An der Leutascher Ache mit Susi und Andi

29. August 2012

Heute ist die Freude doppelt so groß. Zum einen freu ich mich darauf mit Susi und Andi wieder einmal zum Fliegenfischen zu gehen und zum anderen auf die Leutascher Ache. Mit Susi und Andi hab ich schon viele Fliegenfischabenteuer bestritten und das war immer ein schöner Mix aus Action, Genießen und Entspannen. Ein Traumwetter im späten August verwandelt das Tal zwischen Wetterstein und Karwendel in eine Bilderbuchkulisse.

Wir beginnen oberhalb der Geisterklamm auf der österreichischen Seite. Am Wehr haben wir in den letzten Jahren immer wieder große Regenbogner gefangen. Mal schaun wie's heuer ausschaut. Entweder haben sie gerade keine Lust zum beißen oder sie sind gerade nicht zuhause. Andi hatte mal einen kurzen kräftigen Biß aber der Fisch hat's sich dann doch anders überlegt.

Etwas weiter stromaufwärts sah es dann schon besser aus. Wenn auch die vielen Bachforellen noch nicht ganz das Maß von 30 cm hatten, so war es doch schön zu sehen, dass hier viel Jugend nachwächst. Interessant fand ich die Färbung dieser Leutaschschönheiten. Sehr hell, fast weiß und mit ganz wenig roten und schwarzen Punkten.

Wenn Andi oder Susi wieder eine schöne BaFo dran haben, begeb ich mich sofort auf Tauchstation und versuch den Fisch in seinem Element für die Nachwelt festzuhalten ohne ihm nur ein Haar bzw. Schuppe zu krümmen. Danach wird er im Wasser vorsichtig ausgehängt und meist bedankt er sich mit einem kräftigen Flossenschlag. Das Ganze geht natürlich nur mit Schonhaken und einem sehr, sehr feinfühligem Drill, indem ich das Vorfach zwischen Zeigefinger und Daumen nehme und den Fisch ganz vorsichtig und ohne Druck auszuüben an der Unterwasserkamera vorbeiführe.

Den Kleinen musste ich zum Hakenlösen kurz rausnehmen und Andi hat ihn schnell fotografiert. Man sieht noch die Wasserspritzer. Er durfte aber sofort wieder zurück in sein Reich. In dem Eisblauen Wasser wirken die Forellen fast etwas mystisch. Wir sind ja auch noch nicht allzu weit weg von der Geisterklamm.

Kurz über der Wasseroberfläche gelingt mir diese schöne Aufnahme durchs Leutaschtal. In diesem Abschnitt wechseln sich Rießelstrecken mit gleichmäßig ziehenden Rinnen.

Mit dem Auto fahren wir ein Stückchen in's Gaistal hinauf wo ich an einer schönen Gumpe immer wieder mal auf Saiblinge treffe. Schon beim Ankommen sehen wir links und rechts der Stufe ein paar schöne Exemplare vorbeischwimmen. Andi versuchts auf der linken Seite und ich auf der Rechten. Ja! Bei Andi war der erste Interessent schon am Haken. Nach seiner Erzählung waren es zwei die sich für seine Fliege interessierten. Wie so oft hat der kleinere der Beiden den Kampf um die Fliege gewonnen der größere dafür den Kampf ums Leben. Mit weit über 30 cm hatte er das Maß und durfte somit mit nach Hause. Den Größeren versucht Andi noch eine ganze Zeit lang zu erwischen aber der wird sich in einer ruhigen Ecke darüber freuen dass er so langsam war.

Auch auf meiner Seite konnte ein Saibling meiner olivgrünen Hasenohrnymphe nicht wiederstehen. Auch er war weit über 30 cm und durfte für ein schönes Festessen mit nach Hause.

Bis spätestens um 20 Uhr mußten wir unsere Karten abgeben weshalb wir schweren Herzens diesen schönen Platz verließen und uns auf den Heimweg machten. Ich konnten aber zufrieden sein, nicht nur mit unseren schönen Fängen sondern auch mit zwei so netten, sympathischen Leuten wie Susi und Andi einen wunderschönen Fliegenfischtag zu verbringen, in einer herrlichen Umgebung, einem Gebirgsbach der Seinesgleichen sucht und bei einem Traumwetter das den ganzen Tag über bei Allen für beste Laune sorgte.

Danke Susi und Andi für den wunderschönen Tag mit Euch!