß machen, kann Vorteile beim Angeln bringen weil es Dich näher zum Fisch bringt, kann aber auch Ärger für Dich und Deine Umwelt bringen oder sogar lebensbedrohlich werden wenn Du Dich nicht an ein paar Grundregeln hältst

Wenn man bedenkt wie viel Millionen von Seiten über die Fliege beim Fliegenfischen geschrieben wurden und immer noch geschrieben werden und damit vergleicht was zum Thema Waten geschrieben wird, wo es doch um unser Leben und Gesundheit geht, dann muss man sich schon ein bisschen wundern.

Ich möchte hier versuchen, gerade für Fliegenfischer die Ihre ersten Schritte in unseren alpinen Fließgewässern unternehmen möchten, einige Regeln, Tipps und Tricks mitzugeben.

Wichtigste Regel!
Höchstgeschwindigkeit beim Waten ist 1m / Minute!

Wate nur wenn es notwendig ist!
Wenn Du vom Ufer aus das selbe erreichst, bleib am Ufer. Durch unnötiges Waten werden nicht nur Fische verscheucht sondern auch Laichplätze und wertvolle Lebensräume für Kleinlebewesen zerstört. Waten zerstört zwar keine Gewässer, verursacht aber vermeidbare Schäden!

Achte ständig darauf dass ein Fuß immer einen sicheren Stand hat!
Wähle keinen Standort auf wackligem oder rutschigem Untergrund oder in einer starken Strömung.

Benutze grundsätzlich einen Watgurt!
Bei einem Sturz im Wasser läuft ohne Watgurt die Hose sofort voll Wasser und zieht die Beine wie einen Luftballon nach oben. Die Folgen sind leicht auszurechnen. Die Chance, die Füße wieder auf den Boden zu bekommen sind gleich Null. Vor allem bei Kindern ist eine solche Situation schon im Bach lebensgefährlich!

Trübes Wasser verhindert die Sicht auf den Gewässerboden!
Hier kann ein Watstock eine große Hilfe sein. Mit ihm lässt sich der nächste Schritt vorher abtasten. Außerdem wirkt er wie ein drittes Bein.

Watstock nie stromabwärts einsetzen!
Extrem instabile Position beim weitersetzen des Watstocks.

Nie dicht oberhalb von Stromschnellen oder Stufen waten!
Ein Sturz kann lebensgefährlich werden.

Beachte immer die Wetterlage!
Watkleidung an die entsprechende Jahreszeit anpassen. Vorsicht vor allem bei kalten Füßen. Die Füße werden gefühllos und dadurch verschlechtert sich erheblich die Trittsicherheit. Auch der Wasserpegel hängt stark mit dem Wetter zusammen. Bei starken Regenfällen steigt der Wasserpegel sehr schnell.

Wattiefe beachten!
Denke daran dass das Wasser durch den Strömungsdruck vor dem Körper zu einer Welle aufstaut und daher bis zu 2 Handbreiten höher reicht als das Gewässer tief ist. Daraus ergeben sich ein paar Richtlinien für die Watbekleidung:

- Watstiefel bis zum Knie: nur in knöcheltiefem Wasser waten.

- Watstiefel oder –Strümpfe bis zum Schritt: nur in knietiefem Wasser waten.

- Hüftwathose: Wattiefe maximal bis zum Schritt.

- Brustwathose: Maximale Wattiefe bis zur Hüfte.

Bedenke immer Deinen Rückweg!
Bei starker Schneeschmelze z.B. im Frühjahr kann das Gewässer Morgens eine wesentlich geringere Wassertiefe haben als am Nachmittag (auf dem Rückweg!).

Immer wieder Ausstiegsmöglichkeit suchen!
Zwischendurch immer wieder das Ufer nach einer Ausstiegsmöglichkeit absuchen. Nicht erst wenn ein starkes Gewitter da ist oder sonst irgendeine kritische Situation. Auch sollte man sich am Ufer ein markantes Merkmal einprägen und immer wieder dahin schauen.

Starke Strömung!
In starker Strömung oder kritischen Situationen immer mit dem Gesicht stromaufwärts langsam und breitbeinig, leicht seitlich, das vordere Bein stromab versetzt waten. Wenn die Strömung zu stark wird, umkehren! Bei sehr starker Strömung kann ein Bach auch große Steine am Grund entlang wälzen die einem unerwartet am Fuß treffen können.

