In der Miesbacher-Schlierach mit Elke

16. Juli 2012

Wieder darf ich ein Mädel beim Fliegenfischen begleiten. Mit Elke hab ich schon mehrere schöne, erfolgreiche Fischtage an der Leitzach verbracht. Diesmal geht's an ein wildromantisches Fließgewässer mitten in der Stadt - an die Schlierach in Miesbach. Von "Einheimischen" welche uns sofort als Fischer identifizieren was ja auch kein Kunststück ist, bekommen wir ihr Bedauern ausgesprochen: "O mei, Fisch gibt's in da Schlierach scho lang koa mehr!" Wir lassen uns von den Kommentaren nicht beeindrucken und setzen unseren Weg mit dem gleichen Bedauern für die "Unwissenden" fort. Wie in fast allen unseren Bächen und Flüssen gibt es Tage mit Fisch und Tage ohne Fisch. Gott sei dank ist das so! "Schau ma mal, was heut für a Tag is!"

Lang hat es nicht gedauert bis Elke den ersten Fisch an der Schnur hat - eine schöne Bachforelle und auch bei mir biegt sich die Rute. So schlecht sieht's ja gar nicht aus heut.

Flußaufwärts geht's über zahlreiche Steinstufen von einer Gumpe zur nächsten. Das lustige geplätscher der Schlierach übertönt jedes Autogeräusch und man sieht sich in einen hochalpinen Gebirgsbach versetzt. Kaum zu glauben dass man sich mitten in der Stadt befindet. Das schönste aber ist: fast in jeder Gumpe sitzen ein paar wunderschöne Bachforellen welche sich an unseren Adams, Hasenohrnymphen und Red Tags äusserst interessiert zeigen.

Von den letzten Regentagen ist die Schlierach noch etwas eingetrübt. Trotzdem gelingt es mir, ein paar von diesen Unterwasserschönheiten auch fotografisch einzufangen.

Wärend Elke das rechte Ufer hinauf fischt turn ich am linken Ufer die Felsen hinauf und so kommen wir uns gegenseitig nicht ins "Gehege". Zu den größeren Exemplaren kommen auch viele Kleine welche aber nur zeigen, dass für die nächsten Jahre ein schöner Bestand heranwächst.

Meine "Allrad-Kletterkünste" welche nicht mehr den Gamssprüngen früherer Zeiten entsprechen, werden von Elke auch fotografisch festgehalten. Die Neugierde und die Spannung - was erwartet uns in der nächsten Gumpe (vielleicht mal die ganz Große?) - treibt uns förmlich nach oben. Auf fast jeder Stufe geht mindestens eine Bachforelle an den Haken. Bei so einer Traumfischerei kann das Mittagessen schon mal ausfallen.

Am Nachmittag erinnern uns einige reife Himbeeren am Bachrand an unseren Hunger. Wir stärken uns kurz für den Weg zum Bräuwirt bei dem wir dann diesen schönen Fliegenfischtag ausklingen lassen.

Heut war's wieder mal ein Fischtag!

Danke Elke!