In der Prien

18. Juni 2015

Heute bin ich wieder mit meinem Freund Markus unterwegs, diesmal in der Prien. Eine kleine Erkundungsfahrt entlang der Prien läßt jedes Fliegenfischerherz höher hüpfen. In den Gumpen tummelt sich alles was in Gebirgsbächen seinen Namen hat. Forellen und Äschen sind fleißig auf Nahrungssuche. Leider ist dieser Bereich der Prien in Privatbesitz wie wir später erfuhren. Das sollte uns aber nicht entmutigen und die Prien hat noch Einiges an Überaschungen für uns.

Wir besorgen uns die Karten und machen uns auf den Weg zum Streckenbeginn. Schon mit den ersten Würfen können wir einige Bachforellen auf unsere Fliegen heiß machen. Ich hab eine ganz einfache Hasenohrnymphe mit giftgrünem Köpfchen dran welche die Bafo's trotz kristallklarem Wasser nicht davon scheucht sondern eher zum anbeißen animiert. Markus überzeugt einige Regenbogner mit einer Goldkopf-Pheasant-Tail.

Aber auch den Bachforellen gefällt die Pheasant-Tail bzw. wie sie Markus präsentiert und führt. Die meisten sind knapp am Maß (35 cm). Eine 40+ darf aber dann schon mal mit und für weitere (kulinarische) Freuden sorgen.

So ging es weiter den ganzen Tag. Einmal hatten wir sogar an der selben Stelle gleichzeitig eine dran. Ein kurzes "ja!" und unsere Ruten gehen hoch. Ich lass jetzt einfach mal die Unterwasserbilder sprechen.

Nach einer schönen Brotzeit gehts weiter wie es angefangen hatte. Höhepunkt war eine 50-er Äsche über die ich mich riesig gefreut habe. Überzeugen ließ sie sich von der guten alten Ritz-D. Später hatte auch Markus das Vergnügen und eine ebensolche Schönheit am Haken. Bei ihm war's die Pheasant-Tail welcher die Schönheit nicht wiederstehen konnte. Sie durften natürlich beide weiter schwimmen.

Am Spätnachmittag fing es dann an zu regnen. Wir wollten uns eigentlich die ganze Strecke ansehen aber das schafften wir nicht mehr. Der Regen wurde immer heftiger und wir beschlossen, die Heimreise anzutreten.

Das war wieder eine bilderbuchmäßige Fischerei in herrlicher Umgebung. Auch wenn diese Strecke nicht ganz so wildromantisch war wie die, die wir uns morgens angesehen haben, so war das trotzdem Fliegenfischen vom allerfeinsten. Die Prien sieht uns bestimmt bald wieder.