Traum an der Deutschen Traun mit Markus

23. Juni 2014

Neue Gewässer erkunden ist immer eine äußerst spannende Sache. Am liebsten mach ich das, so wie heute, mit meinem Freund Markus. Welche Fische erwarten uns? Wie ist das Wasser, die Strukturen usw.? Sicher, das Gewässer ist nicht neu aber wir sind zum ersten mal an der Deutschen Traun bei Traunstein. Wir hatten Glück denn die Kartenausgabe ist stark begrenzt und wir waren die Ersten.

Es dauert gar nicht lange und ich darf heute, ausnamsweise, den Reigen mit einem schönen Aitel eröffnen. Einer Roten Montana konnte er nicht wiederstehen. Meist ist es Markus der mit dem Ersten beginnt. Bei uns gibt es aber weder Wettkampf noch Futterneid, da kennen wir uns schon zu lange. Ein schöner Start. Bei uns an der Schlierach und Mangfall sind die Aitel nicht so schnell mit dem Beissen. Da wenn der erste Wurf nicht perfekt passt sehen wir nur noch die Schwanzflosse und die nächsten paar Stunden wird bei den Aiteln die Nahrungsaufname verweigert.

Fast gleichzeitig hat auch Markus eine schöne Bachforelle am Haken. Er sah sie steigen und serviert ihr eine Mosquito welche sie auch gleich annahm. Mein Aitel verabschiedet sich und ich kann mit meiner Kamera abtauchen und noch ein paar Fotos von ihr, in ihrem Element schießen. Toll! Das läuft ja wie am Schnürchen. Sollten wir heute mal das Glück haben, den gesamten Artenreichtum der Deutschen Traun an die Angel zu bekommen. Immer wieder sahen wir große Barben vorbeiziehen. Das wär auch mal wieder ein schöner Drill.

Abwechselnd ging's so weiter. Mal eine Bafo dann wieder eine Refo zwischendurch wieder ein Aitel. Was für eine Fischerei! Auch Äschen sehen wir immer wieder mal. Der Artenreichtum ist bemerkenswert. Schaffen wir's, von jeder Art eine an den Haken zu locken?

Markus hat immer wieder mal ein paar neue Eigenkreationen von Fliegen dabei und das schöne ist, er fängt saugut damit. Auch heute präsentiert er eine kleine Nymphe welche er auf einfachste Art herstellte. Ein 18-er Haken, ein ganz kleines Gold- oder Kupferköpfchen daran und mit einem dunkelgrünen Floss einen konischen Körper geformt. Das war's schon. Mit dieser Fliege fängt er eine nach der anderen. Jetzt ist es eine schöne Äsche die auf seine Spezial-Nymphe hereinfällt. Sie durfte natürlich gleich nach dem kurzen Fotoshooting weiterschwimmen. Jetzt haben wir schon fast alle Arten außer einer Barbe.

Und wieder ist Markus am drillen. Wieder mal eine Bachforelle. Sie hat es auf eine Art Hasenohrnymphe abgesehen welche ihr Markus gekonnt präsentiert. Meine Kamera macht immer wieder Schwierigkeiten und schaltet sich einfach aus wenn's unter Wasser geht. Sie hat ja doch schon wieder ein paar Jahre auf dem Buckel. Sonst hätten wir noch wesentlich mehr Fotos. Bis auf die Barben hatten wir so ziemlich alles erwischt was sich hier in der Deutschen Traun so tummelt. Ein fantastischer Fliegenfischtag mit einem ebenso fantastischen Kollegen und langjährigen Freund. Bestimmt waren wir hier nicht zum ersten mal!

Danke Markus!