Druckwelle beim Waten beachten!
Beim Waten erzeugen die Füße eine Bugwelle die sich stromaufwärts ausbreitet. Bei schönem Wetter werden die Fische durch diese Welle bis weit über die Sicht ins Wasser hinaus vergrämt.

Hilfestellung!
Willst Du einem Fischerkollegen aus irgendeinem Grund beim Waten helfen, dann stell Dich nicht unterhalb (also stromab) von ihm da Ihr sonst beide baden geht. Die beste Position ist dicht bei Ihm aber stromauf. Dadurch wird der Strömungsdruck auf ihn gebrochen.

Waterhen Teichhuhn
Waterrat Wasserratte
Weasel Wiesel
Weißwedelhirsch Whitetaildeer (Bucktail)

Wer kennt sie nicht, die Bucktail's aus dem Schwanz des Weißwedelhirschen. Gefärbt oder in Natur werden sie auf dem Markt angeboten und sind fast schon das Standardmaterial für Streamer. In der Naturfarbe lassen sich aus den kürzeren Haaren auch schöne Caddis binden!

Werfen engl.: throws
Wett Fly Nassfliege, wie ihr Name schon sagt, wird sie unter der Wasseroberfläche gefischt.

Märzbraune Alexandra . . .

WF Weight Forward Taper (Keulenschnur)

Weight Forward (Keulenschnur)

Spitze in der Regel 60 - 100cm dann folgt ca. 6-15 m ein verdickter Teil (Keule) und danach verjüngt sich die restl. Schnur wieder (ca. 15 m).

Whipfinish Abschlussknoten beim Fliegen binden mit dem Whipfinisher.
01. Schritt:

Nehmen Sie den Whipfinisher (Knotenbinder) in die rechte Hand wie im Bild (links) und führen Sie den oberen Haken des Knotenbinders von hinten an den Faden. Legen Sie dann den Faden an den unteren Haken des Whipfinishers. Dabei ist es egal ob von vorne oder von hinten.

02. Schritt

Ziehen Sie nun den Whipfinisher (rechte Hand) unter leichtem Zug nach rechts oben und den Spulenhalter (linke Hand) nach links so dass der Faden parallel zum Hakenschenkel läuft. Es entsteht eine liegende Vier.


03. Schritt

Hat man einen rotierenden Whipfinisher, nimmt man einfach das Röhrchen zwischen Daumen und Zeigefinger und führt den Whipfinisher 3 - 4 Mal unter leichtem Zug um den Hakenschenkel. Dabei umwickelt der senkrechte Faden den am Hakenschenkel anliegenden, waagrechten Faden.

Hat man keinen rotierenden Whipfinisher läßt man den Whipfinisher locker zwischen Daumen und Zeigefinger gleiten.

04. Schritt

Nach der letzten Windung positioniert man den Whipfinisher am besten so dass die beiden Haken des Whipfinishers nach oben stehen (s. Bild links). Der Zeigefinger schiebt sich vorsichtig nach vorne zum federnden Haken.

05. Schritt

Jetzt wird mit einem leichten Stupser mit dem Zeigefinger an den federnden Haken und unter leichtem Zug mit der linken Hand der Faden an ausgehängt.

06. Schritt

Die linke Hand zieht langsam den Faden nach links wobei gleichzeitig der Knotenbinder nach oben geht. Jetzt nur noch den Knotenbinder aushängen, den Knoten festziehen und abschneiden. Mit einem Tropfen Lack kann der Knoten zusätzlich gestärkt werden.

Whipfinish von Hand

Abschlussknoten beim Fliegen binden von Hand. Das nachfolgende Beispiel ist für Rechtshänder geschrieben. Linkshänder bitte umdenken!

01. Schritt:

Ausgangsposition:
Die linke Hand hält den Spulenhalter und Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand liegen auf dem Faden.
Die Fingernägel schauen mich an!

02. Schritt

Jetzt die beiden Finger nach rechts drehen und den Faden mit der linken Hand hinter Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand führen. Dabei entsteht eine Schlaufe. Die Fingerkuppen schauen mich an!

03. Schritt

Danach die beiden Finger der rechten Hand in der Schlaufe so drehen dass mich die Fingernägel wieder anschauen. Der Zeigefinger der rechten Hand spreizt sich jetzt vom Mittelfinger etwas ab und führt den Faden über den Hakenschenkel.

04. Schritt

Die Fingerkuppen schauen mich wieder an! Die beiden Finger in der Schlaufe wieder drehen. Die Fingernägel schauen mich an!

05. Schritt

Der Zeigefinger legt den Faden wieder um den Hakenschenkel und . . .

