Mit Markus an der Bayrischzeller Leitzach

25. Juni 2014

Die obere Leitzach gehört zu unseren Lieblingsstrecken. Uns, das ist Markus und ich. Nicht weil sie werferisch hohe Ansprüche stellt sondern weil die Fische dermaßen scheu sind. Schon beim kleinsten Geräusch schießen sie blitzschnell in einen Unterschlupf. Ich hatte leider nur ein 0,18-er Vorfach aber man konnte da schon beobachten, wenn eine Trockenfliege vor dem Fisch aufsetzt passierte noch nichts aber wenn dann das Vorfach nachfällt treten sie pfeilschnell die Flucht an. Das ist es aber was den besonderen Reiz an der Oberen Leitzach ausmacht. Da muß der erste Wurf sitzen sonst ist der Fisch weg und alle anderen sind ebenso gewarnt.

Die Kunst beherrscht Markus sehr gut und die Fische lassen auch nicht lang auf sich warten. Das glasklare Wasser der Leitzach läßt uns sehr gut auf Sicht fischen. Ich schau wieder, was ich mit der Kamera einfangen kann. Den Reigen eröffnet eine schöne Bachforelle.

Indianerfischen vom Allerfeinsten ist hier angesagt. In den vielen Jahren am Wasser kenn ich kaum ein Gewässer, in dem die Fische so heikel und scheu sind wie hier in der Bayrischzeller Leitzach. Aber ich mag das. Präsentation und Fliegenführung müssen perfekt stimmen um die scheuen Wasserbewohner an den Haken zu locken. Schon die kleinste Unachtsamkeit wird durchschaut. Selbst Regenbogner wie hier bei Markus suchen das Weite wenn die Fliege nicht exakt in der Strömungsgeschwindigkeit auf den Fisch zutreibt. Markus schafft es aber diese "Dicke", die schon fast mein Fahrgestell hat, an die Angel zu holen.

Wieder eine schöne Refo welche den Präsentationskünsten von Markus nicht wiederstehen kann. Ich versteh die Leute nicht die immer wieder sagen und auch schreiben: "in der Leitzach sind keine Fische". Sie sind da aber halt sehr, sehr scheu und das gilt auch für die normal als gar nicht scheu eingestuften Regenbogenforellen.

Zum Schluß nochmal eine schöne Regenbognerin.

War wieder ein klasse Tag mit Dir, Markus!