Fischer kochen Fische

15. Februar 2014

Unter dem Motto "Fischer kochen Fische" haben die Rosenheimer Fischer zum Kochkurs eingeladen. Als Hobbykoch und kulinarischer Abenteurer kann man in dieser Hinsicht nicht genug dazulernen und wenn schon mal ca. 20 Hobby- und Berufsköche zusammen kommen um miteinander zu kochen, dann ist das ein unbezahlbarer Erfahrungsaustausch dem ich kaum entsagen kann. Von den, im Winter gebundenen Fliegen kann man ja schlecht leben aber von den gefangenen Fischen die wir heute auf vielseitigste Art zubereiten werden. Nur mal ein kleiner Auszug der Gerichte die von den Freunden der kulinarischen Kunst schmackhaft zubereitet werden:

  • Forellenlasagne
  • Heißgeräucherte Forellen
  • Fischgulasch Esterhazy
  • Knusprige Karpfenfiletstreifen
  • Renkenröllchen in Weißweinschaum
  • Matjes Hausfrauenart
  • Bismarkhering
  • Brotaufstrich aus geräucherten Forellen
  • Gemischtes Fischfilet in Teigsäckchen
  • Fischwaffeln
  • Fischspieße
  • Gekochte Eier mit Renkenrogen
  • Hecht im Bierteig
  • Kaltgeräucherte Forellen mit Gravlaxâs
  • Forelle-Ei-Pasteten in zweifarbiger Sahne
  • Bunter Karpfensalat
  • Frühlingsröllchen aus Forelle
  • Fischkarpfen aus Zander
  • Fischpflanzerl
  • Roter Weißfischsalat
  • Räucherfischsalat mit Nudeln
  • Geräucherte Ruttenfilets
  • Fischsuppe
  • u.v.m

In kleine Teams aufgeteilt hat jede Gruppe eine Liste von Gerichten welche zubereitet werden sollen. Bei frühlingshaften Temperaturen, um die 17 ° Grad, hatte ich das Glück in der Räuchergruppe draussen im Freien eingeteilt zu werden.

In der Küche geht's gleich nach der Aufteilung so richtig zur Sache. Trotz der riesigen Speisenauswahl die zu bewerkstelligen ist und dem Gewusel in der Küche herrscht ein freundschaftlicher Umgangston. Nicht wie man es heutzutage bei einigen Kochsendungen sieht. Das ist das was mir heute immer wieder angenehm auffällt, wenn ich etwas aus der Küche holen möchte.

Forellen, Karpfen, Schleien, Hecht und Aale durchwandern die Räucheröfen um bald darauf herrlich duftend und "vergoldet" zur Weiterverarbeitung Richtung Büfett oder Küche weiter gereicht zu werden nicht aber bevor jeder mal verkostet hat. Für die Fischspieße werden Paprika, Zwiebeln, Speck, Champignons, Zuchini und Fischfilets vom Zander, Hecht und Karpfen gewürfelt.

Wieder mal hab ich kurz Zeit einen Blick in die Küche zu werfen und da sind sogar schon einige Sachen zum Probieren. Das Sprichwort: "Viele Köche verderben den Brei" trifft hier voll daneben. Das was ich bisher gekostet habe war vom Allerfeinsten und ich mach mir schon Sorgen ob ich es abends schaffe von all diesen Herrlichkeiten wenigstens ein bisschen zu probieren.

Aber zurück zu unserer Räucherei. Geräucherte Rutten hatte ich bisher noch nie probiert. Ein neues kulinarisches Abenteuer das ich jedem nur empfehlen kann.

Die Spieße sind mittlerweilen auch bestückt und wir versuchen ein paar sogar zum Räuchern. Optisch waren sie eine Augenweide, geschmacklich stellten wir einstimmig fest, waren sie eher "interessant" also werden wir sie in der Küche braten.

Auf Silbertabletts machen sich die geräucherten Aal- und Ruttenfilets richtig gut und werden bei mir schon mal für Abends vorgemerkt. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich es nicht schaffen werde, das ganze Büfett durchzuprobieren. Wenigstens hab ich sie gleich nachdem sie aus dem Räucherofen kamen verkosten können.

Fischpflanzerl gehören unweigerlich zu meinen Leibspeisen. Auf die freu ich mich schon ganz besonders. Auch wenn's die bei mir zu Hause öfters gibt, so macht sie doch ein jeder ein bisschen anders und vor allem mit anderen Fischen. Bei mir sind es meist Aitel die an meine Fliege gehen um dann nochmals mein Herz bzw. meinen Magen zu erfreuen. Das Karpfengulasch durfte ich probieren. Da hätt ich mich reinsetzen können so gut war das. Das hat ja schon "Suchtpotential".

Beim Kickern, Billart und einem kleinen Spaziergang am See konnte ich wieder ein wenig Platz im Magen schaffen für die abendliche kulinarische Rallye auf die ich mich aber schon richtig freue. Gott sei dank hab ich mittags nichts gegessen so dass doch ein bisschen Platz im Bauch ist. Die Stimmung am See ist gerade unbeschreiblich und das mitten im Februar.

Langsam füllt sich das Büfett und die ersten geladenen Gäste kommen. Jetzt noch schnell die warmen Sachen aus der Küche holen und am Büfett aufbauen. Dafür sind schon Warmhaltebehälter bereitgestellt.

Von Heinz, dem Organisator dieses Kochkurses wird das Büfett eröffnet. Die Reaktionen der geladenen Gäste und auch der Köche sind überwältigend. Mich haben wieder einmal die vielseitigen Möglichkeiten, unsere heimischen Fische zuzubereiten, fasziniert. Den Großteil der Gerichte werde ich auf alle Fälle nachkochen und, eins weiß ich jetzt schon; in die Liste meiner Leibspeisen werd ich sie fast alle aufnehmen.

Danke Heinz, Sepp, den Berufs- und Hobbyköchen und den Rosenheimer Fischern für diesen lehr- und genußreichen Tag!
Beim nächsten mal lieber Heinz werd ich 4 Wochen vorher fasten!