In der Königseer Ache mit Hildegard, Pauli und Markus

25. Juli 2012

Wenn ich gefragt werde, was ich in meiner Freizeit mache wenn ich schon das ganze Jahr über fliegenfische, dann muss ich immer schmunzelnd gestehen - auch fliegenfischen - und am liebsten mit meinen Freunden Hildegard, Pauli und Markus. Das ist immer was ganz Besonderes und wenn das Ganze auch noch an der Königseer Ache geschieht, dann fehlt mir nichts mehr zu meinem Glück. Kürzlich hörte ich den treffenden Spruch: "Bei soviel Glück bekommt sogar ein Ochse ein Kalb!"

Markus beginnt natürlich bereits an der nassen Wand mit einem herrlichen Saibling. Der konnte seiner Eigenkreation nicht wiederstehen. Eine Art Goldkopf-Hasenohr-Palmer-Fliege.

Auch Hildegard beobachtet einen Saibling direkt vor Ihren Füßen. Ich kann sogar ein Foto machen ohne dass er flüchtet. Hildegard versuchts mit einer Pheasant-Tail. Angeworfen - und Biß! Markus und Pauli beobachten das ganze von der Nähe. Das läuft ja heute wieder wie am Schnürchen! Auch bei mir interessiert sich eine Regenbognerin für meine Red Tag. Zum Fotografieren hatte ich gar keine Zeit mehr weils bei Hildegard und Markus schon wieder weiter ging mit einer Regenbogenforelle und einem Saibling.

Ich lege meine Fliegenrute weg denn ich wollte ja parat sein für die nächsten Aufnahmen. Ein Stückchen weiter schreit Markus: "Eine Goldforelle!" Tatsächlich! In einer Strömungskante kommt immer wieder eine wunderschöne Goldforelle rauf. Die hab ich im Fließgewässer noch nicht gesehen. Markus und ich lassen natürlich Hildegard den Vortritt. Ist sie doch in unserer Vierergruppe immer wieder zuständig für die aussergewöhnlichen Fische. Ganz cool wirft Hildegard die Goldforelle an, sie nimmt die Fliege und die Goldforelle landet bei Hildegard im Kescher. "Da Wahnsinn!" Ich weiß gar nicht mehr was es für eine Fliege war. Klasse gemacht Hildegard!

Der Vormittag war für uns richtig erfolgreich so dass wir getrost die Beisspause der Fische, meist wärend der Mittagszeit, ausnutzen konnten um uns in einem schattigen Biergarten für die nächste Etappe zu stärken. Der Schweinsbraten mit Reherl war "sauguad"!

Markus drängt es schon wieder ans Wasser. Ich glaub der hat beim letzten mal ein Date mit ein paar Bachforell(inn)en ausgemacht denn er ist kaum am Wasser und schon hängt die erste an seiner selbstkreierten Fliege. Jetzt leg ich die Kamera gar nicht mehr aus der Hand. Schön läßt sie sich ganz ruhig in ihrem eigenen Element fotografieren.

Und weiter gehts. Die nächste Bachforelle! Die Rogner reißen sich förmlich um den sympathischen Milchner am Ufer oder für den Nichtfischer: "der Markus kann sich gar nicht mehr retten vor lauter Weiber!"

Zwischendurch ist auch Hildegard wieder dran und die beiden wechseln sich ab, dass ich die Kamera gar nicht mehr aus der Hand geben möchte. Fische unter Wasser zu fotografieren macht mehr Spaß als sie aus dem Wasser zu heben. Sind sie doch in ihrer natürlichen Umgebung und wenn sie das dritte mal an der Kamera vorbeikommen, merken sie dass von diesem Kasten keine Gefahr ausgeht und verhalten sich meist ganz ruhig.

Schon wieder ist Markus am drillen eines schönen Saiblings. Wir sind mittlerweilen an der großen Gumpe am Urstein. Da war es heuer im Frühjahr schon ganz gut auch wenns damals Hochwasser hatte und ich unfreiwillig baden ging.

Jetzt ist Hildegard wieder dran . . .

. . . und wieder Markus.

Zum Schluss noch ein paar Aufnahmen rund um den Urstein. Als Fisch würds mir da bestimmt auch gefallen. Schöne Felsen zum verstecken, Nahrung von den Bäumen am Ufer, ruhige und turbulente Zonen zum chillen.

Liebe Hildegard, lieber Pauli, lieber Markus, der Tag mit Euch war wieder oberste Klasse und ich hoffe, mit Euch noch viele solche Tage zu erleben! Passt gut auf Euch auf, es gibt für uns noch viele Gewässer für ebensoviele tolle Fliegenfischabenteuer mit Euch zusammen. Schön dass es Euch gibt!

Euer Ralf!