Fliegenfischen im Gaistal

5. September 2012

Weil's letzte Woche so schön war sind wir, Susi und Andi, wieder an der Leutascher Ache. Diesmal befischen wir den obersten Teil der Strecke im Gaistal bis zur Fischereigrenze. Das Gaistal liegt zwischen Wettersteingebirge und der Mieminger Kette. Am Igelsee entspringt die Leutasch und fließt durch's Gaistal nach Leutasch und in Mittenwald in die Isar. Bei der Leutasch muß ich immer aufpassen dass ich mit meinen Liebserklärungen an die Ache nicht zu stark in's schwärmen komme. Es ist einfach ein Gebirgsbach wie man ihn sich vorstellt. Schöne Rieselstrecken wechseln sich ab mit tieferen Gumpen und gleichmäßig dahinziehende Rinnen. Ein Eldorado für Bach-, Regenbogenforellen und vor allem Saiblinge. Zu verdanken ist diese schöne Fliegenfischerei der Leutascher Fischerei welche durch begrenzte Ausgabe von Tageskarten für die 25 Kilometer, Zulassung nur Fliegenfischen mit Schonhaken und eine erforderliche Fischerprüfung, eine schonende Nutzung dieses Traumreviers garantieren.

Susi, Andi und ich beginnen heute ganz oben, an der Reviergrenze bei einer größeren Gumpe die schon sehr vielversprechend ausschaut. Es läßt sich auch schon eine große Regenbogenforelle sehen die uns, besser gesagt Andi, ganz schön auf Trapp hält. Immer wieder versucht Andi sie anzuwerfen. Ein paar mal jagt sie Andis Fliege nach aber ich kann schon jetzt sagen: durch ihre Erfahrung und List hat sie sich nicht fangen lassen.

In der Zwischenzeit gelingt aber Susi eine kleine Bachforelle an die Fliege zu holen welche aber noch nicht ganz das Schonmaß erreicht hat. Also darf sie wieder weiterschwimmen und ihren Freunden und Verwandten von ihrer Begegnung mit einer gemeinen Kampffliege und dem Menschen erzählen.

Ein Stückchen weiter unten gelingt den Beiden ein schöner Synchronfang. Fast gleichzeitig schlagen Susi und Andi an und jeder hat einen hübschen Saibling am Haken. Da ich mich nicht entscheiden konnte zu wem ich jetzt mit meiner Unterwasserkamera gehe, warte ich geduldig ab bis beide gelandet sind. Trotzdem gibt es noch ein Foto von den beiden Leutaschbewohnern, wenn auch schon für ein schönes Essen vorbereitet.

Alle Drei sind wir glücklich und Zufrieden und haben uns eine kleine Pause verdient. Überall am Wegrand findet man noch Silberdisteln welche bei uns in Deutschland schon sehr rar und deswegen auch gesetzlich geschützt sind. Ein schöner Brotzeitplatz lädt uns ein, wieder Kraft zu tanken für den Kampf mit dem Element Wasser und seinen Bewohnern.

Bei der großen Gumpe, bei der wir letzte Woche erfolgreich aufgehört haben beenden wir auch heute unseren Ausflug ins Gaistal und auch diesmal sind wir wieder erfolgreich. Bei Andi sind es nochmals zwei Saiblinge und auch bei mir ist es wieder eine obligatorische Regenbognerin.

Mit 5 schönen Fischen (von 6 erlaubten für 3 Personen), einen klasse Fliegenfischtag in einer traumhaften Umgebung, können wir voll zufrieden sein und uns auf den Weg nach Hause machen.

Danke Susi und Andi für den tollen Fliegenfischtag mit Euch!