06. Schritt

. . . die Fingerkuppen schauen mich wieder an!

07. Schritt

Finger in der Schlaufe wieder drehen. Die Die Fingernägel schauen wieder zum Binder! Der Zeigefinger hebt den Faden wieder über den Hakenschenkel und die Fingerkuppen schauen mich wieder an. 2 - 3 Windungen reichen im Allgemeinen aus!

08. Schritt

Nach der letzten Windung kann der Zeigefinger vorsichtig aus der Schlaufe genommen werde und Daumen und Zeigefinger halten nun Haken und Schlaufe fest. Jetzt kann auch der Mittelfinger aus der Schlaufe genommen werden.

09. Schritt

Die linke Hand kann jetzt den Knoten zuziehen.

10. Schritt

Fertig ist ein von Hand gebundener Abschlussknoten.

Whipfinisher Knotenbinder, Gerät zum Binden des Endknotens (Whipfinish)

Whole Skin ganzer Balg
Widgeon Pfeiffente
Wiggle Cast Schlangenwurf
schräg oder direkt stromabgeworfen sorgt er für einige Meter freie Fliegendrifft. Kurze links/rechts Bewegung beim Ablegen der Schnur mit der Rute.
Windknoten
Knoten welche immer wieder im Vorfach auftauchen. Der Knoten wird so genannt um dem Wind den Fehler zuzuschreiben. In Wirklichkeit sind es Wurffehler.
Wire Diameter Drahtstärke
Woodchuck Eichhörnchen
Woodcuck Waldschnepfe
Würfe
Überkopfwurf Basic flycast

Der gebräuchlichste Wurf. Er besteht aus einem einfachen Vor- und Rückschwung über dem Kopf wie der Name schon sagt.

Leerwurf
(Trockenwurf)
False cast

Mehrere Vor- und Rückschwünge ohne dass die Schnur das Wasser berührt.

Nasswurf Die Schnur wird abgehoben und sofort wieder - ohne Leerwürfe (Trockenwürfe) - abgelegt.
Schnurkorrektur Line mending

Dabei wird um den Strömungsdruck aus der Schnur zu nehmen ein Bogen gegen die Strömung gelegt.

Rückhandwurf Backhand

Er wird immer dann eingesetzt wenn entweder von Rechts (bei Rechtshändern) ein starker Wind bläst oder sich Hindernisse (Büsche, Bauten ect.) auf der rechten Seite befinden. Die Rutenhand bewegt sich dabei nur Richtung linker Schläfe, keinesfalls darüber hinaus.

Seitenwurf Sidecast

Die Rute wird parallel zum Ufer geführt. Man kann ihn sowohl vorhand als auch rückhand ausführen.

Bogenwurf Airmend

Er wird in der Regel quer zur Strömung ausgeführt um Strömungsrinnen zu überwerfen. Beim Ablegen wird mit der Rute gegen die Strömung ein Halbkreis gezeichnet.

Schlangenwurf Wiggle Cast

Am besten geeignet für Schräg-Stromab-Würfe oder bei ungünstigen Strömungsverhältnissen. Damit wird erreicht dass die Fliege in der Strömungsgeschwindigkeit treibt ohne zu furchen. D.h. die Schnur wird einfach lose aufs Wasser gelegt. Die Rute wird beim Ablegen hin und her bewegt wodurch eine Schlangenlinie auf dem Wasser entsteht.

Gestreckter Wurf Reach cast

Gleich nach dem Stopp beim Vorschwung wird die Rute zur Seite, gegen die Strömung, gestreckt. Dabei kann die Fliege ungehindert und natürlich treiben ohne zu furchen. Er ist ähnlich dem Bogenwurf.

Fallschirmwurf

(abgestoppter Wurf)

Gebetsroither Parachut

Parachut cast

Noch wärend des Vorschwungs wird die Schnur gestoppt, die Rute in 12 Uhr - Stellung gebracht und danach gesenkt.

Puddle Cast

Wärend sich die Schnur beim Vorschwung streckt bringt man die Rutenspitze schnell auf 3 Uhr läßt die Schnur nach oben ausrollen und herabfallen. Beim Herabfallen der Schnur wird die Rute wieder in 12 Uhr - Stellung gebracht.

Pile Cast

Bei diesem Fallschirmwurf wird der Arbeitswinkel nach hinten geneigt so dass durch einen nach oben gerichteten Vorschwung, abstoppen und senken der Rute möglichst viel Schnur auf dem Wasser palziert wird.

