Geburtstagsfischen in der Traun

15. Juli 2014

Am Geburtstag ist man am liebsten mit Freunden zusammen und das ist auch heute bei mir so. Mit Markus, Hildegard, Pauli und den Fischen die ich natürlich auch zu meinen Freunden zähle verbringe ich diesen wunderschönen Tag in der Traun. Das Wetter könnte schöner nicht sein und verspricht bei leicht bedecktem Himmel laut Lehrbuch eine hohe Beißfreudigkeit der Fische. Auf alle Fälle ist es von der Temperatur her sehr angenehm und der Wasserstand der Traun läßt auch einen "älteren" Herrn (gestern war ich noch ein Jahr jünger) gemütlich im Wasser spazieren gehen.

Eine tiefere Rinne am gegenüberliegenden Ufer mit einem Baum, dessen Wurzeln weit ins Wasser rein ragen, hat mich fast magisch angezogen. Da muß ein schöner Fisch drin stehen. Ich servier eine Nassfliege (Märzbraune) etwas oberhalb des Baumes und lass sie an den Wurzeln vorbei langsam auf Tiefe gehen. Meine Vermutung war richtig. Ein kräftiger Ruck, den ich bis in meine bereits schon lädierte Schulter spüre sagt mir, daß ich gleich ein bisschen was zu tun bekomme. Eine gut halbmetrige Refo hat sich die Märzbraune geschnappt und zog nun mit ihr ausgerechnet dahin, wo die Strömung am stärksten ist. Mit der linken Hand versuch ich sie zu halten bis meine Rechte umständlich die Kamera aus der Tasche holt und startklar macht. Gleich mehrmals schießt sie aus dem Wasser und es gelingt mir sogar, sie beim Sprung zu fotografieren. Wenn auch ein wenig verwackelt aber das Bild freut mich ungemein. Ich verfolg sie auch noch unter Wasser wo sie mir noch ein paar atemberaubende Bilder schenkt. Der Drill dauert einige Minuten und mein rechter Arm schmerzt schon. Das Fotoshooting und der Kampf im Wasser scheint sie nicht im geringsten zu ermüden, eher mich. Irgendwann aber lassen unser beider Kräfte nach und wir beenden diesen aufregenden Drill. Wow! Das war ein Geburtstagsfisch, so richtig nach meinem Geschmack, wenn ich auch erst einmal richtig fertig zu meinen Freunden, die das Ganze vom anderen Ufer aus beobachteten, zurückkehre.

Weiter wechseln sich Bachforellen und Regenbogner ab um sich die Märzbraune, welche immer noch am Vorfach baumelt, schmecken zu lassen. Auch bei Markus und Hildegard läufts sehr gut, die ich meist nur von weitem beim Drillen sehe.

Pauli, unser Top-Organisator sorgt wieder für die Verpflegung. Mit Fleischpflanzerl wird unser verbrauchter Akku wieder aufgeladen. Gibt's was schöneres als mit Freunden zusammen, in der freien Natur Brotzeit zu machen!? Das zieh ich jedem noch so noblen Sternelokal vor.

Frisch gestärkt geht's wieder weiter und auch die Fische machen den Lehrbüchern alle Ehre. Der Himmel ist immer noch bedeckt und die Beißfreudigkeit unserer Freunde unter Wasser hat noch nicht nachgelassen ausser im Bereich der Brücke, wo sie sehr scheu sind und bei einem unachtsamen Ablegen der Schnur sofort das Weite suchen. Das Wasser ist sehr klar, man sieht die Fische stehen aber die sehen auch uns. Trotzdem gelingt es immer wieder, einen an die Fliege zu locken.

Diesmal bin ich mal in der Nähe vom Markus und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Eine wunderschöne Äsche nimmt die Eigenkreation von Markus, eine ganz einfach gebundene kleine Goldkopfnymphe. Sie durfte natürlich gleich wieder weiterschwimmen. Ein paar Aufnahmen unter Wasser, in ihrem Element und eine ganz kurz über Wasser machten dieser erstaunlich kräftigen Äsche nichts aus. Sie schießt sofort wieder zurück an ihren alten Standplatz.

Noch einige Refo's, Bafos und ein Aitel mit meinem "Fahrgestell" den Markus noch überlisten konnte, wechselten sich bis in die Abendstunden beim Drill ab. . . . und weil's Mittag schon so schön war, gab's abends nochmal ein Festessen in Gottes freier Natur, "Tagliatelle cotte in Traunaqua con salsa di pomodoro sul tipo di Marco, Paolo e Hildegard" (Nudeln in Traunwasser gekocht mit Tomatensoß nach Art Markus, Hildegard und Pauli).

War wieder saustark mit Euch und a richtig scheens Geburtstagsfischen! Danke Hildegard, Pauli und Markus!