Mit Markus in der Leitzach

21. August 2014

Heute besuchen Markus und ich die Leitzach in Wörnsmühl. Sie ist zur Zeit vom Wasserstand recht schön und die Fische beissen als hätten sie wochenlang nichts zu futtern gefunden. In letzter Zeit war ich fast täglich dort und wir haben immer gut gefangen. Das Wetter war aber in letzter Zeit auch wie im Angellehrbuch. Immer bedeckter Himmel, mal leichter Regen und dann wieder etwas Sonne und wieder Gewitterschauer und die Leitzach immer ganz leicht eingetrübt.

Auch heute dauerts nicht lange bis sich die ersten Fische für unsere Fliegen interessieren. Eine Bachforelle und eine Regenbognerin nehmen fast hintereinander meine Goldkopf-Red-Tag. Sie durften beide ohne Foto auskommen.

Auch dieser kleinen, vorwitzigen Äsche gefällt der Goldkopfwinzling mit dem roten Schwänzchen. Er durfte aber im Wasser bleiben nachdem ich ihm dieses stachlige Zeug vorsichtig wieder abgenommen hatte. Ich hoffe dass sie groß und stark wird und sich ordentlich gegen alle Feinde wie Fliegenfischer, Nahrungskonkurenten, Vögel usw. wehren kann.

Die Gänse sind mittlerweilen so zutraulich dass sie nicht einmal mehr schnattern wenn man ihnen zu nahe kommt. Ich glaube sie wissen, dass sie von umsichtigen Fliegenfischern nichts zu befürchten haben. Ich vergewissere mich auch bei jedem Wurf ob nicht eine von ihnen gerade hinter mir schwimmt.

Markus ist schon wieder am drillen. Von weitem sehe ich aber nicht was es ist. Er hat ja ein glückliches Händchen für gute Fischstandplätze und sieht sie auch schneller wie ich. Wenn man länger in der Leitzach steht kann es empfindlich kalt werden um die Zehen. Selbst jetzt im August hab ich kalte Füße trotz meiner Merinowollsocken. Ok, es war aber in den letzten Tagen auch saukalt. Den Fischen scheint das aber zu gefallen.

Ich bemerke eine leichte Steigaktivität und binde eine Parachute-Adams ans Vorfach. Ein Wurf und wieder hängt eine kleine Äsche an der Fliege. Schnell ein paar Fotos unter Wasser von ihr gemacht, ausgehängt und schon saust sie wie der Blitz in Richtung Strömung. Ich seh nur noch das Schwänzchen. Mittlerweilen ist es Mittag und die Beissfreudigkeit läßt wie immer etwas nach. Dafür meldet sich langsam unser Magen. Beim Gasthaus Nägele können wir Abhilfe schaffen und vor allem ich meine Füße wieder etwas aufwärmen.

Gut gestärkt ist Markus wieder der erste mit Fischkontakt. Eine wunderschöne Bachforellen-Dame interessiert sich für seine Softhackle. Die hat locker das Maß und darf ausnamsweise mit in die Küche und für eine gesunde Ernährung sorgen.

Wieder steigen die Fische, oder immer noch und ich bind eine Rehhaarsedge an, laß sie etwas flußabwärts treiben und schon steigt eine schöne Regenbognerin nach ihr. Sie schnappt sich das Köcherfliegenimitat und zieht ab damit. Schöner gehts fast nimmer oder wie man heute sagt: das ist kaum noch zu toppen!

Wieder vorne an der Brücke hat Markus noch mal eine dran und auch ich. Was war das wieder für ein Fliegenfischtag mit Markus! Glücklich und zufrieden treten wir die Heimreise an.

Nochmal ein saugeiler Fliegenfischtag mit Dir Markus, solche Tage hat mir der Arzt verordnet!