Rollwurf Roll cast

Er wird immer dann benötigt wenn nach hinten kein Platz mehr zum werfen ist. Die Schnur wird dabei langsam auf dem Wasser soweit nach hinten gezogen bis die herabhängende Schnur hinter dem Werfer ein D bildet. Danach wird aus dem Handgelenk ein schneller Vorwurf ausgeführt. Die Schnur rollt dann auf dem Wasser nach vorne.

Ausgestreckter Rollwurf Switch cast

Die Schnur wird dabei schnell vom Wasser abgehoben (im Gegensatz zum normalen Rollwurf) und beschleunigt. Das Vorfach und ein kleines Stück der Flugschnur wird neben dem Werfer auf dem Wasser wieder aufgesetzt so dass die Schnur hinter dem Werfer wieder ein D bildet. Dadurch wird die Rute kurz aufgeladen und über den Vorschwung rollt die Schnur wieder nach vorne. Mit Zugunterstützung kann damit auch noch eine gute Weite erzielt werden.

Einfachzug Beim Einfachzug wird nur der Vorschwung beim Ablegen durch einen kurzen, kräftigen Gegenzug verstärkt. Am Ende des Vorschwungs gibt die Schnurhand die Schnur frei und läßt sie schießen. Natürlich muß genügend Schnur vorgelegt werden.
Doppelzug Für weite Würfe oder Würfe gegen den Wind oder Würfe mit großen Streamern und schweren Vorfächern reicht der Einfachzug nicht mehr. Dazu wird dann der Doppelzug verwendet.

Der Gegenzug wird im Gegensatz zum Einfachzug bei jeder Richtungsänderung durchgeführt. Also sowohl beim Rückschwung als auch beim Vorschwung. Erst wenn zwischen dem Daumen der Schnurhand und dem Leitring eine Spannung aufgebaut ist kann man die Schnur schießen lassen.

Pendelwurf Pendulum cast

Er eignet sich eine Fliege unter überhängendes Gebüsch zu präsentieren. Der Name sagt eigentlich schon viel über die Technik.

Hakenwurf Curve cast oder Hook cast

Mit ihm kann man gut um - vor dem Werfer liegende Hindernisse wie Steine o.ä. - herumwerfen. Der Hakenwurf gelingt nur aus dem Seitenwurf (Side cast) heraus. Die Rute wird etwas schneller wie beim Seitenwurf flach über dem Wasser geführt und abrupt abgestoppt. Beim Rechtshänder führt dieses abstoppen zu einem Haken nach links. Will man den Haken nach rechts legen geschieht dies mit einem seitlich geführten Rückhandwurf (Backhand).

Wasserzug Water Haul

Er eignet sich besonders wenn die Fische unter einem dichten Blätterdach stehen und kein normales Werfen mehr möglich ist. Auch bei dichtem Uferbewuchs ist dieser Wurf geeignet.

Dabei läßt man die Fliege 5-10 Meter stromabwärts treiben. Die Schnur streckt sich und durch die Adhesion wird die Rute aufgeladen. Mit einem Kick aus dem Handgelenk gegen die Strömung wird die Schnur in einer engen Schlaufe wieder stromauf gelegt.

Flitzbogenwurf Bow and arrow cast

Oft ist dieser Wurf die einzige Möglichkeit an kleinen, stark bewachsenen Bächen die Fliege unter die Büsche zu platzieren. Wie der Name schon sagt wird hier die Rute als Bogen verwendet, die Schnur als Sehne und die Fliege als Pfeil. Man nimmt die Fliege (mit dem Hakenbogen nach oben) in die Hand, spannt sie leicht (vorsicht nicht zu fest spannen da sonst die Rutenspitze bricht!) und läßt sie unter den Busch fliegen.

Unterhandwurf Underhand cast

Dieser Wurf ist eine Kombination von Pendelwurf und Rückhandwurf. Die Schnur bewegt sich unter der Rute vor und zurück.

Umgelenkter Rollwurf Single Spey cast und Double Spy cast

Beide Würfe sind nicht nur für die Zweihandrute gedacht. Sie funktionieren auch mit der Einhandrute und werden in der regel für Richtungsänderungen verwendet. Meist werden diese Würfe zusätzlich mit einem abschließenden Switch cast kombiniert.

Bläst der Wind stromauf wird der Single Spy cast verwendet, bläst er stromab der Double Spey cast.

