In der Leitzach mit Michi

9. September 2008

Es ist Anfang September und seit Tagen ein Traumwetter. Eine Aufforderung der Natur den Schreibtisch zu verlassen, raus aus dem Haus und irgend wohin ans Wasser denn wie heißt es in dem berühmten Fliegenfischer-Film so schön: "Ich kann mich dem Wasser nicht entziehen . . .". Michi - ein ebenso leidenschaftlicher Fliegenfischfreund mit dem ich schon öfters Touren unternahm - und ich beschlossen, der Leitzach einen Besuch abzustatten. Hier bin ich immer wieder gern, hier fühl ich mich wohl und kann die Seele baumeln lassen und wenn sich hin und wieder eine Forelle sehen läßt dann ist "meine kleine Welt" einfach in Ordnung wenn auch vielleicht nur für diesen einen Moment bzw. Tag.

Um 8 Uhr stehen Michi und ich auf der Leitzachbrücke und sehen dem munteren Treiben einiger Forellen zu. Wen hält es da noch auf dem Trockenen? Langsam und behutsam steigen wir in die Leitzach, so als wollten wir um diese Uhrzeit niemand aus dem Schlaf wecken und präsentierten unsere Fliegen ans andere Ufer unter die Büsche.

9. September 2008 - Mit Michi in der Leitzach

Nicht lange dauert es bis sich die erste Bachforelle für Michis Streamer interessierte. Das war ja schon richtig aussichtsreich und erfolgversprechend. So kann's weitergehn - und so ging's auch weiter.

9. September 2008 - Mit Michi in der Leitzach 9. September 2008 - Mit Michi in der Leitzach 9. September 2008 - Mit Michi in der Leitzach

Die Sonnenstrahlen die immer wieder durch die Büsche und Bäume aufs Wasser trafen sorgen für wunderschöne Licht- und Schattenspiele. Grün, gold und silber waren die Farben dieses wunderschönen Spätsommertages.

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Das plätschern eines kleinen Wasserfalls war zu der schönen Stimmung in der Leitzach noch ein musikalisches "Schmankerl" und wie Michi richtig vermutet "riecht es hier förmlich nach Fisch". Ja, das wär auch für mich ein schönes Platzerl wenn ich ein Fisch wäre!

Michi hatte natürlich recht. Kurz nachdem sich eine schöne Regenbogenforelle für seinen Streamer entschied hatte auch ich Glück mit einer kleinen Bachforelle. Sie bevorzugte eine Nymphe (Ritz-D).

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Fast schien es uns ein bisschen schwer, diesen schönen und erfolgreichen Platz zu verlassen aber wir wollten ja noch weiter und auch noch andere schöne Abschnitte der Leitzach befischen. Hin und wieder gab es auch imoposante Ausblicke durch den Uferbewuchs und jede Flußbiegung bot neue Überaschungen.

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Voll konzentriert und mit dem berühmten "Fingerspitzengefühl", förmlich in die Schnur hineinhorchend, wartet Michi auf den nächsten Biss. In den ufernahen Rinnen ist immer mit Fischen zu rechnen und unsere Fachliteratur soll ja auch recht behalten, ist sie doch meist eine Summe von Erfahrungen.

Nicht immer hatte ich meine Kamera im Anschlag, manchmal auch aus Gründen der Waidgerechtigkeit, so dass die eine oder andere Forelle auch mal ohne Foto auskommen mußte (durfte).

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Neue Fliege, neues Glück? Wärend Michi auf kleine Forellenstreamer setzte blieb ich bei meiner Ritz und beide taten wir das Richtige da wir beide unsere Fische fingen.

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Oft schießen mir bei solchen Wanderungen mit der Fliegenrute Gedanken und Fragen durch den Kopf: "Sind wir den schon im Paradies und merken es bloß nicht? Sind wir Menschen manchmal nur zu dumm dies zu erkennen? Machen wir uns das Leben manchmal nur unnötig gegenseitig so schwer?" Ich glaub man kommt auf solche Gedanken angesichts dieser wunderschönen Umgebung, dieser Ruhe und diesem eins sein mit sich selbst und der Natur.

9. September 2008 - Mit Michi in der Leitzach

Mittlerweile ist es früher Nachmittag und wir denken langsam an den Rückweg. Michi wechselt nochmals die Fliege. Wir fischen jetzt flußaufwärts und auch die Lichtverhältnisse haben sich etwas geändert. "Nachdem wir schon Bach- und Regenbogenforellen gefangen hatten wär jetzt noch ein Saibling ein schöner Abschluß, oder Michi?". Wir wollten noch ans Wehr gehen und auch dort unser Glück versuchen.

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Auch mit der neuen Fliege konnte Michi auf dem Rückweg nochmals einen Regenbogner überlisten. Leider war meine Kamera zu langsam oder der Fisch zu schnell.

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Meine vorherige Frage nach dem Saibling blieb auch nicht lange unbeantwortet. Mehrere Saiblinge tummelten sich hier im Wehr und einer davon wollte unbedingt mit dem Michi mit.

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Zuletzt sorgt nochmals eine schöne Regenbogenforelle welche ihr Quartier unter der Brücke hatte für einen aufregenden Drill.

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Ein herrlicher und erfolgreicher Spätsommertag geht bei einem guten Abendessen zu Ende. Michi und ich waren wie man so schön sagt: "glücklich und zufrieden" mit diesem Septembertag an einem wunderschönen Fleckchen Erde (bzw. Wasser).