Mit Markus in der Schlierach

20. August 2014

Auch wenn die Schlierach nur 20 km von mir entfernt ist, kenn ich noch nicht alle Streckenabschnitte. Gut, all zu oft komm ich auch nicht dorthin und neue Teilbereiche zu entdecken macht immer wieder Spaß und bis man in meinem Alter alle entdeckt hat, vergißt man einen Teil schon wieder, vor allem wenn man wie ich täglich beruflich noch in vielen anderen Gewässern unterwegs ist. Ausserdem zeigt sich ein Bach oder Fluß immer wieder von neuen Seiten. Am schönsten ist es immer mit Freund Markus, mit dem ich schon viele Fließgewässer fliegenfischerisch erkunden durfte. Heute bin ich mal wieder mit ihm auf Entdeckungsreise in der Schlierach und natürlich auch um Fische zu fangen.

Das Wetter war wie schon den ganzen August über sehr abwechselnd. Regenschauer und Sonne gaben sich ein Wechselspiel wie im April und die Temperaturen waren alles andere als warm. Für die Beißfreudigkeit unserer Schlierachbewohner war's natürlich wie aus dem Lehrbuch. Bedeckter Himmel, schöner Wasserstand mit leicht eingetrübtem Wasser und nicht zu heiß. Schon hängen beim Markus die ersten Fische an seinen selbstgebastelten Eigenkrationen. Wie ich, ist auch Markus ein Freund von "Kampffliegen" welche nach dem ökonomischen Prinzip "mit geringsten Mitteln zum größtmöglichen Erfolg" erstellt werden. Auf alle Fälle kommen sie immer mit Fisch zurück wenn man sie ins Wasser wirft.

Auch bei mir läuft's sehr gut. Die schöne Refo wurde mit einer Hasenohrnymphe verführt und darf nochmal für kulinarische Freuden sorgen. Schließlich sind wir ja in erster Linie Fliegenfischer und keine reinen Fliegenwerfer, dann wären wir beim Castingsport.

Markus ist wieder dran mit dem nächsten Fisch, einer kleinen Bachforelle. Die durfte natürlich wieder ins Wasser um ihren Opa oder Oma zu holen. Richtig liebevoll setzt er sie wieder zurück mit den besten Wünschen und vielleicht mal auf ein Wiedersehn in ein paar Jahren.

Auch wir wechseln uns ab. Mal hat Markus einen und dann wieder ich. Diese wunderschöne Bafo durfte natürlich auch wieder zurück nachdem ich ihr die Rote Montana wieder vorsichtig abgenommen habe da das Maß heuer etwas angehoben wurde, auf 32 cm. Find ich auch gut so.

Der Tag mit Markus an der Schlierach war wieder sehr erfolgreich auch wenn ich am Schluß noch meine, fast so alte Kappe wie ich, als Preis in der Schlierach lassen mußte. Ein Ast hat sie mir vom Kopf gestreift und den Fluten der Schlierach übergeben. Schade! Vielleicht findet sie ja mal jemand.

War wieder ein saustarker Fliegenfischtag mit Dir Markus!