Wurffehler und Probleme
Vorfachprobleme

Die Fliege schlägt beim ablegen nach unten

Spitzenteil zu kurz, längeres Spitzenteil anknoten, evtl mit Pitzenbauer Ringerl

Die Fliege steigt beim ablegen

Vorfach zu lang, Vorfach etwas verkürzen aber nicht kürzer als Rutenlänge

Das Vorfach bricht (ungewollt) zusammen

Vorfach zu lang, Vorfach verkürzen aber nicht kürzer als Rutenlänge

Das Vorfach streckt sich nicht

Vorfach zu lang, Vorfach verkürzen aber nicht kürzer als Rutenlänge.
Die Fliege ist zu schwer im Verhältnis zur Vorfachspitze.
Beim Rückwurf war die Schnur nicht gestreckt.
Die Schnur wurde beim letzten Vorwurf zu früh ausgelassen
Beim Schießen lassen war keine Reserve Schnur mehr vorhanden.

Knoten im Vorfach

Der häufigste Fehler ist wenn die Schnur beim Rückwurf nicht gestreckt ist.
Seltener ist das Verhältnis Fliege / Vorfach dran schuld.
Auch wenn er Luftknoten heißt ist daran nicht die Luft oder der Wind schuld!

Schnur-Probleme

Die Schnur streckt sich nicht

Vorschwung zu früh, bzw. Schnur war beim Rückwurf nicht gestreckt.
Zwischen dem Leitring und dem linken Daumen (bei Rechtshänder) keine Spannung, das passiert wenn die linke Hand nicht der rechten Hand folgt. Der Abstand wird dann zu groß!
Der Stop beim Vorwurf war zu "lasch" oder wurde ganz vergessen. Deutlicher Stop bei 2 Uhr!
Rute wurde vorne zu weit gesenkt. Die Schnur wird nach unten gedrückt und bricht zusammen.
Die Flugbahn verläuft von hinten unten nach vorne oben.

Schnur bricht beim Rückwurf zusammen

Zuviel Schnur in der Luft.
Evtl. Handgelenk abgeknickt und den Boden oder ein anderes Hindernis gestreift.
Am besten man gewöhnt sich beim Rückwurf eine hohe Schnurführung an!

Die Schnur schießt nicht sauber durch die Ringe

Zuviel Schnur in der Luft.
Die Schnur war beim Rückschwung nicht gestreckt.
Schnur schon zu alt (porös) oder zuviel Schmutz auf der Schnur. Reinigen und mit Pflegemittel behandeln. Evtl. auch Ringe auf Beschädigung untersuchen.
Falsche Schnur gewählt. Die Schnurklasse ist zu hoch für den Spitzenring.

Die Schnur kringelt beim auswerfen

siehe unter Memory-Effekt.

Die Schnur trifft vor der Fliege auf's Wasser

Bei der Daumenhaltung neigt man leicht dazu die Schnur beim Ablegen nach unten zu drücken. Kommt dazu noch ein starker Körpereinsatz nach vorne, wird das Problem zusätzlich noch verstärkt.
Man kann durch das saubere Ablegen bei 3 Uhr und das anheben des Ellbogen erreichen, dass die Fliege immer vor der Schnur auf dem Wasser landet.

Fliegen-Probleme

Die Fliege sinkt rückwärts ein

Die Schwanzfibern stützen die Fliege zu wenig oder haben zu wenig Auftrieb um den Hakenbogen im Oberflächenfilm zu halten.
Die Fliege wurde zu hart abgelegt.
Bei kleinen Trockenfliegen wurde der falsche Knoten verwendet. Klammer-, Clinch-, und Grinnerknoten liegen ausserhalb des Örs und ziehen somit die Fliege hinten runter. Besser wäre der Turle-Knoten da dieser auf dem Hakenschenkel aufliegt (also innerhalb des Örs).

Die Fliege kippt zur Seite

Der Hakenbogen wurde gefettet und kann somit den Wasserfilm nicht durchschneiden. Die Fliege verliert das Gleichgewicht.
Das Vorfach hat einen Drall.

Die Fliege liegt auf dem Rücken

Fliege zu hart aufgesetzt beim Präsentieren.
Zu große oder zu schwere Fliege im Verhältnis zur Vorfachspitze.
Zu steife (dicke) Vorfachspitze.
Die Fliege dreht sich wie ein Probeller und verdrallt das Vorfach.

Wurfstile / Castingstyle Englischer Wurfstil:

Der Wurf erfolgt übewiegend aus dem Handgelenk heraus und in der Regel über dem Kopf. Es ist der älteste Wurfstil. Dies hängt damit zusammen dass man früher mit sehr langen Fliegenruten fischte welche man fast nur vor- und zurückschwingen konnte. Dabei wurde der Daumen auf den Rutengriff gelegt (Daumengriff). Ebenso charakteristisch für den Englischen Stil ist das anlegen des Oberarms an den Körper. Noch heute wird oft beim trainieren ein Buch unter die Achsel genommen damit der Arm eng am Körper bleibt.

Hauptmerkmale des Englischen Wurfstiles:
- Daumengriff
- die Rolle zeigt in Wurfrichtung
- kurzer Bewegungsweg der Rute
- oben drüber - oben drüber (Schnur bewegt sich beim Vorwärtswurf und beim Rückwärtswurf über der Rutenspitze)
- steile Rutenhaltung mit kleinem Wurfwinkel.

Amerikanischer Wurfstil:

Erstes Merkmal des Amerikanischen Wurfstiles ist dass er das, im englischen Stil, fixieren des Oberarms am Körper aufgibt. Die Wurfbahn ist beim Rückschwung und Vorschwung: oben drüber - oben drüber. Auch kommt der Wurf nicht mehr rein aus dem Handgelenk aber immer noch aus dem Unterarm. Er erinnert eher beim Vorschwung an ein nach vorne Schieben der Rute.

Merkmale des Amerikanischen Wurfstiles:
- Durch das "schieben" des Ellbogens wird der Weg nach vorne verlängert,
- kurzes Aufladen der Rute,
- die Fliegenrolle wird beim Rückwurf nach aussen gedreht, das hängt im wesentlichen mit der Daumenhaltung zusammen.
- Daumenhaltung,
- Wurf erfolgt aus dem Unterarm in einer fast waagrechten Linie,
- oben drüber - oben drüber,
- fast senkrechte Rutenhaltung,
- kleiner Wurfwinkel.

Gebetsroither (Österreichischer) Wurfstil:

Er ist der effektivste Wurf, mit sehr geringem Aufwand. Der Zeigefinger bewirkt: dort wo er hindeutet, geht auch meine Schnur hin. Die Rute ist der verlängerte Zeigefinger. Für Ziel- und/oder Präsentationswürfe ist er der beste Wurf. Durch das werfen aus der Schulter heraus bekommt man eine wesentlich bessere Hebelwirkung wie bei vielen anderen Würfen.

Merkmale des Gebetsroither Wurfstiles:
- Zeigefingerhaltung (feinere Präsentation, besseres Zielen),
- die Rolle zeigt in Wurfrichtung,
- Wurf aus der Schulter heraus (die Rute wird um den ganzen Arm verlängert),
- langer Weg des Rutenarms,
- unten durch - oben drüber (beim Rückwärtswurf unterhalb der Rutenspitze, beim Vorwärtswurf oberhalb der Rutenspitze),
- das Handgelenk wird nicht oder nur geringfügig genutzt,
- Einsatz des Doppelzugs.

X

Y

yard 1 yard = 91,44 cm
Yarn engl. Bezeichnung für Garn

Z

Zeigefingerhaltung
Steht die Präsentation im Vordergrund, ist die Zeigefingerhaltung der Daumenhaltung bei weitem überlegen, denn dort wo mein Zeigefinger hindeutet, soll auch meine Fliege landen. Der Zeigefingergriff hat auch noch einige weitere Vorteile: Zum Einen verhindert er etwas das zurückkippen des Handgelenks beim Rückwurf, zum Anderen bilden beim Ablegen Rute und Unterarm eine möglichst gerade Linie welche die Flugschnur gerade durch die Ringe schießen läßt. Ein weiterer Vorteil wurde oben schon erwähnt: da wo der Zeigefinger hindeutet, geht auch meine Fliege hin oder noch einfacher gesagt: alles was der Zeigefinger macht, macht auch meine Schnur. Zeichnet der Zeigefinger in der Luft eine 8, macht auch die Schnur diese Bewegung nach. Zeichnet der Zeigefinger eine Spirale. so macht dies auch die Schnur.

Zigarrengriff Unterstützt die Zeigefingerhaltung. Mit einigen Ausnahmen bei Schnurklasse #000 - #6.

Zoll 1 Zoll = 2,54 cm
Zonker Raubfischstreamer die mit langen Fellstreifen gebunden werden.
Zulu s.a. Red Tag

sie unterscheidet sich zur Red Tag durch schwarze Hahnenhechel (Red Tag hat rote und Hexe hat grizzly), durch einen längeren Hakenschenkel und durch eine Silberrippung.